Auch wenn „Halloween Love Songs“ seiner Thematik entsprechend etwas zu früh im Jahre erscheint, (die Gruselnacht lässt schließlich noch etwas auf sich warten), haben THE DARTS mit diesem Album doch einen passenden Soundtrack für schaudernde Herbstabende bei Gespenstergeschichten, bluttrunkenen Tänzen auf Friedhöfen und natürlich Süßkram im Gepäck.
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Zwischen Garage- und Punkrock orgeln Stücke wie „Blood Runs Cold“ in schauriger Manier über das Tanzparkett, wobei Punk- und Garage-Rock in trauter Eintracht eskalieren.
Frontsängerin Nicole Laurenne pendelt dabei zwischen energischer Rauheit, manch laszivem Unterton und einer Horrorpunk-Attitüde, die sich in allen Elementen der Band (Optik, Albumcover und Sound, der u.a. auch mal an die MISFITS erinnert) widerspiegelt.
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Ab und zu orgelt die musikalische Geisterbahn auch gemächlicher durch den Gruselwald, was Stücken wie „Late Drive“ eine marginal angestaubte Ästhetik verleiht, die u.a. Assoziationen zu der Atmosphäre eines Films wie „Nosferatu“ (1922) aufkommen lässt.
Zwischendurch dürfen die Zombies aber auch moderne Technik, wie eine Fahrt in der U-Bahn („Zombies On The Metro“), kennenlernen, ehe sich Vampire ihre Liebe in lassziv-orgelndem Sound zwischen Geschepper und brummendem Bass gestehen („Vampires In Love“).
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Die zweite Albumhälfte hält mit „The Devil Made Me Do It“ oder „Darkness“ auch verschleppte Groover bereit, die von prägnanten Basslinien und einer ausgiebig klimpernden Orgel getragen werden. Dass die Stimmung entsprechend friedhofsschwanger bis whiskeygetränkt klingt, passt gut ins Bild und führt gekonnt auf explosive Tanznummern wie „Up In My Soul“ hin, die wie ein New Orleans-Zombie-Karneval klingen.
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„Late Drive“ macht den Geistersack schließlich mit getragener Rhythmik und einer Atmosphäre zwischen Garage-, bzw. Horror-Punk und Heavy Metal zu.
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FAZIT: THE DARTS besingen die Freuden der Liebe zur Geisterstunde und haben mit „Halloween Love Songs“ ein erstaunlich farbenfrohes und hyperaktives Album zwischen Garage Rock, Punk und einer ganzen Menge Ohrwürmern im Gepäck, das weniger Freddy Krüger als Hui Buh ist, damit aber auch erstaunlich schnell für gute Laune sorgt.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 06.06.2026
Lindsay Scarey
Nicole Laurenne, Lindsay Scarey, Rikki Styxx
Rebecca Davidson
Nicole Laurenne, Lindsay Scarey
Rikki Styxx
Nicole Laurenne (Glockenspiel), Rikki Styxx (Tamburin)
Adrenalin Fix Music
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03.03.2026