THE FRIGHT besingen den Tod und wandeln dabei, wie sollte es anders sein, auf Gothic-Hard-Rock-Pfaden. Allerdings reichern die Leipziger ihren doch recht klassisch anmutenden Sound durch Einflüsse aus Genres wie Alternative Rock und manch melancholischer Pop-Note an.
Letztere schimmert immer wieder im charmant dramatischen Gesang von Lon Fright durch. Sein dunkles Timbre lässt aber auch Punkrock-Einflüsse erkennen, die z.B. im knackig groovenden „Trust“ zutage treten.
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Der Einstieg „Death“ wandelt sich von klassischem Gothic Rock immer mehr zu einem stimmig inszenierten Melancholie-Drama, das in „Endless Rain“ seinen vorläufigen Höhepunkt findet.
Die Melodien lassen eine gewisse Stadion-Rock-Affinität erahnen, während sich der Refrain in großer Gestik übt und dabei erstaunlich schmachtend ausfällt.
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„Autumn Leaves“ drückt wieder etwas mehr auf die Tube und präsentiert eine prägnante Hookline, die ein wenig wie BON JOVI im Grufti-Look anmutet.
Das Finale „Hollow Eyes“ lässt derweil an eine etwas modernere Version von HIM denken, was im Gothic-Rock-Sektor keine schlechte Referenz ist.
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FAZIT: THE FRIGHT lehren einen zwar nicht wirklich das Fürchten, haben dafür aber mit „Death“ ein stimmiges, erstes Lebenszeichen im Gothic Rock-Sektor an der Hand. Die klassischen Genremerkmale, von eingängig warmen Gitarren bis hin zu schmachtend-sonorem Gesang, sind alle vorhanden und werden frisch und kompetent dargeboten. Dieser Start ist geglückt.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 01.05.2026
Lon Fright
Clément Baltique, Chris North
Eren Newgate
Eigenproduktion
20:59
30.01.2026