Die klanggewordene Wetterfront eines norwegischen Winters servieren UBUREN mit „Dødsdans I Aske“.
Hierbei lassen die Musiker ihren Black Metal gerne in getragen-melodischen Gefilden wildern und kreieren eine pathetische Stimmung, die ab und zu an weniger progressive ENSLAVED denken lässt.
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Wird aber gezündelt, dann darf auch mal die Post abgehen.
„Burn the Bridge“ fällt mit der Tempo-Tür ins Haus, entwickelt sich im weiteren Verlauf zu einem groovigen Schleifer, der auch mal eine dezente Rock’n’Roll-Note erkennen lässt.
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Mit „Formed by Time“ hält dann der Wikinger-Pathos Einzug in das Album, lassen die anfänglich erklingenden Männerchöre zu getragenem Groove und melancholisch-schwarzen Riffs doch ganz kurz an eine Band wie BATHORY denken, ehe sich in der zweiten Hälfte des Songs verkappte SATYRICON-Vibes einschleichen (die in „Blod og bein“ wiederkehren).
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Ist hier also alles nur geklaut?
Mitnichten!
Zwar wirken die Zutaten bekannt, aber u.a. mit dem Finale „Light My Pyre“ schleppen UBUREN einen schwarzen Wikinger-Brocken an, der gleichsam heroische Melodien, Schwarzmetall-Riffs und eine knurr-geifernde Stimme bietet. Jedes Element für sich genommen, wirkt wenig spektakulär, aber im Verbund ergibt sich eine heroisch-tragische Kampfeshymne, die dem Schnitter trotzig ins Gesicht starrt.
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FAZIT: UBUREN erfinden den Viking Black Metal sicher nicht neu, aber als musikalisches Äquivalent zur Sagenwelt ihrer Heimat Norwegen, ebenso wie zu deren Winterwetter, haben UBUREN mit „Dødsdans I Aske“ ein stimmiges Album zusammengezimmert.
Punkte: 11/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 20.10.2026
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Bior Kjetilson, Ask Kjetilson
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25.09.2026