VANTA legen mit „Perpetual Selection“ ihr Debütalbum vor und eifern darauf Bands wie THE BLACK DAHLIA MURDER nach, haben sich die Australier doch einem ähnlich technikverliebten, melodischen Death Metal verschrieben. Allerdings liegt der Fokus dieser Neulinge noch stärker auf Eingängigkeit und Melodie, was u.a. auch Größen wie IN FLAMES als Inspiration für das Trio zur Diskussion stellt.
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„Empty Shells“ eröffnet den Reigen mit knackigem Groove und Melodien, die marginales Black Metal-Feeling versprühen, ehe „Sandstalker“ durch mehrere Breaks und abhackte Rhythmen minimal Deathcore-affin erscheint. Derweil changiert Frontmann Jesse Venus zwischen giftigen Schreien und voluminösen Growls, was sich als Merkmal durch beinahe alle Songs zieht.
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Dass VANTA mit ihrem Erstling bereits auf einem beeindruckenden Niveau musizieren, lassen auch Flitzefinger-Titel wie „Kuyang“ oder das episch angehauchte „Stillwater“ erkennen. Insbesondere Letzteres überzeugt durch seinen fließenden Charakter, der von Flitzefingergitarren über mörderischen Doublebassgroove bis hin zu Blastbeats sämtliche Varianten des Melodic Death Metal bietet.
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Aber auch für stimmungsvolle Intros sind sich VANTA nicht zu schade. „Transmorcide“ etwa wird von atmosphärischen Cleangitarren eingeleitet, ehe ein Sperrfeuer aus Tempo, kantigen Riffs und galligen Growls losbricht. Dass hier die Eingängigkeit ein wenig zurückgefahren und auch eine markante Hookline ausgeklammert wird, wirkt sich weniger negativ aus als gedacht.
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Denn der Song gefällt mit unmittelbarem Drive und diabolischer Stimmung, die sich bis zum Break in der Mitte des Songs immer weiter steigert. Danach fällt der Song aber nicht ab, sondern kulminiert in orgiastischer Geschwindigkeit, ehe getragener Groove so manche BAEST-Referenz erkennen lässt.
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FAZIT: VANTAs Debütalbum „Perpetual Selection“ bietet erstklassigen Melodic Death Metal, der den ein- oder anderen Seitenblick gen Black Metal und Deathcore nicht scheut. Zugleich ist besonders die Gitarrenarbeit auf absolutem Topniveau und lässt ab und zu auch eine wilde, fast symphonische Note erkennen, was die Australier zu einem äußerst fähigen und vielversprechenden Newcomer adelt.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 26.04.2026
Jesse Venus
Jesse Venus
Thien Huynh, Jesse Venus
Ferdi Handojo
Eigenproduktion
39:21
13.03.2026