VENGER geben auf ihrem Debütalbum „Times of Legend“ die Heavy-Metal-Zauberlehrlinge und entführen den Hörer in ein Reich voller Geschichten zwischen Fantasy und Horror. Dass auf dem Coverartwork Frankensteins Monster auf den Minotaurus trifft, passt also gut ins Konzept.
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Musikalisch startet „From Worlds Unknown“ in klassischer melodischer Hard Rock-Manier, ehe „Pharaoh’s Curse“ mit marginal orientalischer Atmosphäre aufwartet, wobei speziell der Gesang und die Gitarren mit kraftvollen Melodien punkten.
Die Mixtur aus klassischem Heavy Metal und Fantasy-Märchenstunde erinnert zuweilen an MAGNUM, allerdings werkeln VENGER wesentlich metallischer als ihre (vermeintlichen) Vorbilder. Ein Stück wie „The Legend Still Remains“ rifft sich gar in Richtung Power Metal, zitiert aber auch JUDAS PRIEST.
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Für eine Prise Düsternis sind sich VENGER auch nicht zu schade. „Throw the Switch“ erinnert in Sachen Dramatik und Phrasierung marginal an das jüngste Schaffen von BRUCE DICKINSON und wird von kitschfreien Keyboards unterfüttert, ehe „Impaler of Souls“ von einem klassischen Horror-Intro eingeleitet wird und sich zu einem getragenen und sehr melodischen Hard Rock-Stück entwickelt.
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Zum „Tower of Babel“-Abschluss wechselt die Singstimme von Franz Bauer zu Matt Mitchell, was die Nähe zu MAGNUM nochmal verstärkt. Mit klassischem Heavy Metal und Hang zu musikalischem Drama findet „Times of Legend“ damit einen stimmigen und stimmungsvollen Abschluss, der diese musikalische Reise durch diverse Geschichten, Fabeln und Legenden passend abschließt.
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FAZIT: VENGER überzeugen auf ihrem Debütalbum „Times of Legend“ mit filmisch inszeniertem Heavy Metal, wobei sich der Geschichtenerzähler-Stil der Songs, aber auch der Texte perfekt mit dem Fantasy-Konzept der Platte ergänzt. Damit ist dieses Album für Genre-Fans ebenso eine Empfehlung wert, wie es sich offenherzigen Rockmusikhörern für einen Anlauf empfiehlt.
Punkte: 12/15Erschienen auf www.musikreviews.de am 24.01.2026
James Fogarty
Franz Bauer, James Fogarty, Matt Mitchell
Doug Scarratt, James Fogarty
James Fogarty
Sven Rothe
Silver Lining Music
41:18
09.01.2026