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Tinyfish: The Big Red Spark (Review)

Artist:

Tinyfish

Tinyfish: The Big Red Spark
Album:

The Big Red Spark

Medium: CD+DVD
Stil:

Crossover Prog

Label: Festival Music/Just For Kicks
Spieldauer: 53:27
Erschienen: 24.09.2010
Website: [Link]

„Drei Wünsche? Ich gestattete jedermann einen Wunsch…“ So spricht „The Big Red Spark“ („Der große rote Funke"), jene Maschine, die nicht nur Wünsche erfüllt, sondern alles beeinflusst, was passieren wird. Zumindest in einer Parallelwelt.
Zu düsteren Synthesizerschwaden – die übergehen in sanfte Harfenklänge – wird direkt darauf Nietzsche zitiert: „Alles was vollkommen geworden ist, was reif ist – möchte sterben“!

Konzeptalbum ich sehe dich kommen. Und es kommt. Wobei die Geschichte jener magischen Maschine und ihres Erfinders auf der Suche nach der „perfekten Schöpfung“, nicht abstruser ist, als vieles andere, was aus der Vorliebe für (frühe) Science Fiction und der mehr oder minder intensiven Beschäftigung mit Weltphilosophie und Bildungsbürgertum entstanden ist.
Unschwer zu erkennen: wir befinden uns mitten im Progressive Rock. Doch einem (fast) ohne Keyboards. Vom zurückhaltenden Start darf man sich nicht täuschen lassen: gleich das zweite Stück legt ordentlich an Härte zu. TINYFISH lavieren geschickt zwischen progressiverem FATES WARNING-Modus und symphonischem Art Rock, der gerne auch von Streichern komplettiert wird.

Das Wechselspiel zwischen sanftem, anheimelndem Wohlklang und metallischen Attacken beherrscht die Band ausgesprochen gut. Dazu gesellen sich kleine Abstecher Richtung Ambience und Industrial sowie vom Jazz beeinflusste Passagen („Bad Weather Road“), die vor allem von der Gitarre und Simon Godfreys Vocals getragen werden. Neben verschiedenen Erzählern macht Godfrey eh eine sehr gute Figur. Das gleiche gilt für den Gitarristen Jim Sanders, der sowohl im filigranen Spiel wie im ruppigen Reinhauen zu Hause ist. Dabei immer song- und gruppendienlich bleibt. Hier hat niemand es nötig, sich auf Teufel komm‘ raus zu produzieren.

i-Tüpfelchen sind die Streicher- und Keyboardeinsätze (jetzt doch noch), dfie einem Album voller mitreißender Melodien den letzten Kick geben.

FAZIT: Prog mit Schmackes und Melodie. Der sich symphonisch-metallisch abseits ausgelatschter DREAM THEATER-Pfade bewegt. Keine instrumentalen Exzesse, sondern konzentriertes Aufspielen vom ersten bis zum letzten Ton. Abwechslungsreich, homogen – eines der über den Tellerrand des Progs hinausragenden Highlights dieses Jahres.

Die Bonus-DVD besteht aus einem entspannten Interview im Aufnahmestudio und vier zusätzlichen Audio-Tracks. Mit TINYFISH präsentieren sich vier gestandene Männer (die nach allem aussehen, aber nicht nach Rockmusikern), die sich locker und freundlich zur Bandhistorie und Entstehung von „The Big Red Spark“ auslassen. Außerdemi entpuppen sie sich als Monty Python-Kenner.
Die Musik auf der DVD tendiert zunächst in Richtung New Art Rock („The Sarcasm Never Stops“), näher bei RIVERSIDE als PORCUPINE, bevor mit stilvollem Melodic Prog („Ride“) der Balladenteil beginnt. „Eat The Ashes“ und „Let's Get Invisible“ halten das Level hoch und bieten ruhigen, ausdrucksvollen Art Pop

Jochen König (Info) (Review 2743x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • The Loose Ends
  • Rainland
  • A Million Differences
  • Bad Weather Road
  • I'm Not Crashing
  • Building The Machine
  • Refugee
  • The Big Red Spark
  • Weak Machine
  • Activation
  • The Final Act
  • The Loose Ends Pt II
  • Wide Awake At Midnight
  • Bonus-DVD:
  • Interview
  • The Sarcasm Never Stops
  • Ride
  • Eat The Ashes
  • Let's Get Invisible

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Gulliver
gepostet am: 13.10.2010

User-Wertung:
5 Punkte

Produktion ist hochgepimpt bis geht nicht mehr, Bombast und vorgetäuschte Härte versuchen kompositorisches Vakuum zu übertünchen. Das wäre alles noch zu ertragen, wenn der Sänger wenigstens singen könnte. Aber selbst seine Sprechparts sind von elendem Pathos über das man sich nur Fremdschämen kann. Schein-Musik! Je genauer man hinhört, desto kleiner wird der Inhalt.
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