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Edguy: Age Of The Joker (Review)

Artist:

Edguy

Edguy: Age Of The Joker
Album:

Age Of The Joker

Medium: CD
Stil:

Melodic Metal

Label: Nuclear Blast / Warner
Spieldauer: 61:00
Erschienen: 26.08.2011
Website: [Link]

Bitte beachtet auch unser EDGUY-Massen-Review unter den Kolumnen!

Wenn eine Metalband im Laufe ihrer Karriere ihren ursprünglichen musikalischen Fokus verändert, ist das zwar häufig ihrem persönlichen Erfolg nicht abträglich, viele Fans der ersten Stunde fühlen sich dadurch aber zurückgesetzt. Dieses Phänomen gilt auch für EDGUY, die als reinrassige Melodic-Speed-Band an den Start gingen, zuletzt aber Musik machten, die sie als Supportband für AEROSMITH oder die SCORPIONS qualifizierten.

Während die Verkaufszahlen stetig nach oben gingen, schauten Fans der ersten Stunde weitgehend enttäuscht in die Röhre. Das, was Tobias Sammet und Co. zuletzt auf "Rocket Ride" und "Tinnitus Sanctus" fabrizierten, war jedenfalls reinrassiger – mancher würde vermutlich eher "beliebiger" sagen – Hardrock und hatte mit Großtaten wie "Vain Glory Opera" oder "Mandrake" kaum noch etwas gemein.

"Age Of The Joker", das bereits neunte Studioalbum der Fuldaer, geht zumindest einen kleinen Schritt zurück in die eigene Vergangenheit. Zwar gibt es auch diesmal keine Doublebass-Hymnen, doch insgesamt agiert das Quartett wieder eine Spur kräftiger, eine ganze Ecke kerniger, um 100 Prozent zwingender. Und, ja, auch ein wenig metallischer.

Der etwas unglücklich gewählte Opener "Robin Hood" lässt hier und da den infantilen Humor Sammets durchscheinen und dürfte bei dem einen oder andern Nicht-Fan schwerstes Augenrollen hervorrufen, deutet aber schon die Richtung des Albums an: bis ins letzte Detail perfekt arrangiert, musikalisch abwechslungsreich, hymnisch im Refrain. Allerdings, lieber Tobias Sammet: Spoken Parts kannst du noch weniger als Joey de Maio.

Die Hitdichte auf "Age Of The Joker" ist wesentlich höher als auf den Vorgängeralben. "Nobody’s Hero" ist ein flotter Banger mit einer extrem rock’n’rolligen Gitarrenarbeit, "Rock Of Cashel" ein irisch/gälisch beeinflusstes Epos mit Anleihen bei THIN LIZZY und GARY MOORE. "Pandora’s Box" wiederum besticht mit lässigem Western-Feeling, "Breathe" (mit 80er-Jahre-Keyboard-Sounds) und "The Arcane Guild" sind die nächstmöglichen Annäherungen EDGUYs an alte Zeiten und hätten sich auch auf den letzten AVANTASIA-Alben gut gemacht.

"Two Out Of Seven" ist ein Sammet-typischer Hit mit spaßigem Hintergrund, "Behind The Gates Of Midnight World" ein atmosphärischer, leicht progressiv angehauchter Longtrack mit Verweisen auf QUEENSRYCHE oder SAVATAGE. Nahezu allen Tracks ist gemein, dass sie extrem eingängig sind, schon nach dem ersten Hören mitgesungen werden können, aber trotzdem auch nach dem 20. Hören nicht langweilig werden.

FAZIT: Die Kurve zeigt wieder nach oben bei EDGUY. Wie gewohnt, macht die Band nur und ausschließlich das, was sie will – und klingt, auch das schaffen nur die wenigsten, ausschließlich nach sich selbst. Daumen hoch! [Album bei Amazon kaufen]

Lothar Hausfeld (Info) (Review 10585x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Robin Hood
  • Nobody's Hero
  • Rock Of Cashel
  • Pandora's Box
  • Breathe
  • Two Out Of Seven
  • Faces In The Darkness
  • The Arcane Guild
  • Fire On The Downline
  • Behind The Gates To Midnight World
  • Every Night Without You

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
Kommentare
Ole Blaubart
gepostet am: 15.08.2011

User-Wertung:
1 Punkte

Wann ist es endlich soweit, dass hier mal ein Edguy-Schwurbelalbum kritisch beäugt wird?!? Immer die 12... Und das bei solch flachen Kompositionen, solch läppischem Schlagerrock ohne Flair. Immer denkt man Tony Marschall kommt die Treppe runter, nur das der härter, erdiger, authentischer klingt. Edguy ist Plastik mit Kalkül, ohne Schwung, lahm, zum ins Regalstellen. Zum Kaufen, sonst nix. Bah!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Lars [musikreviews.de]
gepostet am: 16.08.2011

Ein Blick in unser CD-Archiv sagt mir, dass dies unser erstes Review zu einem EDGUY-Album ist...
Lothar [musikreviews.de]
gepostet am: 16.08.2011

Ja, dann stimmt's doch: Immer die 12...
Chris [musikreviews.de]
gepostet am: 16.08.2011

Jaha, wir sind schon ganz schön schlimme Nuclear Blast-Huren. Erst die Fleshgod Apocalypse 14 Punkte, dann die Edguy 12... naja, so lange das Geld von NB direkt auf unsere Konten fließt, ist doch alles paletti, da schreiben wir doch gerne mal so furchtbare Platten schön... ;-)
Condor
gepostet am: 19.08.2011

Warum wird auf so ein gequatsche überhaupt gemerkt. Lasst doch so Typen wie "Ole Blaubart" schreiben was sie wollen, sowas nimmt sowieso keiner ernst !
Ich finde euer Review klasse.
bassmann
gepostet am: 28.08.2011

User-Wertung:
13 Punkte

Also auf Ole's Kritik kann ich nicht verstehen ... Die 12 der Redaktion ist absolut OK. Ich setze sogar noch einen drauf. Schlager sieht für mich jedenfalls anders aus. Mir gefallen die neueren Edguy-Scheiben. "Age Of The Joker" ist ja nun auch wieder etwas härter. Wer Edguy früher mochte, wird hier bestimmt auch nicht enttäuscht, außer man steht auf Stillstand und will 200x die gleiche CD im Regal stehen haben ... Mal ehrlich, es muss nicht jede CD gleich klingen ...
JackShining
gepostet am: 01.09.2011

User-Wertung:
14 Punkte

Ich bin auch ein Liebhaber dieser neuen CD. Sie gefällt mir um Welten besser als Tinnitus Sanctus (welches zwar nicht schlecht, aber immer noch das am wenigsten überzeugende Edguy Album ist). Die Instrumente spielen songorientiert und die Scheibe erfüllt genau das, was man von den neueren Edguy Sachen erwartet: Hymnen ohne Ende. Und anders als auf TS gibt es auf Age of the Joker keinen einzigen Lückenfüller, bei dem ich in Versuchung geführt werde die Skip Taste zu betätigen.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
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