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Opeth: Heritage (Review)

Artist:

Opeth

Opeth: Heritage
Album:

Heritage

Medium: CD
Stil:

Progressive Rock

Label: Roadrunner / Warner
Spieldauer: 57:01
Erschienen: 16.09.2011
Website: [Link]

Bitte beachtet auch unser OPETH-Massen-Review unter den Kolumnen!

Stell dir vor, du hast den Namen OPETH niemals zuvor gehört. Du bist in einer fremden Stadt unterwegs und entdeckst einen kleinen Vinylladen in einer Seitenstraße; ein verblichenes Schild voller Schnörkel, die vor Jahrzehnten mal bunt gewesen sein müssen, hat dich darauf aufmerksam gemacht. Du betrittst den Laden. Das ausgeblichene Linoleum gibt unter deinem Schritt nach, in der Luft hängt der Geruch von Staub und Nostalgie. Der alte Mann an der Kasse beachtet dich nicht weiter. Weiter hinten entdeckst du eine Abteilung, in der ein mit krakeliger Handschrift versehenes Schild "70s Progressive / Hard Rock" verkündet. In der ersten Reihe stehen Platten von YES, CAMEL, JETHRO TULL, auch URIAH HEEP und LED ZEPPELIN sind darunter. Je weiter du jedoch nach hinten blätterst, desto mehr fühlst du dich wie Alice, die in den Kaninchenbau fällt: Die Bands werden unbekannter, die Cover absurder. Bis du am Ende auf das Album "Heritage" einer Band namens OPETH stößt. OPETH? Nie gehört – aber dieses Cover… es ist nicht gerade schön, allerdings verflucht surrealistisch. Und du denkst dir: Ein Album mit einem solchen Cover verdient eine Chance. Du ziehst es aus der Box und trägst es zur Kasse. Der alte Mann scheint ein wenig verwirrt, als er von seiner Zeitung aufblickt – zuerst darüber, dass er einen Kunden hat. Dann darüber, dass er in seiner Preisliste keinen Vermerk finden kann.

Will man bei Album Nummer X nicht aus allen Wolken fallen, sollte man besser umdenken und eine Zäsur ziehen: Einer der besten Death-Metal-Vokalisten nährt inzwischen die Ironie, der Death-Metal-Szene überdrüssig zu sein. Für OPETH, die ihren Reiz stets auch aus Mikael Åkerfeldts virtuoser Beherrschung des Kontrastes zwischen Growling und Clean Vocals bezogen, bedeutet das nichts Geringeres als den Anbruch eines neuen Zeitalters. Dabei hätte man doch noch jahrelang zuhören können, wie sich von "Still Life" über "Blackwater Park" hin zu "Ghost Reveries" und "Watershed" Stück für Stück Perfektion einstellte und eine Treppenstufe nach der anderen in die Unsterblichkeit des Prog-Olymps erklommen wurde…

Jetzt – Puff, the Magic Dragon – sind die Death-Metal-Parts einfach so dahin, die fließende Entwicklung abgewürgt. OPETH haben ein Classic-Prog-Album im verspielten Stil der 70er Jahre aufgenommen und werden Puristen den Schock des laufenden Jahres versetzen.

Dem verwöhnten Pöbel eine diskografische Amnesie zu verpassen, ist allerdings kein Ansinnen der Schweden. Vorhergehende Alben sollen nicht ignoriert, sondern als Ursprünge betrachtet werden, so lässt zumindest Travis Smith’ Covermotiv vermuten. Zwar ergibt das knallig bunte, detailreiche Gemälde einen gellenden Kontrast zu den geisterhaften Vorgängerartworks, doch die bisherige Bandgeschichte wird hier nicht ausgeklammert, sondern ausgiebig illustriert. Der urbane Geist, der immer schon über OPETH schwebte und selbst an den Geisterwald von "Blackwater Park" grenzt, steht am Horizont von "Heritage" in Flammen, während seine Bewohner, nennen wir sie "Fans", zu einer neuen Quelle pendeln, einer Quelle, die jenseits des Stadtgebietes schon immer existierte und tief verwurzelt ist mit dem OPETH-Sound: Ein Baum als Symbol der Fruchtbarkeit. Unter der Erde zieht ein siamesischer Teufel die verschnörkelten Fäden und erweist sich als Strippenzieher, als Wurzel, als ursprüngliche Inspiration. Der Dualismus von Tag und Nacht, von Gut und Böse bestimmt die Szenerie und unterstreicht die Bedeutung sich gegenseitig ergänzender Bestandteile. Die karikaturistischen Köpfe der Mitglieder im Baum mögen wie Fremdkörper wirken, pointieren aber den Humor Åkerfeldts, der seinen Death Metal stets mit einem Augenzwinkern vorgetragen hat. Dass Per Wiberg, der gerade erst ausgestiegen ist, seinen Kopf träge aus der Baumkrone purzeln und zu den Totenschädeln anderer ehemaliger Mitglieder stürzen sieht, muss man nicht als Respektlosigkeit verstehen; diversen Fratzen von KING CRIMSON- oder GENTLE GIANT-Veröffentlichungen wird damit einfach nur auf Augenhöhe begegnet.

Dass die Stadt in Flammen steht, bedeutet für die Anhängerschar, dass sie die Wahl hat, sich dem Marsch zum Baum anzuschließen oder in den alten Gemäuern zu Asche zu verbrennen. Geht den Weg mit oder verreckt - dermaßen konsequent und bitterböse sieht die Sachlage aus, aber: Muss es wirklich eine Überwindung sein, sich der neuen Marschrichtung anzuschließen?

So intensiv, wie "Heritage" die 70er Jahre atmet, werden die Leute Referenzen und Vergleiche aus dem Ärmel schütteln, Querverweise ziehen und alles historisch korrekt zueinander in Beziehung setzen. Als der Opener mit den zarten Klängen von Klavier und Kontrabass die aktuelle Suite eröffnet, schwirren auch Referenzen durch den Raum, natürlich; laut Åkerfeldt sei der schwedische Jazzpianist Jan Johansson (1931 – 1968) bei dem minimalistischen Stück eine Inspiration gewesen. Aber prägnanter als die Einflüsse vierzig Jahre alter Musik ist das Gefühl, das man hat, wenn man etwas tief Verborgenes wieder entdeckt – wie das Ausgraben einer Schatztruhe.

Was mindestens seit "Ghost Reveries" unter der Oberfläche schlummerte, wird mit einem Mal als pure, volle Frucht freigesetzt. So gesehen ist "Heritage" weniger eine Überraschung aus dem Nichts als vielmehr eine Überkonzentration an Zartheit, die schon immer da war, respektive eine Unterkonzentration an Härte.

Andererseits: Nicht einmal "Damnation", die einzige Veröffentlichung, die bislang ohne Death Growls auskam, lässt sich so richtig als Vergleichsobjekt anbringen. Die Stimmung ist einfach eine andere. Es geschehen Welten innerhalb der rund 55 Minuten, allerdings immerzu in diesem altmodischen Flair, das die Umgebung in Sepiatöne färbt. Dabei gehen OPETH ähnlich konsequent vor wie zuletzt PAIN OF SALVATION mit "Road Salt One", inszenieren den radikalen Kurswechsel allerdings nicht als Spektakel, sondern setzen auf angenehmes Understatement. "The Devil’s Orchard" gehört da mit den theatralischen Gospelorgeln und der diabolisch in zwei Oktaven gesungenen Zeile "God Is Dead" noch zu den schrillsten Beiträgen.

Generell steht verästeltes, leichtfüßiges Akustikgitarrenspiel im Zentrum, das hin und wieder mit härteren Elektrikakkorden aufgebrochen und zum verspielten Hard Rock verwandelt wird. Die Rhythmik besteht dabei fast mehr aus Percussion als aus Schlagzeug. "Slither" setzt das Tempo trotzdem hoch genug, dass man sich an MASTODONs Wege auf "Crack The Skye" erinnert fühlen kann, möglicherweise sogar an Jace Everetts Titelsong der TV-Serie "True Blood". Die Produktion macht jeden Griff auf der Tabulatur sichtbar; kaum druckvoll nach modernen Maßstäben, aber mit einer organischen Vinyl-Ästhetik, die sich der Musik optimal anpasst.

"Watershed" war von einem Perfektionismus getrieben, der dissonante Elemente bewusst als Kunst ausdefinierte. "Heritage" widersetzt sich diesem Trend. Zu seinen Qualitäten gehört, alles dem inneren Fluss zu überlassen und nur selten findet dabei intellektuelle Überzeichnung statt. Daraus resultiert beispielsweise, dass "The Lines In My Hand", das Stück, das als erstes geschrieben wurde, noch zu den unspektakulärsten und vor allem gröbsten Beiträgen gehört. Das Schlagzeug klingt wie Steingeröll, das unaufhörlich in einen ruhigen See plätschert, und Åkerfeldt ist so weit hinten in der Abmischung, dass er wie eine Silhouette anmutet. Darauf folgend ist der Achtminüter "Folklore" gleich wieder ein anderes Universum, das sich intern teilt und sich ab Minute 5 vom verspielten Saiten- und Tastenjam in eine echte Machtdemonstration verwandelt, was Stimmung und Atmosphäre anbelangt.

Und ähnlich sanft, wie mit Klavier eröffnet wurde, wird mit der akustischen Gitarre der Fadeout eingeläutet – ein erneuter Dualismus, wie er sich in den unterschiedlichsten Verkörperungen durch das komplette Album zieht.

FAZIT: Album Nummer 10 mutet an wie die Reinkarnation einer längst vergessenen 70er-Jahre-Perle. Ganz ohne den intellektuellen Tand der Postmoderne, der im Tarantino-Stil um jeden Preis alle relevanten Prog-Klassiker rezitieren muss. Nein, "Heritage" klingt auf angenehme Weise angejährt und unspektakulär, wie schon immer da gewesen und erst jetzt entdeckt. Eigentlich hat es nur einen echten Makel: Es enthält seinem Publikum etwas vor, das sich in der Vergangenheit mehr als bewährt hat – Growling mit Engelsgesang und Extreme Metal mit Mellotron-Prog im harmonischen Verbund. Diese Mischung ist jetzt passé. Nun frisst das Gewohnheitstier ja in der Regel das, was es kennt. Es liegt also nun am Käufer, ob er sich durch die Neuausrichtung ein komplett anderes, aber dennoch großartiges Album vergrämen lässt. Dabei ist die neue OPETH keineswegs mit Vollkommenheit gesegnet. Für den offenen Geist ist sie aber eine willkommene Herausforderung und für die Zukunft verspricht sie schon eine gewisse Langfristigkeit, die verhindern wird, dass man sie irgendwann als exzentrischen Ausrutscher bewerten wird.

Sascha Ganser (Info) (Review 12464x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Heritage
  • The Devil's Orchard
  • I Feel The Dark
  • Slither
  • Nepenthe
  • Häxprocess
  • Famine
  • The Lines In My Hand
  • Folklore
  • Marrow Of The Earth

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
Kommentare
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 06.09.2011

User-Wertung:
12 Punkte

Also "Heritage" hat recht gut gezündet bei mir. Ich mag es, wie Åkerfeldt seit "Watershed" seine Clean-Stimme hin und wieder kräftiger einsetzt (gut zu hören z.B. bei "Slither"). Opeth gehören für mich neben Pain Of Salvation zu den ganz, ganz wenigen Bands, bei denen ich immer noch gespannt bin, was mich auf dem nächsten Album erwarten wird.
Mirko
gepostet am: 06.09.2011

User-Wertung:
13 Punkte

Mein Kurzfazit: Grandiose Scheibe!!

Jetzt wird sich zeigen, wie "progressiv" die vielen Opeth Fans wirklich sind. *gg*
Sascha G. [Musikreviews.de]
gepostet am: 06.09.2011

Hehe, da ist was dran. ;)
Oger [musikreviews]
gepostet am: 06.09.2011

Es ist also progressiv weniger spannende Songs zu schreiben? Dann bin ich das lieber nicht. *g*
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 06.09.2011

Neee, es ist progressiv, Songs nicht weniger spannend zu finden, weil sie nicht eine bestimmte Erwartungshaltung erfüllen! ;)
Mirko
gepostet am: 06.09.2011

Weswegen ich z.B. auch auf die kommende Machine Head sehr gespannt bin.
Daniel [musikreviews.de]
gepostet am: 06.09.2011

User-Wertung:
10 Punkte

Also, im eigentlichen Sinne des Wortes ist die Platte eher völlig "regressiv"... ;-)
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 06.09.2011

@Daniel: Kommt drauf an, welchen Bezugsrahmen du setzt. ;) Wenn der Bezugsrahmen wiederum Opeth selbst sind, dann ist es DOCH progressiv.
Sascha G. [Musikreviews.de]
gepostet am: 06.09.2011

Wollte ich auch schreiben. Rückschritt mal als Fortschritt. ;)
Assaulter
gepostet am: 06.09.2011

Sehr schöne Kritk zu einem sehr interessanten Album. Meiner Meinung nach haben Opeth ihre Begeisterung für die 70er besser in ihrer Musik kanalisiert, als Pain of Salvaation und diese ganzen anderen Retro Müll Bands. Und dass Oger Heritage nicht mag, obwohl er sonst jeden Scheiß aus dieser Ecke abfeiert, ist auch ziemlich enttäuchend. Hoffe er nimmt mir die Aussage nicht krumm.
Nils [musikreviews.de]
gepostet am: 06.09.2011

Pain Of Salvation ist eine Retro-Band? Na gut, wenn man nur das letzte Album betrachtet, dann stimmts schon ... :)
Assaulter
gepostet am: 06.09.2011

Was ist die letzte POS sonst? Ich habe ja auch nicht von einem Meisterwerk wie Remedy Lane gesprochen, das von Retro so weit weg ist wie Westerwelle von guter Politik. :) Aber es ist nunmal so, das Gildenlöw seit Salt Road One komplett in den 70ern hängen geblieben ist. Und Akerfeld hat das im direkten Vergleich einfach besser hingekriegt.
Oger [musikreviews.de]
gepostet am: 06.09.2011

Ich feiere Musik ab, die mich begeistert, unabhängig von der stilitischen Ausrichtung.
Das ist bei der Heritage zwar nicht der Fall, würde ich das Album aber gar nicht mögen, wären es deutlich weniger Punkte geworden.
Abgesehen davon bin ich nicht aus Zucker. ;-)
Assaulter
gepostet am: 06.09.2011

DU BIST EINE BESCHISSSENE RETRO HURE! Nein ernsthaft, das mit dem jeden Scheiß abfeieren war natürlich etwas übersitzt ausgedrückt. Du magst halt den Stil, von daher war ich überrascht dass dir die neue Opeth nicht zusagt. War ja auch nicht böse gemeint.
joschi
gepostet am: 07.09.2011

User-Wertung:
11 Punkte

Habe mir Heritage im Internet-(Radio) angehört. Dass Growls und Screams fehlen, empfinde ich als positiv. Anders als das 2003er "zurückhaltende" Album Damnation unterhält mich das neue Album eher auf angenehme Weise, ab und an etwas mehr Energie/Drive/Kick usw. hätte aber nicht geschadet...
Chris [musikreviews.de]
gepostet am: 12.09.2011

Ich finde ja, dass Opeth sich so weit vom Metal entfernen, ist das beste, was die Band hat machen können. Metal + Opeth war zuletzt eine ziemlich ausgelutschte Sache.
David
gepostet am: 13.09.2011

User-Wertung:
12 Punkte

Respekt Kollege, das Review ist sehr gelungen geschrieben und die Bewertung kann - wie unschwer erkennbar - ebenfalls nachvollziehen.
Warbringer
gepostet am: 16.09.2011

User-Wertung:
6 Punkte

Das Album zündet überhaupt nicht. Es ist clean produziert und es fehlen die Kontraste, die OPETH mal ausgemacht haben. Alles hatten wir so schon, es ist immer dieser Verlassenheitssound ohne jede Spannung. War ja klar, dass die mal nur noch einen auf Retro machen. Langweilig.
Yonder
gepostet am: 16.09.2011

Sehr gute Albumkritik, Respekt!

Tja, mag ich das Album? Kann ich noch nicht sagen. Werde sicher noch einige Mal probieren, es zu mögen, aber der Verlust des Wechsels, der Opeth so groß macht, ist schmerzlich. Na, mal schauen. Es nimmt Blackwater Park ja nichts von seiner Kraft, wenn Akerfeldt jetzt mal ein bisschen akustischer sein will. ;-)
André
gepostet am: 17.09.2011

User-Wertung:
15 Punkte

Tolles Review, Kompliment!

Nachdem ich Opeth jahrelang konsequent ignoriert hab (wieso eigentlich?), bin ich durch eine Rock Hard-CD auf diese geniale Band aufmerksam geworden und war gespannt, wie das neue Album wohl klingen würde.

Der Stream läuft gerade zum zweiten Mal durch. Virtuosität, Spielfreude, teils ziemlich verschachtelte Songstrukturen, variabler Gesang... Was will man mehr? Selbst in den teils sehr ruhigen Passagen weiß die Band zu überzeugen. Ich bin eigentlich kein Prog-Fan, aber für mich ist das Album ein absolutes Meisterwerk.
Al Da
gepostet am: 17.09.2011

User-Wertung:
4 Punkte

Für mich nicht. Auch diese Band ist durch. Nun machen sie einen auf Cat Stevens auf Prog-Trip oder was? Die Gesänge gefielen mir früher viel besser, weil sie die Atmosphäre der Songs veränderten. Jetzt klingt alles nach gewollt intellektueller Kaufhausmucke, sorry. Schwach.
Stef
gepostet am: 17.09.2011

User-Wertung:
11 Punkte

WILSON!!!
Jürgi
gepostet am: 21.09.2011

User-Wertung:
6 Punkte

Hey da fehlen die typischen Grunts!! Was soll denn das jetzt!! So ist mir das zu lahm. Ist gar nicht mehr die gleiche Band!!
Savedro
gepostet am: 22.09.2011

User-Wertung:
4 Punkte

Ich bin ein zu grosser Fan um Opeth den Rücken zu kehren. Jedoch sind die 2 Minuten im Lied "Folklore" (ab 5.50) einfach zu wenig. Diese 2 Minuten haben es derart in sich, kriege jedes Mal einen Schauer über den Rücken. Opeth hat nach meiner Meinung dieses Album vermasselt. Damnation und dieses Lied zeigen, dass es nicht nötig ist zu growlen - es braucht einfach Pepp und Ohrwurm-riffs (welche wie in diesen 2 Minuten von Mikael singend begleitet werden). Wieso nicht mehr davon in diesem Album - die meisten Lieder triefen einfach vor sich hin - besonders "Famine"... wenn Opeth auf dieser Schiene weiterfahren will, dann hoffentlich mit packenderem Sound. Heritage ist nichts weiter als eine "Gute-Nacht-Geschichte".
Jürgi
gepostet am: 22.09.2011

User-Wertung:
14 Punkte

scheint genau die art Opeth Fan zu sein, die mirko und nils meinten! :-)

ich find das neue album geil, und ich habe mir gerade wegen der grunzerei die alten sachen nicht angehört.
Holger
gepostet am: 22.09.2011

User-Wertung:
14 Punkte

jetzt hab ich jürgi als namen eingegeben! Sorry! das war ich! ich bin es gewohnt, dass die zeile oben der betreff ist!
Jürgi
gepostet am: 23.09.2011

User-Wertung:
5 Punkte

Du bist nicht ich!!! Sei ehrlich Du wolltest nur den Schnitt verbessern :)
Bei mir steht das Teil nun bei 5 :(
heiner
gepostet am: 25.09.2011

User-Wertung:
2 Punkte

was für ein lahmes album. da hör ich lieber nochmal die originale aus den 70ern.
Mueschi
gepostet am: 26.09.2011

User-Wertung:
7 Punkte

Um es kurz zu machen: Heritage wird das erste Opeth-Album sein das nicht in meine Plattensammlung wandert.
Ich habe viel Respekt vor der künstlerischen Vielfalt und dem Mut so eine Scheibe rauszubringen. Allerdings rockt die Scheibe einfach nicht. Man braucht nicht unbedingt härte und growls um zu rocken, das haben Opeth schon öfter unter Beweis gestellt. Aber das genialste an Heritage ist für mich das Cover, leider.
Mueschi
gepostet am: 26.09.2011

User-Wertung:
7 Punkte

@Savedro: Bin der gleichen Meinung. Ab Minute 5:50 im Song Folklore gibts Gänsehaut, aber halt nur da und nur in dem Song. Ist einfach zu wenig.
Xtopf
gepostet am: 29.09.2011

User-Wertung:
7 Punkte

Ich höre alle Nase lang von den Leuten, die das Album abfeiern, dass es an der subjektiven Erwartungshaltung läge, ob man das Album nun mag oder nicht. Ich WUSSTE vorher, dass das Album ein ruhiges verträumtes 70er-Album ohne Härte und Growling werden sollte. Grundsätzlich sagt mir so etwas zu.

Doch Heritage plätschert auch nach dem nun siebten Hördurchlauf vor sich hin, fadet teilweise völlig aus und beginnt dann irgendwann ohne jeglichen roten Faden wieder an irgendeiner Stelle mit irgendwelchen eingestreuten sphärischen Tönen. Das Ganze Album klingt wie ein vertontes trauriges Gebet.

Ich merke auch, dass das Album eine Art unpersönliche Kälte ausstrahlt. Das sei in der Kunst erlaubt, doch wenn mich das Album nicht ab und zu auch rührt (damit sei die gesamte Bandbreite von Emotionen gemeint) kann ich es eben nur noch "interessant" finden und wieder zurück ins Regal stellen.

Das ist mir einfach nicht genug.

Ein Paradebeispiel für einen gelungenen ruhigen und dennoch interessanten und aufwühlenden Song ist Burden von Watershed.

Den und das ganze Album Watershed höre ich in Zukunft wohl noch öfter wenn ich _Opeth_ hören möchte, Heritage wohl eher kaum.

Dennoch bleibt ein Rest Hoffnung, dass irgendwann der ein oder andere Song ein wenig besser hängenbleibt.
EinGast
gepostet am: 02.10.2011

User-Wertung:
12 Punkte

Ich finde Xtopf beschreibt es ganz gut mit "Das ganze Album klingt wie ein vertontes trauriges Gebet."
Das kann, muss man aber natürlich nicht mögen.
Ich selbst bin ein großer Fan der härteren Opeth-Alben (1-9 ;)). Dieses Album zündet nicht so wie die anderen.(Punkt)
Je öfter ich es höre, desto besser finde ich es aber dennoch. Ein ganz eigenes flair. Eine Art laue, zähflüssige und rauchige Eleganz...
Achja...und, dass es Opeth sind, kann man definitiv hören!
Ich freue mich auf das Konzert dazu.
Jashugan
gepostet am: 02.10.2011

User-Wertung:
8 Punkte

ich muss ehrlich sagen, dass ich mir das album erst ein 2tes mal anhören musste, bevor ich etwas damit anfangen konnte und trotzdem hinterließ es erst ein eher mulmiges gefühl, bevor ich mich mit ihm anfreunden konnte.

mir hatte der instrumentale part gefallen, auch wenn er simpler ist als bei den vorherigen alben, auch wenn ich opeths überlange lieder sehr, sehr mag, gerade weil sie dann oft noch sehr interessante passagen beinhalteten. mich stört nicht, dass mikael nur clean gesungen hat, was ich jedoch schade fand, war, dass sich seine stimme so elektronisch anhört, bei damnation hatte er auch clean gesungen, jedoch hörte sich das imho wesentlich besser an.
auch schade finde ich, dass die beiden songs auf der bonus-dvd nicht im eigentlichen album sind, da sie mir neben folklore noch am besten gefallen haben und imho auch besser zu dem vorherigen opeth stil gepasst hätten.
Julian
gepostet am: 30.10.2011

User-Wertung:
15 Punkte

Ein absolut grandioses Album!
Beim hören des 5.1 Mixes war ich so erstaunt das es direkt auf den ersten Platzt meiner persöhnlichen Charts rutschte!
AleX
gepostet am: 28.11.2011

User-Wertung:
15 Punkte

Sehr geiler Artikel!
Ich als eingefleischter Opeth Fan finde zwar auch dass es anders ist als die anderen Alben, aber es hat dieses Etwas was alle Opeth Alben haben. Man kann es sich noch 100 mal anhören und entdeckt immer wieder was neues. Grossartig!!
Thyphon
gepostet am: 14.12.2011

User-Wertung:
7 Punkte

Ich bin ein Opeth-Fan, seit ich mir vor 10 Jahren die Blackwater Park aufgrund des geilen Covers, des verspielten Bandlogos und des vorher konsumierten Bieres spontan auf dem W:O:A gekauft habe. Seit dem habe ich alle Alben der Band gekauft und fand eigentlich auch durchweg alle klasse.

Ich bin der Letzte, der einer Band vorschreiben will, wie sie zu klingen hat; Musik ist Kunst und kann an keine Erwartungshaltungen geknüpft werden. Insofern kümmert mich die neue Ausrichtung der Band eher wenig. Dennoch will Heritage in meinen Ohren nicht so recht zünden; k.A. woran das liegt, aber fakt ist, dass ich das Album auch nach mehreren Hör-Durchläufen und der Live-Darbietung vor 3 Wochen in Hamburg nicht griffiger geworden ist; es ist und bleibt über große Strecken schlicht langweilig.

Ich glaube das, stünde statt Opeth der Name irgendeiner Newcomer-Band auf dem Album, die Bewertungen im Durchschnitt nicht bei 12 sondern eher bei 7 stehen würden.

Aber das ist nur meine Meinung - THX für die Aufmerksamkeit.
techdeathasi
gepostet am: 01.06.2012

User-Wertung:
5 Punkte

Langweilig,selbst für Opeth Verhältnisse.

Dann lieber Porcupine Tree.
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