Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Soniq Theater: Soniq Theater (Review)

Artist:

Soniq Theater

Soniq Theater: Soniq Theater
Album:

Soniq Theater

Medium: CD
Stil:

Elektronischer Progressive Rock

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 69:17
Erschienen: 05.07.2000
Website: [Link]

Es war sicher eine kluge Entscheidung von ALFRED MUELLER, sein Solo-Projekt unter SONIQ THEATER, aber nicht unter dem eigenen Namen laufen zu lassen – der Vorname eines der größten Fernseh-(Koch)-Quasselstrippen (Bioleck) kombiniert mit dem am häufigsten in Deutschland vorkommenden Nachnamen machen nicht gerade einen multimedialen Reiz aus. Und jede Google-Suchanfrage würde wohl im ewigen Nirvana mehrerer Millionen Einträge untergehen.

SONIQ THEATER klingt da ganz anders – und passt natürlich viel besser zur Musik des „einsamen Keyboarders“. Obwohl sein Solo-Dasein wohl in dieser Form nicht geplant war. Von 1991 bis 1997 war Alfred Müller der Kopf hinter der Musik von RACHEL'S BIRTHDAY, einer Band, die 1996 mit „An Invitation To Rachel's Birthday“ eine progressives Rockalbum vorlegte, das in dieser Form auf ganz Großes im Prog-Bereich aus Deutschland hoffen ließ. Doch die Hoffnungen wurden kurze Zeit später wortwörtlich begraben, da persönliche und musikalische Differenzen zum Ausstieg von Alfred Müller aus der Band führten. Danach erschein dann noch eine müllerlose EP von Rachel's Birthday, die eigentlich nur noch Folk-Rock zu bieten hatte und sich besser Rachel's Funeral hätte nennen sollen.

Doch glücklicherweise entschied sich Alfred Müller solo unter dem Namen SONIQ THEATER weiter zu machen und bringt mit bisher jährlicher Regelmäßigkeit seit dem Jahr 2000 eine CD nach der anderen heraus, die alle Anhänger progressiver Instrumentalmusik glücklich machen sollte. Vielleicht war ja auch der Auslöser für seine solistischen Aktivitäten der „First Class Arward“ der Princeton Universität für Müllers Kompositionen. Einen Preis, den er sich wirklich verdient hat, wenn man bereits das erste 2000er-Solo-Album, schlicht „Soniq Theater“ betitelt, anhört.

Bereits der erste Titel eröffnet ein progressives Feuerwerk, das einen an das instrumentale Spätwerk von GONG oder auch PIERRE MOERLEN'S GONG erinnert. Schon wenige Titel später fühlt sich der Hörer dann in die musikalischen Welten solcher Bands wie MAGELLAN oder MASTERMIND versetzt. Es ist schon beachtlich, was Alfred Müller so alles aus seinen Keyboards heraus holt, die mal dem Bombast eines RICK WAKEMAN noch zu YES-Zeiten huldigen oder die melodiösen Spannungsbögen von VANGELIS erklingen lassen. Hierbei versucht der leider viel zu wenig beachtete deutsche Tastenmann schon bei seinen Titelnamen in den Vorstellungen der Hörer gewisse Bilder zu entwickeln, die er dann mit seiner Musik stimmungsgemäß untermalt. Beispielsweise bricht auf dem Titel „Tsunami“ nach einem ruhigen Einstieg ein Keyboardgewitter los, das der Naturkatastrophe des Titels alle Ehre macht. Oder mit „Leftoverture“ erhält Müllers Lieblingsalbum von KANSAS zwar eine Würdigung, obwohl die Musik selber nur wenig an Kansas erinnert.

Manchmal scheppert leider das elektronische Schlagzeug doch zu deutlich auf dem Album und es kommt der Wunsch auf, dass Alfred Müller in dieser Beziehung auch mal auf die klassischen Instrumente, wie Schlagzeug oder Gitarre, zurückgreift. Aber was soll's – Alfred Müller ist eben kein MIKE OLDFIELD, selbst wenn die eine oder andere Komposition auf „Soniq Theater“ an den Tubular-Bells-Gott erinnert.

FAZIT: Insgesamt ein progressiv-symphonisches Keyboard-Album, das wirklich Lust auf mehr macht. Alfred Müller ist eine Entdeckung am Musikhimmel der schwarzen und weißen Tasten! [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 2189x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Rondeo
  • Unicorn
  • Pandora's Box
  • Minka E Rano
  • Excalibur
  • Jurassic Classic
  • The Power And The Glory
  • Tsunami
  • Palace Of Glass
  • Laughing Through My Tears
  • Leftoverture
  • Hydra
  • Crying Sky
  • The Riders Of Rohan
  • Cinemagic
  • Dans Le Nuages

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Wer anderen eine ___ gräbt, fällt selbst hinein.

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!