Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Scar Symmetry: The Singularity (Phase I - Neohumanity) (Review)

Artist:

Scar Symmetry

Scar Symmetry: The Singularity (Phase I - Neohumanity)
Album:

The Singularity (Phase I - Neohumanity)

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Melodic Bombastic Progressive Death Metal

Label: Nuclear Blast
Spieldauer: 43:27
Erschienen: 03.10.2014
Website: [Link]

Als SCAR SYMMETRY 2005 mit „Symmetric In Design“ erstmals auf der Bildfläche erschienen, waren die Kritiken angesichts des furiosen Stilmixes aus ebenso melodischem wie progressivem Death Metal durch die Bank weg euphorisch. Dass die Schweden knappe zehn Jahre später allerdings ein Werk wie „The Singularity (Phase I – Neohumanity)“ veröffentlichen würden, war damals bei aller Musikalität bei weitem nicht abzusehen.

Der Titel des Albums und Stücke wie „Cryonic Harvest“, „Children Of The Integrated Circuit“ oder „Technocalyptic Cybergeddon“ dokumentieren: Hier kommt keine leicht zu konsumierende Kost, nichts, was man mal eben nebenbei zum Gurkenschneiden in der Küche hören (geschweige denn verstehen) kann. Auch nach nunmehr mindestens 20 intensiven Hördurchgängen schwankt der Autor noch zwischen „boah“, „unglaublich“, „Wahnsinn“, „spielerische Champions League“ auf der einen Seite und „verkopft“, „überladen“ und „weniger wäre mehr gewesen“ auf der anderen Seite.

Grundsätzlich lassen sich SCAR SYMMETRY auch 2014 immer noch dem melodisch-progressiven Death Metal zuordnen, doch die Grenzen hat der Fünfer mittlerweile so ausgedehnt, dass man schon geneigt ist davon zu reden, dass es gar keine Grenzen mehr gibt. Ultraeingängige Refrains, zuckersüße Melodien und Chöre, die selbst manche AOR-Combo nur mit der Kneifzange anpacken würde, extrem verschachtelte Passagen, fast schon 1:1-Rip-offs bei DREAM THEATER, wüste Knüppelpassagen, derbe Growls – „The Singularity“ deckt ein extrem weites Feld ab. Und am Ende schaffen es SCAR SYMMETRY tatsächlich, dass man in den allermeisten Fällen einen roten Faden erkennen kann, machen die bis zu zehn Minuten langen Songs durchgehend Sinn.

FAZIT: SCAR SYMMETRY klangen nie vielschichtiger, niemals abwechslungsreicher, niemals melodischer, niemals progressiver und niemals metallischer – allerdings, und das wird den einen oder anderen sicherlich abschrecken – niemals überladener. Am Ende entscheidet sich der Kritiker allerdings dafür, dass „The Singularity“ ein ziemlich bockstarkes Album ist. Auch wenn beim nächsten Mal die eine oder andere Schraube tatsächlich mal wieder etwas gelockert werden darf. [Album bei Amazon kaufen]

Lothar Hausfeld (Info) (Review 2707x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • The Shape of Things to Come
  • Neohuman
  • Limits To Infinity
  • Cryonic Harvest
  • The Spiral Timeshift
  • Children Of The Integrated Circuit
  • Neuromancers
  • Technocalyptic Cybergeddon

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Neurocean
gepostet am: 24.10.2014

User-Wertung:
12 Punkte

Nachdem ich diese Band eigentlich aufgegeben hatte, kommt der erste Teil dieser Trilogie recht erfrischend daher. Ich verstehe jedoch nicht ganz, was daran zu überladen sein soll? Ich hätte durchaus noch einen progressiven Nachschlag vertragen können.
aminor
gepostet am: 01.11.2014

User-Wertung:
11 Punkte

Sicher, die Männer habs drauf. Keine Frage. Mir ist es aber bisher auch zu überfrachtet. Bei meiner lieblings-Scar Symmetry Scheibe "Holographic Universe" gabs noch eingängiere Riffs und klarere Strukturen, die ich jetzt vermisse. Mir sind die neuen Songs etwas ZU komplex...
Acuros
gepostet am: 23.02.2015

User-Wertung:
13 Punkte

Na ja, grundsätzlich kann man es nie allen recht machen, dafür sind die Geschmäcker eben zu verschieden.

Wie auch immer: Für mich das bislang beste Scar-Symmetry-Album. Ja, es ist komplex und vollgepackt, aber weil ich diese Mischung doch sehr mag: 13 Punkte durch den vergleichsweise leichten Einbruch nach den ersten 4 bis 5 Liedchen (Intro + 3/4 starke Teile), der aber dank des letzten, tatsächlich noch stärkeren Longtracks wieder weitestgehend ausgeglichen wird.

Ich hätte nicht gedacht, dass mir nochmal ein Album der Band mit neuen Sängern gefallen wird; hatte fast schon vergessen, nach neuen Werken Ausschau zu halten - da kam unverhofft dieses Review. Daher auch speziell Danke an den Ersteller - wer weiß, wie lang ich sonst nix davon gewusst hätte ...

Album-Favoriten: Besonders "Technocalyptic Cybergeddon" (auf den Titel muss man erstmal kommen) sowie auch die Lieder 2 bis 4. Abgesehen von Intro/Intermezzo schwächelt nur "Neuromancers" leicht - und auch das ist für sich genommen immer noch gutes Lied.
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich nicht um ein Getränk: Kaffee, Tee, Bier, Schnitzel

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!