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King Dude: Sex (Review)

Artist:

King Dude

King Dude: Sex
Album:

Sex

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Neo Folk, Post Punk, Gothic, Psychedelic, Akustisches

Label: Ván Records / Soulfood
Spieldauer: 40:18
Erschienen: 28.10.2016
Website: [Link]

Sex sells!
Getreu diesem Motto, dass sich alles, was mit Sex zu tun hat, immer etwas besser verkauft, dürfen wir uns diesmal mit den sexuellen Vorlieben von KING DUDE beschäftigen, der mit „Sex“ bereits sein se(x/chs)tes (War das Absicht?) Album veröffentlicht. Und so viel sei vorab schon einmal gesagt, der König mag‘s nicht besonders hart, eher ruhig, bedächtig und rhythmisch, allerdings nicht ohne auf den einen oder anderen ekstatischen Ausbruch zu verzichten.

Würden die SISTERS OF MERCY sich zu einem Stelldichein mit NICK CAVE einfinden, der gleich noch ein paar GRINDERMAN-Musiker mitbringt, um LOU REED im VELVET UNDERGROUND einen himmlischen Besuch abzustatten und ihm „The Girls“ zu widmen, dann wären sie dem musikalischen Befehl des KING DUDE gefolgt. Aber auch TIAMAT fühlten sich auf dem königlichen Hofe des Dudes sehr wohl. Wer wiederum eine Schwäche für Gothic und Bowies „Black Star“ hat, der wird bei „Our Love Will Carry On“ große Ohren machen – und der Text dazu sitzt natürlich auch: „Oh the dead have come and gone / Our love will carry on.“

Aber es scheinen auch ein paar seltsame Veränderungen in KING DUDE vorgegangen zu sein, denn nachdem er auf seinem vorherigen Album noch zu der Erkenntnis kam „Death Won‘t Take Me“ ist ihm nach wahrscheinlich jeder Menge „Sex“ und viel TOM WAITS klar geworden „I Wanna Die At 69“. Selbst dem Punk, der eigentlich bisher bei KING DUDE (zum Glück) kaum eine Rolle spielte, verleiht dem „Sex“-Album eine völlig neue – aber im Grunde genommen echt verzichtbare und überflüssige Klangfarbe und lässt „Sex Dungeon USA“ zum schwächsten, fast peinlichen Song des Albums werden, bei dem sich selbst der Text in permanenten Wiederholungen des Songtitels erschöpft. Leider dreschen auch die „Swedish Boys“ in eine musikalisch ähnliche Kerbe. Zum Glück verbreitet das dann folgende Instrumental „Conflict & Climax“ etwas von der ENO/BOWIE-Atmosphäre bei „Art Decade“ von Bowies „Low“-Album. Das entschädigt einen für den vorangegangenen Punk-Rohrkrepierer und den mit den schwedischen Jungs noch folgenden!

Mit „Shine Your Light“, einer Piano-Ballade im besten CAVE-Stil, die einem von der ersten bis zur letzten (Achtung!) se(x/chs)ten Minute eine Gänsehaut der Extraklasse verpasst, endet „Sex“ entspannt und zärtlich und bringt uns zu dem FAZIT, dass...

„Sex“ von KING DUDE am Ende eben doch ein musikalischer Erguss der Extraklasse und keine schnelle Nummer ist, die man gleich wieder vergisst. Wer sich außerdem noch gerne ein erotisches Schwarz-Weiß-Poster samt nackter Frau und Schlange anschauen und sich auf der Rückseite den finsteren Texten zuwenden möchte, der wird mit dem großen, sechsfach gefalteten Booklet belohnt sowie einem nackten Frauenhintern auf der Rückseite des Digipaks. Purer Sex eben, mit dem man aber am ehesten ein Gothic-Girl, jedoch keine Schicki-Micki-Tanz-Maus oder strenge Religionsanbeterin zum erotischen Schäferstündchen animieren kann. [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 1373x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Holy Christos
  • Who Taught You How To Love
  • I Wanna Die At 69
  • Our Love Will Carry On
  • Sex Dungeon USA
  • Conflict & Climax
  • The Leather One
  • Swedish Boys Drum
  • Prisoners
  • The Girls
  • Shine Your Light

Besetzung:

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