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Secret Saucer: The Reset (Review)

Artist:

Secret Saucer

Secret Saucer: The Reset
Album:

The Reset

Medium: LP/Download
Stil:

Space-, Psyche- und Kraut-Rock, Electronic

Label: PsyKa Records
Spieldauer: 53:15
Erschienen: 25.05.2017
Website: [Link]

Alles zurück auf Anfang – es ist der Notknopf, für den wir uns entscheiden, wenn wir, weil gar nichts mehr geht, auf die Reset-Taste drücken. Und wenn dann wieder alles hochfährt, haben wir plötzlich gleich ein komplettes KRAFTWERK aktiviert. Zumindest aus musikalischer Sicht, wenn wir es mit den psychedelisch-elektronisch-krautrockenden SECRET SAUCER und ihrem aktuellen Album The Reset zu tun haben.

„Mercury“, das erste Stück der Vinyl-A-Seite, beginnt jedenfalls mit ein paar „Music Non Stop“-Takten, um uns dann größtenteils mit viel elektronischen Effekten in das frühe Krautrock-Universum der Marke AMON DÜÜL, NEU!, CLUSTER und HARMONIA zu entführen, wobei ein besonderer Leckerbissen die ausgiebigen Gitarren-Anteile sind, welche die oft sphärisch verspielten Sounds immer wieder mit rockigen Passagen bereichern.

Auch dass sich hinter einer amerikanischen Band, die sich den Namen SECRET SAUCER verpasst, natürlich auch ein gehöriger Schluck aus der „Suacerful Of Secrets“-PINK-FLOYD-Tasse runtergeschluckt wird, ist in diesem Falle schon eine Frage der Ehre, die das psychedelische Quintett immer wieder auf ihre einnehmende Musik-Art zu beantworten versteht und beispielsweise gleich auf dem folgenden Titel „Roaming Shores“ neben flotten Key- und Gitarren-Rhythmen auch einige klangvolle „Echoes“ hinterlässt, um daraufhin auf „Silver Tethers“ space-rockend davonzuschweben und stoner-rockend sowie synthie-zwitschernd am Ende auf dem „Beaten Path“ zu landen.

The Reset“ klingt wie ein Musik-Trip durch Zeit und Raum, vielleicht mit den OZRIC TENTACLES als Beifahrern, mal gediegen und entspannt wie MICHAEL ROTHERS Katzenmusik, dann wiederum psychedelisch, früh-floydanisch und alle „Dogs“ weckend oder düster bedrohlich, wie beim Titelstück, als würden nun die Monster aus einem Horror-Film mit den Zoolook-Klängen eines JEAN MICHEL JARRE geweckt.

In diesem Sinne lassen uns SECRET SAUCER keine Ruhe und schicken uns mit „The Reset“ auf eine bunte „ohrale“ Entdeckungsreise durch eine Welt, in der man als Liebhaber von Psyche und Kraut, Prog und Space, Drum und Bass, Gitarre und Synthie beileibe keine Reset-Taste zum Neustart irgendwelcher Musik-Abstürze benötigt, denn hier gibt‘s den echten Siebziger-Raketenschub und SECRET SAUCER werden zu unserem Scotty, der uns auf mit „Surfing On Saturn“ direkt in Richtung Traum-EROC-Enterprise beamt, denn auch der remasterte GROBSCHNITT-Klang dieses schwarzen Vinyl-UFOs ist nicht (be)rauschend, sondern kristallklar voller faszinierender Höhen, die wummernden, aber ebenso klaren Bässen und einem gut abgestimmten Schlagzeug, dominierenden Gitarren und stereo-verspielten Synthesizern gegenüber-, aber nie im Wege stehen. Eine echte Meisterleistung, die da EROC mit seinem Remastering mal wieder abliefert.

Und damit der Vinyl-Käufer nicht auf eine digitale Variante dieser Klangreise verzichten muss, gibt‘s zu der LP, die bei dem noch jungen Label PsyKa Records veröffentlicht wurde, gleich noch einen DL-Code zum Freirubbeln mit dazu.

FAZIT: „The Reset“ von SECRET SAUCER präsentiert uns auf schwarzem Vinyl eine ausgezeichnet klingende, bunte Kraut-&-Space-Rock-Mischung mit ausgiebigen Synthesizer-Spielereien und natürlich so einigen, dem Bandnamen entsprechenden, frühfloydanischen Psyche-Huldigungen.

PS: Und wo das Album von Freunden guten Progrocks gekauft wird, ist ja eigentlich klar, genau hier mit einem Klick und nicht bei... [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 381x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Seite A (26:32):
  • Mercury (2:34)
  • Roaming Shores (6:29)
  • Silver Tethers (7:18)
  • The Reset (4:00)
  • Surfing On Saturn (6:11)
  • Seite B (26:43):
  • Treading On Crystal Light (6:45)
  • We‘re Waiting (2:14)
  • Orbital Perturbation (6:34)
  • Burning Colors (6:00)
  • Beaten Path (5:09)

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