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Sleeping Pandora: Quiet Pass (Review)

Artist:

Sleeping Pandora

Sleeping Pandora: Quiet Pass
Album:

Quiet Pass

Medium: CD/Download
Stil:

Instrumentaler, psychedelischer Kraut- und Space-Rock plus Electronics

Label: Clostridium Records
Spieldauer: 79:00
Erschienen: 27.10.2017
Website: [Link]

Genau solche Alben wie Quiet Pass“ von SLEEPING PANDORA sind es, die bei einem Redakteur, der psychedelischen Space-Rock und das geile NEU!e, HARMONI(KA)sche Musikkraut längst vergangener Jahre liebt, wenn sie überraschend auf seinem Schreibtisch einflattern, die große Freude und Anerkennung auslösen. Schön, dass man als Teil der schreibenden Zunft die Möglichkeit hat, Andere wenigstens auf diesen weiteren kleinen Kraut-Edelstein aufmerksam zu machen, an dem garantiert auch ein MICHAEL ROTHER genauso wie EROC, man betrachte nur mal das „Wolkenreise“-Cover, ihre Freude hätten, weil sie sich ein wenig darin wiedererkennen.

Quiet Pass nimmt uns mit auf eine ganz spezielle Reise, deren Pilot die noch schlafende Pandora ist, hinter der sich der Gitarrist Mathias Rosman verbirgt, welcher zuvor in der Band COSMIC FALL Gitarre spielte sowie sang und deren Musik unser Kollege Jehle als eine Kombination aus „starken, erdigen Stoner-Passagen mit psychedelisch erblühenden Soli“ beschrieb.
Diese Soli steuerte natürlich Gitarrist Rosman bei, der auf seinem Solo-Album zum echten „Starsailor“ (Sternensegler) wird und so seine Gitarrensoli vollends in sage und schreibe insgesamt 79 Minuten und sechs langen, epischen Stücken auch auf „Quiet Pass“ auslebt, wozu er selber schreibt: „‘Quiet Pass‘ besteht aus sechs langen Stücken, welche alle einen elektronischen und psychedelischen Hauch aufweisen. Die Gitarre wurde bei allen Stücken improvisiert und jeweils in einem Singletake aufgenommen. Anschließend folgte die Nachbearbeitung der Spuren, um die Dynamik der Jam-Stücke auf den Punkt zu bringen. Ähnlich meiner vorangegangenen Arbeit in der Band COSMIC FALL lassen sich unschwer psychedelische Einflüsse von der Hand weisen.“
Genau! Das ist eben die große Stärke, neben dem übrigens sehr gut gemastert und gemixten Sound, der sich voluminös aus unseren Lautsprechern ergießt, von „Quiet Pass“, dem instrumentalen Tripp durch Zeit und Raum.

Auf „Sunrizer“ dürfen wir dann sogar eine gute Viertelstunde lang tief in TANGERINE DREAM- und ASHRA-Sphären abtauchen, in denen auch ein EDGAR FROESE oder MANUEL GÖTTSCHING immer wieder zur Gitarre griffen und sich ausgiebig daran austobten, um uns durch fremde Klangräume schweben zu lassen, die unter anderem – um die Parallele zu verdeutlichen – einen Titel wie „Sunrain“ (von ASHRAs 76er-Album „New Age Of Earth“) oder „Sunrise In The Third System“ (von TANGERINE DREAMs 71er-Album „Alpha Centauri“) trugen, während der das Album abschließende Zwölfminuter „Icarus“ deutliche PINK FLOYD-Psychedelic verbreitet.

Ja, wenn die Pandora erwacht und ihre Box öffnet, erschüttet sich nicht, wie vielen sicher aus der Mythologie bekannt sein wird, Leidvolles und Übles über uns, sondern Klangvolles und Traumreisen, die getragen von sphärischen Gitarrenklängen uns in weite Welten, mit unseren Ohren schwebend wie ein Adler trägt.

FAZIT: „Quiet Pass“ ist eine echte Entdeckung für alle progressiven Freigeister, die instrumentalen, mitunter hypnotischen Krautrock zwischen NEU! und ASHRA, aber auch TANGERINE DREAM und PINK FLOYD lieben. Wenn die SLEEPING PANDORA erwacht und ihre Dose öffnet, dann erwartet uns kein Unheil, sondern richtig guter, psychedelisch-krautiger Instrumental-Rock, auf dem uns besonders eine Gitarre in ungeahnte Sphären entführt.

PS: Und wo das Album von Freunden guten Progrocks gekauft wird, ist ja eigentlich klar, genau hier mit einem Klick und nicht bei... [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 255x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Spherica
  • Through The Maze
  • Starsailor
  • Sunrizer
  • Silvershaker
  • Icarus

Besetzung:

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