Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Antipeewee: Infected By Evil (Review)

Artist:

Antipeewee

Antipeewee: Infected By Evil
Album:

Infected By Evil

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Thrash Metal

Label: This Charming Man
Spieldauer: 37:27
Erschienen: 29.06.2018
Website: [Link]

Sachen gibt's … Wie konnte man ANTIPEEWEE in Anbetracht des unter nachgewachsenen Metal-Fans noch anhaltenden Thrash-Booms zwei Alben lang gänzlich übersehen? „Infected By Evil“, das dritte Werk der Bayern, zeigt nun eine in allen Belangen ausgereifte Band, die sicherlich nicht von gestern auf heute so versiert geworden ist.

Beschäftigt man sich im Nachhinein mit dem Vorgänger von "Infected By Evil" ("Madness Unleashed"), sind ANTIPEEWEE darauf ein Schatten dessen, was sie jetzt zeigen. Für die finstere Stimmung der aktuellen Stücke der Gruppe stand wie so oft nicht nur im Metal die Belletristik von Horror-Kultautor Howard Phillips Lovecraft Pate. Das Quintett hat schon in der Vergangenheit auf Figuren des Pioniers des Grauens zurückgegriffen, dies allerdings auf in eher humoriger Form, und nun herrscht bitterböser Ernst.

Die finstere Note, die das neue Material durchwirkt, hebt seine Schöpfe wohltuend von schnödem Fun-Crossover ab, gleichwohl dessen energischer Biss und hymnischer Charakter erhalten bleiben. Neben obligatorischen Gang-Shouts und schleppenden Midtempo-Passagen zum Abmoshen spritzen ANTIPEEWEE ihre Songs nun auch mit einem gehörigen Schuss Melodien auf, der das Profil der jeweiligen Komposition zusätzlich schärft.

Im Titeltrack zeigen Gitarristin Cora Baier und ihr Kompagnon Johannes Scheugenpflug eine Vorliebe für frühen britischen Metal (Stichwort zweistimmiges Spiel), ehe der Vorschlaghammer ausgepackt wird, doch darauf lassen sich ANTIPEEWEE nicht einmal für die Dauer eines Songs festlegen; stattdessen verleihen sie dem Stück Mitsing-Kompatibilität, nicht zuletzt mithilfe von Gast-Schreihals Lenny von Dust Bolt.

Ebenfalls fies eingängig: 'DAGON', die Speed-Feier 'Symphony Of Doom' und eine Carpenter-Hommage in Gestalt von 'Obey, Consume and Die!' als thematischer Ausreißer, fertig ist eine …

FAZIT: … überdurchschnittlich gute Thrash-Scheibe aus dem deutschen Untergrund, die mehr von den amerikanischen Quertreibern Holy Terror oder frühen Hades (minus Heulbojen-Gesang) hat als von anderen Jungspunden, etwa Municipal Waste und Havok. [Album bei Amazon kaufen]

Andreas Schiffmann (Info) (Review 296x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Intro
  • Hideous Fate
  • Infected By Evil
  • Symphony Of Doom
  • Dreams In The Witchhouse
  • Buried (No Way Out)
  • Army Of Deep Ones
  • DAGON
  • Obey, Consume And Die
  • Azathoth (Open The Gates)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Vervollständige: Wer anderen eine ___ gräbt, fällt selbst hinein.

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!