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Chris Farlowe: From Here To Mama Rosa With The Hill (1970) (Review)

Artist:

Chris Farlowe

Chris Farlowe: From Here To Mama Rosa With The Hill (1970)
Album:

From Here To Mama Rosa With The Hill (1970)

Medium: CD
Stil:

Progressive Blues-Rock

Label: Repertoire Records
Spieldauer: 55:10
Erschienen: 10.09.2017
Website: [Link]

„From Here To Mama Rosa With The Hill“ mit THE HILL ist aus Sicht von CHRIS FARLOWE ein Übergangsalbum geworden, das allerdings aus dem Blickwinkel vieler Prog-, Blues- und Psychedelic-Rock-Fans sicher liebendgern mehr als nur der Übergang von den THUNDERBIRDS zu COLOSSEUM hätte werden können. Für das ursprünglich im Jahr 1970 erschienene und endlich von Repertoire Records neu aufgelegte, mit drei Bonustiteln und einem achtseitigen Booklet mit der von Chris Welch erzählten Geschichte hinter Album und Band versehene Album als CD im Digipak war es wirklich allerhöchste Zeit.

„From Here To Mama Rosa With The Hill“ ist durch die gekonnte Verschmelzung progressiver Musik mit viel Blues und psychedelischen Ideen ein kleines, unbedingt auch heute noch zu entdeckendes Meisterwerk geworden, das natürlich maßgeblich auch von der charismatischen Stimme CHRIS FARLOWEs lebt und Auslöser dafür war, dass COLOSSEUM ihn entdeckten und als Ersatz für James Litherland wählten. Dort sang er dann auf ihrem Album „Live 1971“ wie ein wild gewordener Gott, sodass dieses Live-Album bis zum heutigen Tage zu den besten Live-Alben aller Zeiten gehört und in jedem gut sortierten Plattenschrank einen Ehrenplatz eingenommen hat.

Bereits mit THE HILL präsentierte Farlowe die breite Palette seiner stimmlichen Möglichkeiten, die im Gegensatz zu seinen heutigen Stimmqualitäten, in denen das Raue deutlich überwiegt, auch noch kristallklar klingen konnte und die vielen symphonischen Ausflüge, die Streicherpassagen und das immer wieder auftauchende Cello mit sauberem Klargesang, der immer wieder, wenn die Musik rockiger wurde, in die raue Blues-Röhre überging, umrahmte.
Farlowe bewegte sich hier bereits in Richtung seines vokalen Zenits, den er mit COLOSSEUM dann endgültig erklomm. Und bei der Ballade „Winter Of My Life“ befindet sich Farlowe schon auf seiner stimmlichen Spitze.

Bereits mit „Travelling Into Make-Believe“ kündigt sich die offensichtlich progressive Ausrichtung der LP (jetzt natürlich CD) an, die zugleich durch die längeren Songs viel Freiräume für instrumentale Soli und Symphonisches wie härter Rockendes und urwüchsigen Blues erhält.

Die drei Bonus-Titel, die Repertoire auf die CD-Ausgabe dieses Albums mit draufgepackt hat, sind allesamt Single-Aufnahmen, von denen die erste extrem soulige Nummer „Put Out The Lights“ mit breiter Bläserfraktion aufwartet, während die beiden anderen Songs von einer 1968er-Single der THUNDERBIRDS stammen, die noch in Mono aufgenommen wurden. Eine feine, für alle Sammler sicherlich sehr interessante Beigabe, auch weil alle Titel vom Sound her wirklich sehr gut klingen und CHRIS FARLOWE darauf seine Röhre so richtig „röhren“ lassen kann.

FAZIT: Auf „From Here To Mama Rosa With The Hill“ (1970) – übrigens benannt nach dem italienischen Drogendealer, von dem die Band sich ihren Stoff besorgte – von CHRIS FARLOWE und seiner damaligen Band THE HILL lassen die THUNDERBIRDS noch deutlich grüßen, während am Horizont bereits der funk-progressive COLOSSEUM-Sound aufgeht. [Album bei Amazon kaufen]

Thoralf Koß (Info) (Review 722x gelesen, veröffentlicht am )

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Tracklist:
  • Travelling Into Make-Believe
  • Fifty Years
  • Where Do We Go From Here?
  • Questions
  • Head In The Clouds
  • Are You Sleeping
  • Black Sheep Of The Family
  • Winter Of My Life
  • Mama Rosa
  • Bonus Tracks:
  • Put Out The Lights (A-Side, 1970)
  • Dawn (mit den Thunderbirds, A-Side, 1968)
  • April Was The Month (mit den Thunderbirds, B-Side, 1968)

Besetzung:

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