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Crystal Ball: Crystallizer (Review)

Artist:

Crystal Ball

Crystal Ball: Crystallizer
Album:

Crystallizer

Medium: CD/Download
Stil:

Melodic Metal

Label: Massacre Records
Spieldauer: 51:16
Erschienen: 27.04.2018
Website: [Link]

Die Schweizer CRYSTAL BALL stehen nicht erst seit gestern für hochwertigen Melodic Metal und haben es verstanden sich seit Ihrer Gründung 1999 kontinuierlich zu verbessern. Dementsprechend hat sich Ihre Fanbase ebenfalls sehr positiv entwickelt. Nicht erst seit dem letzten Album „Dèjá-Voodoo“ vom September 2016 zähle auch ich dazu. Knapp anderthalb Jahre später steht nun dessen Nachfolger in den Regalen und der Trend geht unvermindert weiter.

Nach einem sehr kurzen Intro imponieren bereits die ersten Gitarrenriffs von Scott Leach und Tony Castell, ehe Sänger Steven Mageney das Ruder in die Hand nimmt und beim Titeltrack mit einer tollen Melodieführung und einem mitreißenden Refrain zu überzeugen weiß. Die raue Stimme des Wuppertalers passt einfach perfekt zum von Stefan Kaufmann (Ex-ACCEPT, Ex-U.D.O.) produzierten Sound, der abermals keine Wünsche offen lässt.
Das anschließende „Curtain Call“ zählt sofort zu den Highlights des Jahres. Ein Midtempotrack mit Ohrwurmcharakter, wie ihn SHAKRA nicht besser hinbekommen hätten. Eben diese Ohrwurmmelodien machen „Crystallizer“ aus – da passt jedes Break, jeder Chorus, jedes Solo – die Erfahrung aus über 20 Jahren (und mehr) im Business ist den Schweizern deutlich anzumerken, ohne jemals verstaubt oder eingefahren zu klingen.
Zu „Alive For Evermore“ haben CRYSTAL BALL außerdem ein Video produziert. Zwar ein guter Song, aber keiner der Höhepunkte auf dem Album.
Dazu zählt dafür das flotte „S.O.S.“, bei dem die Steigerung von Strophe über Bridge zu Refrain einfach genial gelungen ist. Stark an U.D.O. erinnert „Gentleman‘s Agreement“, was auf Grund der Tatsache, dass Stefan Kaufmann fast schon sechstes Bandmitglied ist, nicht weiter verwundert. Besonders der starke Groove und die Melodieführung lässt Erinnerungen an deren 89er-Album „Mean Machine“ wach werden.

Der Eine oder Andere wird wohl einwenden, dass es im Grunde keine großartigen Veränderungen im Vergleich zu „Déjà-Voodoo“ gibt. Doch warum sollte genau das, was einen auszeichnet, auch auf Teufel komm raus links liegen gelassen werden?
Selbstverständlich bietet „Crystallizer“ auch neues Futter für die Balladen-Fraktion, namentlich „Let Her Go With Love“, welches ein paar Durchläufe benötigt, um hängen zu bleiben, und der Digipack-Bonustrack „Exit Wound“, bei dem die Keyboards etwas zu dominant sind, der aber dann doch in den Gehörgängen hängen bleibt.

Auf der Digipack-Version des Albums verstecken die Schweizer mit dem zweiten Bonussong „Satisfaction Guaranteed“ einen der stärksten Tracks des Album. Das schwer beeindruckende „Symphony Of Life“ (abermals mit starkem U.D.O.-Touch) schließt dann ein Album ab, welches in der nun doch schon beachtlichen Diskographie den Platz an der Sonne einnimmt.

FAZIT: CRYSTAL BALL machen wieder alles richtig und werden mit „Crystallizer“, nebst geilem Cover-Artwork, keinen Fan enttäuschen. Nun ist nur noch zu wünschen, dass auf der anstehenden Tour mit AXEL RUDI PELL der Fan-Kreis noch beachtlich erweitert wird und die Jungs endlich die Lorbeeren ernten, für die sie mit harter Arbeit den Grundstein gelegt haben. Fans des 80er-Jahre-Melodic-Metal und von Bands wie SHAKRA, GAMMA RAY, U.D.O. oder auch SAXON („Death On Holy Ground“ könnte genauso gut auf einer der letzten Scheiben der Briten enthalten sein!) müssen einfach zugreifen. Absolute Kaufempfehlung!

Markus "Rockingboy" Gruber (Info) (Review 1290x gelesen, veröffentlicht am )

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13 Punkte
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Tracklist:
  • Crystallizer
  • Curtain Call
  • Alive For Evermore
  • S.O.S.
  • Crazy In The Night
  • Gentleman’s Agreement
  • Let Her Go With Love
  • Beauty In The Beast
  • Death On Holy Ground
  • Satisfaction Guaranteed (Digi Pack Bonus)
  • Exit Wound (Digi Pack Bonus)
  • Dusty Deadly
  • Symphony Of Life

Besetzung:

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