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Primitai: The Calling (Review)

Artist:

Primitai

Primitai: The Calling
Album:

The Calling

Medium: CD/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Dissonance / Soulfood
Spieldauer: 54:00
Erschienen: 25.05.2018
Website: [Link]

Das dezent technoide Keksdosenorchester-Intro von "The Calling" stellt bereits in Aussicht, dass es bei PRIMITAI zeitgemäß zugeht, aber die Briten sind keine Electro-Kapelle, sondern möchten das reichhaltige Echtmetall-Erbe ihrer Heimat in Ehren halten, indem sie klassische Tugenden mit zackig modernem Sound aufbereiten.

Mit solchen Ambitionen stehen sie in ihrem geografischen Umfeld nicht allein da, doch wo andere Acts aus derselben jungen Generation wie PRIMITAI, vor allem solche aus dem Großraum London, auf Elemente aus dem Metalcore-Bereich setzen, um das Traditionelle aufzupeppen, verlässt sich dieser Haufen hier auf hymnisches Songwriting am Rand - wohlgemerkt immer noch mit gesundem Abstand - des Melodic Metal, wie man ihn insbesondere in Skandinavien (Schweden) längst perfektioniert hat. 'Curse of Olympus' mit seinem vordergründigen Gedudel wirkt in diesem Zusammenhang wie eine zahmere Version von DRAGONFORCE.

In ihren härtsten Momenten erinnern PRIMITAI ein wenig an deutsche Gruppen wie BRAINSTORM oder PRIMAL FEAR, allerdings ohne deren offensichtliche VICIOUS-RUMOURS- bzw. JUDAS-PRIEST-Anwandlungen. Die Tatsache, dass sich die Herren nicht auf einen einzigen älteren Vertreter ihrer ausgesuchten Zunft festlegen, macht "The Calling" genauso unverbindlich wie beliebig - gerade dann, wenn den Mitgliedern in schreiberischer Hinsicht die Luft ausgeht, was immer wieder geschieht.

Die starken Songs überwiegen allerdings zum Glück. Speziell das Komponieren schlagkräftiger Refrains mit Melodien, die eben nicht wie schon zigmal gehört klingen, geht der Band scheinbar mühelos von der Hand, und in dieser Hinsicht liegen das schnelle 'Overdrive' sowie .das auch mit beinahe sieben Minuten Länge lobenswert kompakte 'No Survivors' weit vorn.

FAZIT: Findet man sich damit ab, dass PRIMITAI als konservativ aufgestellte melodische Metal-Band mit knalliger Produktion nach 2018er Standard nicht die einzige Band sind, die im mittleren Tempobereich zu unauffällig agiert, bekommt man mit "The Calling" ein fast fabelhaftes Genre-Album zur Hand, an dessen Hooks man im Verhältnis zum allwöchentlich herauskommenden Szenedurchschnitt länger Freude haben wird. Nichts Aufsehenerregendes, sondern einfach gut.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 578x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
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Tracklist:
  • Possess Me
  • Demons Inside
  • Overdrive
  • Curse of Olympus
  • No Survivors
  • Memories Lost
  • Info the Light
  • Into the Dark
  • Tempest Returns
  • The Calling

Besetzung:

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