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Bobby Rush: Sitting On Top Of The Blues (Review)

Artist:

Bobby Rush

Bobby Rush: Sitting On Top Of The Blues
Album:

Sitting On Top Of The Blues

Medium: CD/Download
Stil:

Soul / Blues

Label: Deep Rush / Thirty Tigers
Spieldauer: 43:52
Erschienen: 16.08.2019
Website: [Link]

Emmet Ellis Jr. alias BOBBY RUSH geht in gleicherweise langsam (also geistig relativ jung) auf die 90 zu, wie er Zeit seines Lebens Gelassenheit beim Musizieren an den Tag legte, ohne behäbig zu werden. Darum beweist er auch auf seinem zigsten Studioalbum abermals Mut zum Erkunden verhältnismäßig neuer Aspekte innerhalb eines eigentlich recht eng gesteckten stilistischen Spektrums.

Der gebürtige Kalifornier (mag die Sonne deshalb so hell auf "Sitting On Top Of The Blues" strahlen?) pendelt 2019 weiterhin konsequent zwischen Soul und jenem klassischen Rhythm 'n' Blues, den sich etwa die frühen Rolling Stones als Vorlage genommen haben, um ihren Weltruhm zu begründen. So "rockt" auch BOBBY RUSHs neues Album gewissermaßen, bloß dass hier eben ein absolutes Original am Werk ist, dessen schier alterslose Stimme immer noch durch Mark und Bein geht.

Auf der Platte, die gemeinsam mit Vasti Jackson und Rushs langjährigem Zuarbeiter Scott Billington produziert wurde, sparen die Protagonisten an keinem Ende. Chorischer Gesang, fette Orgel- und Bläserpassagen sowie sich umspielende Gitarren prägen nahezu alle Tracks, nicht zu vergessen die Mundharmonika des Hauptakteurs. Seine Stimme braucht gar nicht ständig von einem feisten Groove unterlegt zu sein, sondern trägt sich auch alleine bzw. in einem minimalistischen Ambiente wie während des Schleichers 'Pooky Poo' und des Akustik-Blues 'Recipe For Love'.

Den Großteil der feudalen Kompositionen zeichnet jedoch ein urbanes Flair aus, wobei sich bereits in puncto Titulierung Selbstreferenzielles wie 'Hey Hey BOBBY RUSH' und 'Bobby Rush Shuffle' mit traditionellen Club-Tanznummern ('Slow Motion' - eng umschlungen, bitte!) und satten Kopfnickern ('Bowlegged Woman') abwechselt.

Rush blickt bei alledem ohne Wehmut auf sein umfangreiches Vermächtnis zurück, was dann auch die musikalische Bandbreite der Scheibe erklärt. Darüber hinaus bleibt der alte Mann ein Märchenonkel, dem man nicht nur am Lagerfeuer an den Lippen hängen würde.

FAZIT: BOBBY RUSH versteht es auch als beinahe-Methusalem, Blues und Funk auf originelle Weise miteinander zu verschränken, Mundharmonika zu blasen wie der Teufel und Lebensfreude zu versprühen, an der sich mancher Jungspund eine dicke Scheibe abschneiden kann. „Sitting On Top Of The Blues“ ist ein mehr als würdevolles Alterswerk.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 364x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Hey Hey Bobby Rush
  • Good Stuff
  • Get Out of Here (Dog Named Bo)
  • You Got the Goods On You
  • Sweet Lizzy
  • Bobby Rush Shuffle
  • Recipe for Love
  • Pooky Poo
  • Slow Motion
  • Shake Til' You Get Enough
  • Bowlegged Woman

Besetzung:

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