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Gong: The Universe Also Collapses (Review)

Artist:

Gong

Gong: The Universe Also Collapses
Album:

The Universe Also Collapses

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Space Rock

Label: KScope / Edel
Spieldauer: 43:02
Erschienen: 10.05.2019
Website: [Link]

Die zweite GONG-Scheibe seit dem Tod von Mastermind Daevid Allen 2015, der die Gruppe vor einem halben Jahrhundert gründete, soll den Hinterbliebenen zufolge ein reinrassiges Psychedelic-Rock-Album sein, so wie man es heutzutage nur noch in Ausnahmefällen zu hören bekomme. Keine Ahnung, hinter welchem Mond Gitarrist und Sänger Kavus Torabi lebt, wenn er solche Aussagen in einer Zeit trifft, da man sich vor jungen Acts aus diesem Spektrum nicht retten kann, doch unabhängig davon hält "The Universe Also Collapses" das Versprechen, klassische Drogenmusik und sonst nichts zu bieten.

Verstanden Allens überlebende Mitmusiker den Vorgänger "Rejoice!" noch als Tribut an ihn, auf dem sein Scahffen ausgiebig zitiert wurde, möchten sie derzeit Neuland beschreiten, ohne auf alte Tugenden zu verzichten. Tatsächlich ist eine Scheibe wie "The Universe Also Collapses" in dieser Form von GONG noch nicht dagewesen, selbst wenn sie die Musikwelt nicht revolutionieren wird. Die Band kombiniert vielmehr einige ihrer charakteristischsten Merkmale auf frische Weise, könnte sich aber mitunter kürzer fassen.

Dazu braucht man nicht erst auf den Opener 'Forever Reoccurring', der über 20 Minuten dauert, und die Beinahe-Viertelstunde von 'My Sawtooth Wake' zu verweisen. So fulminant sich die Eröffnung auch von einem verkifften Wabern über elektronischen Krach, entrückte Gitarren- und Saxofon-Linien sowie hibbeliges Schlagzeugspiel zu einem epischen Gebet aufbauscht, hätten GONG den einen oder anderen improvisierten Part kürzen können, ohne ihr Statement, dies sei der Kern dessen, was Psychedelic Rock ausmacht, zu komprimittieren. Ausgerechnet das nicht einmal dreiminütige 'If Never I'm And Ever You' ist letzten Endes das verschmitzte Highlight der Platte, und auch mit 'The Elemental' beweist das Quintett, dass es eigentlich aus hervorragenden Songwritern besteht, die eine Beatles-artige Soundästhetik ohne Mühe in die Gegenwart überführen können.

FAZIT: Abgesehen davon, dass sich beim Hören von "The Universe Also Collapses" der Verdacht verhärtet, GONG würden sich als Psych-Heilsbringer zu ernst nehmen und deshalb selbst beschränken, ist auch das zweite Album ohne Daevid Allen eine unbedingt hörenswerte musikalische Entsprechung von Quantenphysik.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 1037x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Forever Reoccurring
  • If Never I'm And Ever You
  • My Sawtooth Wake
  • The Elemental

Besetzung:

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