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Idle Hands: Mana (Review)

Artist:

Idle Hands

Idle Hands: Mana
Album:

Mana

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy Metal

Label: Eisenwald / Soulfood
Spieldauer: 40:09
Erschienen: 10.05.2019
Website: [Link]

Es ist eines der gespannt erwarteten Alben dieses Jahres und ein Debüt, in das man große Hoffnungen stecken durfte … die "Mana" nun auch nicht enttäuscht - just deshalb allerdings, weil IDLE HANDS die Messlatte hoch anlegen und trotzdem Luft nach oben lassen. Die EP „Don‘t Waste Your Time“ machte die Amerikaner 2018 zum Newcomer des Jahres schlechthin im breiteren Metal-Spektrum und diente im Grunde genommen als Blaupause für den Langspieler.

Der Quasi-Nachfolger der True Metaller Spellcaster bleibt traditionell aufgestellt, aber wer Mannfred Mann, Heroes Del Silencio und Dissection als Einflüsse in einen Topf wirft, dem ist plumpe Dienstleistung an der Kutten und Scheuklappen tragenden Fraktion definitiv zu billig. Das Trio macht trotzdem kein intellektuelles Fass auf, sondern zockt sich einmal mehr straight durch eine Reihe potenzieller Gassenhauer für die Ewigkeit, komplett mit jenen explosionsartigen Doublebass-Einschüben, die schon zuvor ein typisches Merkmal seines Stils waren, und immerzu melancholischem Unterton, der nun vor allem während 'Jackie' in den Vordergrund tritt, einem unverschleiertes Liebeslied.

Frontmann Gabriel Franco ist nach wie vor der metallische Zwilling von New Model Armys Justin Sullivan und macht das Beste aus seiner beschränkt flexiblen, aber umso charismatischeren Stimme. In musikalischer Hinsicht erlebt man auch keine unangenehmen Überraschungen, sondern den nunmehr vertrauten Wechsel zwischen Antreibern mit dem Flair von frühem britischen Stahl und leicht "gruftigen" Rocksongs, wobei die EP-Übernummer 'Blade And The Will' wohl sicherheitshalber noch einmal mit eingepackt wurde.

Die Midtempo-Atempausen 'Don’t Waste Your Time', 'It’ll Be Over Before You Know It' (eher ein längeres Zwischenspiel) und das balladeske 'Dragon, Why Do You Cry?' wirken unauffällig im positiven Sinn, denn zu viele Sofort-Ohrwürmer (beispielsweise die einleitende Peitsche 'Nightfall' und das bissige 'Give Me To The Night' oder das hymnische 'Cosmic Overdrive') würden vermutlich dazu führen, dass sich "Mana" zu schnell abnutzt.

Gerade deshalb, weil IDLE HANDS gegen Ende nicht auf absehbare Art ein letztes Mal Vollgas geben, sondern die beiden eher zurückhaltenden Tracks 'A Single Solemn Rose' und 'Mana' aufeinander folgen lassen, gewinnt die Scheibe insgesamt an Tiefgang respektive Dynamik.

FAZIT: IDLE HANDS' erstes Album erfüllt sämtliche Erwartungen, die man an die US-Westküstler stellen durfte. Der Dreier tut gerade das einzig Richtige, indem er sich mit seinem vom Start weg unvergleichlichen Metal-Rock den Allerwertesten abtourt, und gehört zu denjenigen, die das Szenegeschehen in den kommenden Jahren maßgeblich mitgestalten werden; davon legt "Mana" auf stattliche Weise Zeugnis ab.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 624x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Nightfall
  • Jackie
  • Cosmic Overdrive
  • Don’t Waste Your Time
  • Give Me To The Night
  • Blade And The Will
  • Dragon, Why Do You Cry?
  • Double Negative
  • It’ll Be Over Before You Know It
  • A Single Solemn Rose
  • Mana

Besetzung:

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