Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Low Hum: Room To Breathe (Review)

Artist:

Low Hum

Low Hum: Room To Breathe
Album:

Room To Breathe

Medium: CD/Download
Stil:

Art Pop

Label: Last Gang Records / eOne /SPV
Spieldauer: 42:22
Erschienen: 07.06.2019
Website: [Link]

Der ehemalige Surf-Sunnyboy, Wahl-US-Westküstler und langjährige Songwriter Collin Desha steht zusammen mit dem französischen Schlagzeuger und Produzenten Jules De Gasperis hinter LOW HUM, einem Projekt mit künstlerischem Anspruch und zugleich großem Potenzial, in Zukunft in weltweiten Charts stattzufinden. Das Duo spielt eine Mischung aus zeitlosem Psych Pop, klassischem Rock und ungleich moderneren Dance-Elementen, die teilweise fast süchtig macht.

Kommen im verhältnismäßig harten 'Crimson Cardinal' (einem Fanal gegen Selbstmord) noch die Punk-Wurzeln des gebürtigen Hawaiianers Collin zur Geltung, stehen der naive, schlicht schöne Titelsong sowie die beiden Vorab-Singles 'Strange Love' und "' Don't Know Me Like You Do' eher repräsentativ für die generelle Ausrichtung von "Room To Breathe", auch wenn es sich bei der Scheibe letzten Endes um einen herrlich bunten Mischgarten handelt.

Der Multi-Instrumentalist fährt zwar opulente Arrangements (u.a. mit analogen Synthesizern) auf, doch der Sound der Scheibe ist ausgesprochen erdig, ja sogar quasi "low fidelity" im Sinne der DIY bzw. Indie-Rock-Szene. Deshalb kommen beim Hören mitunter Tame Impala oder White Hills als Referenzen in den Sinn, auch wenn LOW HUM an und für sich unvergleichlich klingen und manchmal mit sexy Neo-Funk-Beats aufwarten

'Sun Chaser' kommt hingegen vertonter Entschleunigung gleich, stellt aber eine Ausnahme zwischen einer Menge Shoegaze und Krautrock dar, den die beiden Herren ähnlich massenkompatibel integrieren wie die Schweden Dungen zu ihren besten Zeiten. 'Sun Chaser' hat dann sogar etwas von der traditionellen Liedermacher-Schule Englands, also den frühen Beatles mit einem Hauch der Verschrobenheit von Pink Floyd zu ihrer Anfangszeit. Assoziationen hin oder her, LOW HUM müssen international bekannt werden, alles andere wäre eine Schande.

FAZIT: "Alles geht", dies scheint das Motto von LOW HUM zu sein, denn "Room To Breathe" bietet eklektischen Art Pop mit enormem Wiedererkennungswert und beinahe ausnahmslos Ohrwürmern. Das Material besitzt einen zeitlosen Charakter und könnte in dieser Form dennoch zu keiner anderen Zeit als der jetzigen erschienen sein - Post-alles gewissermaßen, aber dabei nicht so unsäglich zynisch, ironisch oder beliebig wie die meiste Musik, die man mit diesem Präfix versieht.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 367x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Fake Reality
  • Strange Love
  • I Don't Know Me Like You Do
  • Room To Breathe
  • Nebraska
  • Crimson Cardinal
  • Sun Chaser
  • Sink Your Teeth In
  • Comatose

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Sieben mal sieben sind?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!