Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Morass Of Molasses: The Ties That Bind (Review)

Artist:

Morass Of Molasses

Morass Of Molasses: The Ties That Bind
Album:

The Ties That Bind

Medium: CD/Download
Stil:

Doom Metal

Label: Wasted State
Spieldauer: 38:18
Erschienen: 07.06.2019
Website: [Link]

Zäher, als es der Name dieser Band suggeriert, geht praktisch gar nichts … und ihre Musik bringt die Bedeutung des Ausdrucks MORASS OF MOLASSES wieder Erwarten eben nicht perfekt auf den Punkt, denn bei den Briten handelt es sich um schwungvollere Vertreter der Disziplin Stoner Rock im weitesten Sinn, die sich nicht zu schade sind, die Garage ihrer Eltern zu verwüsten.

Das haben die Musiker aus Reading bereits mit dem Vorgänger von "The Ties That Bind" bewiesen. MORASS OF MOLASSES zeigen sich auf ihrem zweiten Album allerdings weniger leicht berechenbar, was so weit geht, dass auf bleiernes Geschepper verkiffte Psychedelic-Parts folgen können oder untergründige Hardcore-Wut mit sehr massenkompatiblen Stadionrock-Hooks verschränkt wird. Das gelingt der Band schon im Opener innerhalb weniger als vier Minuten, ehe 'Death Of All' sleazigen Uptempo-Blues mit einem kaum weniger mehrheitsfähigen Refrain bietet.

Dennoch ist die Scheibe als ganze nicht unmittelbar eingängig, sondern wächst mit fortlaufender Spielzeit und bei wiederholter Einfuhr langsam, aber stetig. Am Ende verhindern die beiden lahmen und zu langen Schleicher 'Estranger' und 'Persona Non Grata' zwar dass "The Ties That Bind" zu einem Dauerbrenner im heimischen Player avanciert, doch unter rein "künstlerischen" Gesichtspunkten ist MORASS OF MOLASSES ein Achtungserfolg gelungen. Schön auch, das gerade zum Ende hin noch einmal richtig zugelegt wird …

'In Our Sacred Skin' kombiniert scheinbar mühelos "Bleach"-Nirvana mit verspielten Jams geradezu schulmeisterlicher Art, und 'The Deepest Roots' ist ein wundervoll balladenhaftes Finale, in dem sich Cowboy und Cowgirl gegenseitig anzuschmachten scheinen.

FAZIT: Auf MORASS OF MOLASSES' (übrigens nach einem Malheur in Boston benannt, wo einmal ein Tank voller Melasse auslief und für Chaos auf den Straßen sorgte) Zweitling gibt es viel Licht und wenig Schatten zu vermelden. Wer tendenziell auf doomige Rockmusik steht, hat einiges zu entdecken, doch zwischen massenkompatiblen Gesten und allzu freigeistig dahingeworfenen Passagen möchte sich (noch) kein einheitliches Bild ergeben.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 341x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • The Darkening
  • Woe Betide
  • Death of All
  • Estranger
  • Legend Of The Five Sons
  • As Leaves Fall
  • Persona Non Grata
  • In Our Sacred Skin
  • The Deepest Roots

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier ist größer: Ameise, Chihuahua, Blauwal?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!