Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Okkultist: Reinventing Evil (Review)

Artist:

Okkultist

Okkultist: Reinventing Evil
Album:

Reinventing Evil

Medium: CD/Download
Stil:

Death Metal

Label: Alma Mater
Spieldauer: 36:11
Erschienen: 15.03.2019
Website: [Link]

Wenn Moonspells Fernando Ribeiro einer Band mit seinem Label Alma Mater Records ein Forum bietet, muss er sie für etwas Besonderes halten, und dass seine Landsleute OKKULTIST zudem das erste Signing der Firma sind, lässt den Kritiker umso genauso hinschauen bzw. lauschen. "Reinventing Evil" - so viel sei vorweggenommen - ist als Ansage glatt gelogen, passt aber als Titel hervorragend zu jener recht traditionellen Death-Metal-Kapelle, mit der wir es hier zu tun haben.

Die Ende 2015 gegründete Gruppe hat ihre erste EP "Eye Of The Beholder" in Eigenregie komplett ausverkauft, nicht zuletzt dank fleißiger Konzertaktivitäten, und scheint es wissen zu wollen; das zumindest merkt man dem Material an, das sie für ihren Einstand gesammelt hat.

Das Album wurde unter der Ägide von Fernandos Bandkollege Pedro Paixão aufgenommen, ehe der renommierte Däne Tue Madsen (The Haunted u.v.m.) die Endabmischung vornahm. Ein Cover der frühen Bathory-Schandtat 'Satan My Master' zum Schluss als Bonus der CD-Version spricht in stilistischer Hinsicht eine deutliche Sprache. Die acht Eigenkompositionen der Newcomer wurden hörbar von den Vorreitern der amerikanischen Szene beeinflusst (frühe Death, Obituary, Possessed), lassen aber auch ein paar skandinavische (schwedische) Pioniere anklingen, die weniger auf Melodien als räudige Riffs abzielten, etwa Grave und Unleashed in ihrer jeweils klassischen Phase.

Der dreckige, aber dennoch zeitgemäße Sound drückt vor allem in den vielen Midtempo-Parts gehörig, die OKKULTIST genaus schwungvoll darbieten wie diverse Thrash- und Black-Metal-Momente. 'Sniff The Blood' geht als Vorzeige-Nummer der Scheibe durch, und für die gallige Stimme ihrer Frontfrau dürfen sich die Portugiesen bereits jetzt ein Häkchen vor den Punkt "Alleinstellungsmerkmal" setzen.

FAZIT: "Reinventing Evil" ist ein reifes Debüt für erzkonservativ aufgestellte Death-Metal-Emporkömmlinge. Auch wenn OKKULTIST wirklich überhaupt nichts Neues zur Diskussion stellen, macht diese kurze Sause in ihrer unverbrauchten Art so viel Spaß, dass sie gleich zu mehreren Durchläufen hintereinander taugt. Ob das Album und die Band gekommen sind, um zu bleiben, muss sich allerdings erst zeigen, verheißungsvoller Start hin oder her.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 479x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Reinventing Evil
  • Back from the Dead
  • Sniff the Blood
  • Sign of the Reaper
  • I am the Beast
  • Grave Digger
  • Plasmodium Nocturnus
  • Rise and Reign
  • Satan My Master (Bonus)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich um keine Farbe: rot, gelb, blau, sauer

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!