Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Pesterous Mind: Halluci.Nation (Review)

Artist:

Pesterous Mind

Pesterous Mind: Halluci.Nation
Album:

Halluci.Nation

Medium: CD/Download
Stil:

Death Meta

Label: Boersma / Edel
Spieldauer: 52:43
Erschienen: 21.06.2019
Website: [Link]

Aus der fränkischen Provinz (dem Städtchen Hof) kommt mit PESTEROUS MIND eine Band, die sich anscheinend eine Erneuerung des melodischen Death Metal vorwiegend skandinavischer Provenienz auf die Fahnen geschrieben hat … was auf "Halluci.Nation" allerdings trotzdem unschön nach kaltem Kaffee klingt.

Es handelt sich um das zweite Album der Gruppe und ihren Einstand bei einem Label. Unter dem stark komprimierten Sound, den sie im (Home-?)Studio zusammengebraut hat, leidet sie vom ersten Song an, wobei die in ungebührlichem Maß vertrackten Arrangements der einzelnen Tracks den Zugang zusätzlich erschweren. So rauschen das Titelstück und das nachfolgende 'Mirror of Condemnation' mehr oder weniger in ein Ohr rein und aus dem anderen hinaus, ohne irgendeinen Eindruck zu hinterlassen.

"Déja entendu" nennt der Franzose das und würde sich nicht weiter darum kümmern, wenn der pappige Klang des Schlagzeug nicht nerven würde. Weil die Band zwischen treibenden Parts mit gewollt verspielten Leads und hölzernem Gegroove pendelt, lässt sich das Klöppeln und Pochen leider nicht in den Wahrnehmungshintergrund rücken. Die Gitarrenarbeit zeugt andererseits von beflissenen, engagierten Musikern und wurde akustisch auch weit angemessener in Szene gesetzt.

Unterdessen klingt mit gezielt gesetzten, flirrenden Passagen und dank variabler Schrei- respektive Grunz-Stimme mal Post und mal gar Black Metal an, ohne dass man PESTEROUS MIND ideell oder ästhetisch im letztgenannten Bereich ansiedeln könnte. Die Combo geht ergo recht zwanglos mit ihren Einflüssen um, sollte aber in Zukunft größeren Wert auf einen organischen Sound legen und kompositorisch genauer auf den Punkt kommen.

Fürs Erste checken Extrem-Fans die verhältnismäßigen Höhepunkt der Scheibe: das geradlinige, typisch schwedische 'Rotten Soul' und das rollende 'Your God Failed'. Schreibt man das so, wird einem bewusst, dass PESTEROUS MIND damit eine coole Single für den Underground hätten veröffentlichen können.

FAZIT: PESTEROUS MIND beweisen Mut zum Individualismus, doch ihr Melodic Death krankt an unausgegorenem Songwriting und einer mit Verlaub regelrecht lieblos dahingerotzten Produktion.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 253x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Completely Incomplete
  • Halluci.Nation
  • Mirror of Condemnation
  • Rotten Soul
  • The Legend of...
  • … the Ashen One
  • Cutting Moments
  • Not for Sale
  • Your God Failed
  • Crying Leaves
  • Wishmaster
  • Forsaken

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Schreibe das folgende Wort rückwärts: Regal

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!