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Ryker's: The Beginning... Doesn't Know The End (Review)

Artist:

Ryker's

Ryker's: The Beginning... Doesn't Know The End
Album:

The Beginning... Doesn't Know The End

Medium: CD/Download
Stil:

Hardcore

Label: BDHW
Spieldauer: 36:10
Erschienen: 31.05.2019
Website: [Link]

Was soll man zu RYKER'S noch schreiben? Die Band gehört zu den Aushängeschildern des deutschen Hardcore und ist international gesehen vielleicht die Institution schlechthin fürs Land. Sie geht mittlerweile auch schon (mit Unterbrechungen) auf die 30 zu, ist aber sprichwörtlich kein bisschen Leise geworden, wie ihr neues Album beweist.

"The Beginning... Doesn't Know The End" mag geschlagene 15 Nummern enthalten, zeigt die Veteranen aber kompakt wie ehedem und weist sogar die eine oder andere Überraschung auf. Damit meinen wir nicht einmal die vielen überdeutlichen Verweise gen Heavy Metal, die sowohl für die Gruppe als auch die Szene selbst nichts Neues mehr sind, sondern etwa eine wehmütige Trompete, die bereits im Opener 'Let's Ruin The Scene' zum Einsatz kommt. Daraufhin folgt ein kumpelhaftes Mitsing-Ende, das den kernigen Einstieg kontrastiert. Das größte Wunder dürfte "weiter hinten" die Akustikballade (!) 'Cold Lost Sick' mit Gastsängerin (!!) sein, die aber einen unleugbaren Höhepunkt markiert.

'Losing Touch' ist an zweiter Stelle fast reinrassiger Thrash, quasi eine geradlinigere Variante von Exumer, die ja umgekehrt Thrash mit Hardcore-Einflüssen spielen. Solche stilistischen Ausflüge wiederholen sich während 'Dead End Street' (ansonsten ein cooler Singalong), dem galoppierenden Titelstück, 'Hard Pill To Swallow' und 'No Matter What', das andererseits die Hit-Qualitäten mittlerer Bad Religion aufweist.

Gleichwohl fehlen hier die ausgefeilten Melodien der Amerikaner, denn RYKER'S sind und bleiben grobe Kelle, aber mit Herz. Spielerisch waren die Herren obendrein nie fitter, kompositorisch selten einfallsreicher wie auf diesem Album; davon zeugen mehrere Tracks in der zweiten Hälfte, insbesondere 'The Six Million Dollar Band', wo nahtlos zwischen Midtempo-Groove (höre auch 'Bully Boy') und pfeilschnellen Ausbrüchen gewechselt wird. Die keine zwei Minuten dauernde Eruption 'Old Passion' nimmt hingegen eine Sonderstellung ein.

Hinzu kommen klassische Hüpf-Schoten wie 'Cast In Stone' und 'Collateral Damage', ehe das abschließende 'Sightseeing In The Age Of BBQ' mit seinem ironischen Text und kurzem Rock-'n'-Roll-Solo die Frische dieser Gruppe noch einmal nachdrücklich unterstreicht.

FAZIT: RYKER'S, alterfahren und am Zenit ihres Schaffens - "The Beginning... Doesn't Know The End" bietet nicht nur mitreißenden, facettenreichen Hardcore, sondern beweist auch überdeutlich, dass die Reunion dieser Band ein Riesengewinn für die Szene gewesen ist.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 501x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Let's Ruin The Scene
  • Losing Touch
  • Cast In Stone
  • Dead End Street
  • The Beginning … Doesn't Know The End
  • Old Passion
  • Collateral Damage
  • No Matter What
  • Overboard
  • The Six Million Dollar Band
  • Cold Lost Sick
  • Hard Pill To Swallow
  • Bully Boy
  • The End Justifies The Means
  • Sightseeing In The Age Of BBQ

Besetzung:

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