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Squidhead: Cult(ist) (Review)

Artist:

Squidhead

Squidhead: Cult(ist)
Album:

Cult(ist)

Medium: CD/Download
Stil:

Death / Black Metal

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 48:22
Erschienen: 07.12.2018
Website: [Link]

Im Vergleich zur Lovecraft-Metal-Königsklasse von Sulphur Aeon wirken SQUIDHEAD ziemlich blass, auch wenn dieses Studioprojekt letzten Endes ein wenig anders ausgerichtet ist als die Death-Metal-Institution aus dem Ruhrgebiet. Die drei Landsleute der Ván-Combo, die sich hinter Pseudonymen verbergen, betten das Werk des meisterhaften Horror-Schriftstellers in ein deutlich moderners Klangbild.

Dies betrifft insbesondere den Gitarrensound bzw. die Stakkato-Rhythmik, beides unleugbar von der jüngeren Djent-Bewegung beeinflusste Elemente im Sound des Trios. Extremen Metal spielt es nichtsdestoweniger, stets subtil mit Keyboards unterlegt und voller verspielter Abschnitte respektive sehr eigenwilliger Solo-Parts von Klampfer The Painter, der als Chef-Elektroniker und Drumcomputer-Programmierer auch der musikalische Kopf der Combo zu sein scheint.

The Orator growlt dazu recht eintönig, aber verständlich vor sich hin. Wie zu erwarten gefallen SQUIDHEAD vor allem dann, wenn sie geradliniger zu Werke gehen wie im treibenden 'Mantra of insanity'. Dafür jedoch, dass ihre Kompositionen jeweils eine weithin gängige Songlänge zwischen vier und fünf Minuten aufweisen, fühlt man sich im Zuge dessen zu selten mitgerissen. Thrash, Black und Death rücken abwechselnd weiter in den Vordergrund, ohne dass sich die Stücke großartig voneinander unterscheiden würden.

Das liegt auch an er mangelnden Dynamik der sauberen, aber eindeutig nach Heimstudio klingenden Produktion, bei der sich SQUIDHEAD keine Zeit für außerordentliche Raffinessen genommen haben. Gerade bei der Vertonung des zum Bonmot gewordenen Kosmischen Grauens, das als literarische Vorlage herhält, wünscht man sich auf "Cult?[?ist]" einfach mehr Feeling, mehr Atmosphäre und Raum zum Nachsinnen über den ganz persönlichen Schrecken.

FAZIT: SQUIDHEAD stellen eine moderne musikalische Lesart des Cthulhu-Mythos vor und gehen dabei tendenziell mit zu wenig Feingefühl vor, um als substanzielle "Lovecraft Metal"-Combo zu gelten. Dessen ungeachtet ist ihr zweites Album eine ordentlich gemachte Angelegenheit für drei Hobby-Mucker mit gehobenen Ansprüchen an sich selbst.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 232x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Abyssal worshippers
  • Mantra of insanity
  • Awakening
  • Lucid Nightmares
  • Mad painter
  • Whispers of the deep
  • Torn skies
  • Verbis Diablo

Besetzung:

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