Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Tiny Ruins: Olympic Girls (Review)

Artist:

Tiny Ruins

Tiny Ruins: Olympic Girls
Album:

Olympic Girls

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Indie-Folk / Dream-Pop

Label: Milk! Records
Spieldauer: 43:26
Erschienen: 01.02.2019
Website: [Link]

Noch vor wenigen Jahren war Hollie Fullbrook TINY RUINS – oder umgekehrt. Diese Zeiten sind vorbei, denn inzwischen sind TINY RUINS zu einer fünfköpfigen Band gewachsen. Hollie Fullbrook ist aber ohne Zweifel immer noch Herz und Mittelpunkt der neuseeländischen Combo. Sie hat mit „Olympic Girls“ eben ihr drittes Album veröffentlicht.

Dieses dürfte eingefleischte Fans zumindest leicht verunsichern, denn während Fullbrook auf ihren früheren Werken im kleinen Rahmen und aufs Wesentlichste – lies Gitarre und Stimme – beschränkt musizierte, wird auf „Olympic Girls“ die Stimme der Songwriterin nun zwar unaufdringlich, aber doch dicht und verspielt begleitet und getragen. Wohl zum Verdruss der einen und zur Freude der anderen.

Hollie Fullbrook hat sämtliche elf Songs des Albums selber geschrieben. Bereits im ersten Stück, es ist der Titelsong des Albums (und ein richtiges Kleinod!), offenbart sich der Charakter von „Olympic Girls“: Hier findet sich Unkonventionelles und weniger Eingängiges, Musik, die mit Sicherheit nicht für den Mainstream zurechtgebogen wurde. Dementsprechend erschließt sich dieses Album kaum beim ersten Durchlauf. Wer sich für TINY RUINSOlympic Girls“ Zeit nimmt, wird jedoch belohnt.

Neben dem erwähnten, musikalisch reichen und textlich interessanten Opener („You’ll never find a thing, if you can’t lose yourself“) gefallen das mittels wabbernder Sounds und viel Hall psychedelisch angehauchte „Cold Enough To Climb“ sowie das vergleichsweise hemdsärmelig begleitete „How Much“ besonders.

Im letztgenannten Song fragt Hollie Fullbrook: „How much would you be willing to give? How much do you take from all of this? How much before you are strung out?“ Es sind Fragen – wenn natürlich in ganz anderem Zusammenhang gestellt – mit denen sich auch die Hörerschaft konfrontiert sieht. TINY RUINS gewähren mit „Olympic Girls“ zwar leichteren Zugang zu ihrer Musik als auf den ersten zwei Alben; ohne Bereitschaft, sich näher auf Musik und Text einzulassen, bleibt einem aber die Erkenntnis verwehrt, das winzige Ruinen durchaus faszinieren können.

FAZIT: Das dritte Album von TINY RUINS ist offener, greifbarer als seine Vorgänger. Mainstream ist es deshalb längst nicht und gewährt erst nach mehrmaligem Hören Zugang zu musikalischen und textlichen Feinheiten.

Dieter Sigrist (Info) (Review 553x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Olympic Girls
  • School Of Design
  • How Much
  • Sparklers
  • Holograms
  • Kore Waits in the Underworld
  • Bounty
  • One Million Flowers
  • My Love Leda
  • Stars, False, Fading
  • Cold Enough to Climb

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich nicht um ein Getränk: Kaffee, Tee, Bier, Schnitzel

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!