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Eremit: Desert of Ghouls (Review)

Artist:

Eremit

Eremit: Desert of Ghouls
Album:

Desert of Ghouls

Medium: CD/Download
Stil:

Doom / Death

Label: Transcending Obscurity
Spieldauer: 21:12
Erschienen: 17.07.2020
Website: [Link]

"Carrier of Weight", EREMITs Debütalbum, wurde an anderer Stelle auf Musikreviews.de wohlwollend besprochen, doch das Trio aus Deutschland hat nicht lange auf einen Nachfolger im EP-Format wartenlassen und macht darauf deutlich, dass es seinen monumentalen Sludge Doom nicht immer wieder auf die gleiche Tour abspulen möchte.

Nicht dass sich die Band in augenfälligem Maße anderen Stilen gegenüber öffnen würde, doch "Desert of Ghouls" wirkt im Großen und Ganzen flexibler gestaltet und somit auch dynamischer, was sowohl für die Kompositionen an sich als auch den Sound der Platte gilt. Zwei hinsichtlich ihrer Spielzeit gar nicht so monströse Tracks bietet "Desert of Ghouls", wobei man rasch spürt, dass die Band im Rahmen der Produktion darauf aus gewesen ist, eine dezidierte Live-Atmosphäre zu schaffen.

Das bedeutet, dass sowohl 'Beheading the Innumerous' als auch 'City of Râsh-il-nûm' etwas Spontanes, beinahe Improvisatorisches anhaftet. Nichtsdestoweniger zeigen sich die Niedersachsen um Sänger und Gitarrist Moritz Fabian genauso pechschwarz, wie man es seit der Gründung von EREMIT von ihnen gewohnt ist.

Da das Bass-lose Trio (verflixt fett klingt die Chose natürlich trotzdem, weil sich alles um feiste Riffs zu drehen scheint) bereits im frühen Sommer 2018 bei Produzent Roland „Role“ Wiegner (u.a. Omega Massif) in dessen bewährter Tonmeisterei zu Oldenburg aufgenommen hat, braucht man nicht zu erwarten, dass sich "Desert of Ghouls" in bemerkenswertem Maße von seinem Vorgänger unterscheidet.

Nach dem fast neunminütigen Opener entwickelt sich das zweite und letzte Stück über zwölf Minuten hinweg als bis auf weiteres stärkste Komposition der Gruppe überhaupt. EREMIT schrauben sich hier in bester Post-Rock-Manier gemächlich zu einem Klimax hoch, dem sie klugerweise nichts mehr hinzuzufügen versuchen.

FAZIT: Die zukünftige Ausrichtung von EREMIT bleibt angesichts von "Desert of Ghouls" ungewiss, doch hinsichtlich der Einschränkungen, denen Sludge Doom unterlegt, steht zu wünschen, dass das Projekt sein Potenzial zu einem stilistisch breiteren Sound auch ausschöpft.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 594x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
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Tracklist:
  • Beheading the Innumerous
  • City of Râsh-il-nûm

Besetzung:

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