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Oceans Of Slumber: Oceans Of Slumber (Review)

Artist:

Oceans Of Slumber

Oceans Of Slumber: Oceans Of Slumber
Album:

Oceans Of Slumber

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Progressive Metal

Label: Century Media / Sony
Spieldauer: 71:37
Erschienen: 04.09.2020
Website: [Link]

Stellenweise klingen OCEANS OF SLUMBER auch auf ihrem dritten Album noch offensichtlich nach gelernten Musikern, die schlicht deshalb einen (zum Glück nicht mehr ganz so wilden) Stil-Crossover spielen, weil sie es können, doch wie schon zuvor ist Cammie Gilbert diejenige, die das Patchwork zusammenhält.

Zudem darf man sagen, dass "Oceans of Slumber" vermutlich auch aus dem Grund so heißt, weil sich die Band damit selbst definieren will, und es ist auch tatsächlich ihr bisher homegenstes Werk. Die Gruppe hat ihre Nische gefunden und pflegt einen spätestens seit "The Banished Heart" (2018) ureigenen Sound mitsamt der Tradition, Songs anderer Künstler neu zu interpretieren, die sie schätzen; in diesem Fall sind es Type O Negative, deren "October Rust"-Klassiker 'Wolf Moon' eine versierte wie durchaus unkonventionelle "Frisierung" erfährt.

Davon abgesehen steht das Album wie seine Vorgänger im Zeichen der eher nicht so ersprießlichen Aspekte des Menschseins, wofür Gilberts Organ - geschult von Gospel und den großen Namen des R&B-Mainstreams ihrer Heimat - wie geschaffen erscheint. Düster, heavy und auf gesanglicher Ebene latent bedrückt bis nachdenklich - so bereitet das eröffnende 'Soundtrack To My Last Day' (allein der Titel …) den atmosphärischen Weg für alles, was folgen wird. Die Stücke sind tendenziell wie von der Band gewohnt ein wenig länger als der Durchschnitt anderer, aber keine bloßen Ideen-Reihungen, sondern gerade jetzt so schlüssig in sich wie selten zuvor bei OCEANS OF SLUMBER.

'I Mourn These Yellow Leaves' verbreitet mit seinem kammerorchestralen Outro 'September (Those Who Come Before)' fürwahr herbstliche Stimmung; luftig in Szene gesetzt und demgemäß schneller fassbar ist 'Pray For Fire', im Grunde genommen eine klassische Power-Ballade mit Streicher-Klängen und Cammies Stimme im Fokus, die in der zweiten Hälfte eine aufbegehrende Haltung durchscheinen lässt. Alldieweil arbeitet die Formation auch regelmäßig mit subtil eingewobenen Dissonanzen, Halftime-Blastbeats und Black-Metal-Tremolos, die ihrem wagemutigen Selbstverständnis gerecht werden.

Nach dem Ambient-Zwischenspiel 'Imperfect Divinity' ist Heldenverehrung angesagt: 'The Adorned Fathomless Creation' beginnt wie ein Track aus Opeths Prog-Death-Zeiten, ehe das Feminine abermals die Führung übernimmt; OCEANS OF SLUMBER wiederholen diese packende Masche später im noch stärkeren 'Total Failure Apparatus', ehe das ausgebremste 'The Red Flower' zu einem dramatischen Schlusspunkt hinführt.

FAZIT: Konsolidierung auf hohem Niveau - OCEANS OF SLUMBER sind und bleiben eine beispiellose Band am äußeren Rand des "herkömmlichen" Progressive Metal und dürften, so man ihr selbst betiteltes aktuelles Album als Maßstab heranzieht, in Zukunft immer weiter zu ausgefuchsten Schreiber*Innen großer Songs in jeder Hinsicht reifen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 922x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Soundtrack To My Last Day
  • Pray For Fire
  • A Return To The Earth Below
  • Imperfect Divinity
  • The Adorned Fathomless Creation
  • To The Sea
  • The Colors of Grace
  • I Mourn These Yellow Leaves
  • September (Those Who Come Before)
  • Total Failure Apparatus
  • The Red Flower
  • Wolf Moon

Besetzung:

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