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Svart Crown: Wolves Among the Ashes (Review)

Artist:

Svart Crown

Svart Crown: Wolves Among the Ashes
Album:

Wolves Among the Ashes

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Black Metal

Label: Century Media / Sony
Spieldauer: 52:47
Erschienen: 07.02.2020
Website: [Link]

Keine Lust, wieder ewig lange auf ein weiteres WATAIN-Album zu warten. SVART CROWN, die kleinen Brüder und Label-Kollegen der Skandalnudeln um Eric Danielsson, verkürzen euch die Zeit bis dorthin mit ihrem neuen Album, das zwar nicht ganz so furios und streng orthodox ausgefallen ist wie der letzte Überschall-Diskus ihrer Landsleute, aber dennoch als zweckmäßiges Pendant dazu taugt.

In ihrer Hast, welche die Band auch weiterhin auszeichnet, nimmt sie sich auf "Wolves Among the Ashes" sogar heraus, epische Momente mit klarem Gesang einzustreuen wie gleich im eröffnenden 'Thermageddon', das ansonsten vor Tremolo-Riffs und halsbrecherischem Getrommel strotzt. Die Leads und Solos kommen dabei gleichfalls weniger aus der Kerry-King-Schule als aus dem traditionellen Metal - melodisch und stellenweise fast "mitsingbar"

'Art Of Obedience' schreitet feudal mit festem Tritt durchs Mittelschiff des Satanstempels, so wie es Nergal auf dem jüngsten Behemoth-Album partout nicht gelingen wollte … vielleicht auch deshalb, weil hinter SVART CROWN schlichtweg bessere und vielseitigere Musiker stehen, die auch keine Doom-Hexen ('At The Altar Of Beauty') oder Rocker-Bräute von der Bettkante stoßen würden.

Dann wäre da noch ihre Experimentierfreude, die sich in der fast Industrial-mäßigen, roboterhaften Anmutung von 'Blessed Be The Fools' und dem schwerelos schwebenden, beinahe new-wavigen 'Down To Nowhere' äußert.

Die beiden längeren abschließenden Nummern - 'Exoria' als vertrackte Schwarzmetall-Exzellenz mit mehreren mitreißenden Tempowechseln und elegischem Finale, 'Living With The Enemy' hart an der Grenze zum rituellen Ambient von Wardruna oder Heilung mit umso brutaleren Eruptionen zwischendurch - bezeugen letztlich Mut zum Progressiven, mit dem SVART CROWN zweifellos bestens für die Zukunft ausgestattet sind.

FAZIT: "Wolves Among the Ashes" ist als Extrem-Metal-Hochkaräter alles, was die letzten Alben der Szene-Platzhirsche nicht waren - in jeder Hinsicht flexibel im Gegensatz zu Watain und anders als Behemoth kompositorisch spannend -, darüber hinaus aber auch und gerade bei aller Traditionsliebe das Erzeugnis einer ausgesprochen eigensinnigen Band, die an die Spitze gehört.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 692x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 13 von 15 Punkten [?]
13 Punkte
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Tracklist:
  • They Will Not Take Our Death In Vain
  • Thermageddon
  • Art Of Obedience
  • Blessed Be The Fools
  • At The Altar Of Beauty
  • Down To Nowhere
  • Exoria
  • Living With The Enemy

Besetzung:

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