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Diamond Dogs: Diamond Dogs (Review)

Artist:

Diamond Dogs

Diamond Dogs: Diamond Dogs
Album:

Diamond Dogs

Medium: 7"Vinyl/Vinyl-EP/farbig
Stil:

Oi!-Punk

Label: Rebellion Records
Spieldauer: 8:54
Erschienen: 04.12.2020
Website: [Link]

Hört man diesen Bandnamen des holländischen Oi!-Punk-Quartetts, muss man sicher als alter BOWIE-Freund sofort an sein recht zwiespältig aufgenommenes Album „Diamond Dogs“ aus dem Jahr 1974 denken, das Bowie immer als sein 'Protest-Album' bezeichnete, in dem er seine große Sorge um die Entwicklung der Menschheit zum Ausdruck brachte, indem er diese in die totale Apokalypse stolpern ließ. Die Grundideen dazu lieferte jedenfalls George Orwell mit seinem literarischen Meisterwerk „1984“.

Nur musikalisch haben DIAMOND DOGS nicht die Bohne was mit Bowie zu tun, da wird gemäß allen Regeln des Oi!-Punks hardcore-krachig und brutal drauflosgeballert, dass es eine wahre Freude für alle, die es gerne härter mögen, ist. Und diese Härte ist natürlich Programm, wenn man weiß, dass sich die Band aus Mitgliedern der Hardcore-Bands REACHING FORWARD, MAINSTRIKE, JUSTICE und CORNERED zusammensetzt. Da werden keine Gefangenen gemacht und gleich von Anbeginn ist der Henker unterwegs, um die Festung des Hasses zu besuchen, wo er seine brutalen Visionen verwirklicht, um am Ende das Schiff der Narren auf seine letzte Reise zu schicken. Wie gut, dass der EP in Single-Größe ein blutrotes Textblatt beiliegt, auf dem man die Apokalypse, die bereits ein Bowie mit seinen Hunden verkündete, auch textlich mitverfolgen kann.

In diesem Sinne also sind die holländischen DIAMOND DOGS den bowieschen „Diamond Dogs“ recht ähnlich und man sollte nicht beide zugleich aus dem Käfig lassen – Apokalypse und Untergang wären nicht mehr weit und der Henker wartet schon: „My axe is known to all / Sharper than a lion's tooth / At least the end is swift“!
Und bei dieser Breitseite kommt einem auch gleich noch der gleichnamige kanadisch-chinesische Film von und mit Dolph Lundgren sowie Shimon Dotan in den Sinn.

Egal, woher die DIAMOND DOGS sich bei ihrer Namenwahl auch inspirieren ließen, so bissig wie auf dieser Vinyl-EP klingt die alte Schule des aufsässigen Oi!-Punks, der auch nicht vor den zu bieder gewordenen SEX PISTOLS haltmachte, als denen in gewisser Weise ihre eigenen Grundsätze in den Sümpfen aus Drogen und Alkohol abhanden kamen. Da gab's eben wie bei Dolph Lundgren gehörig eins auf die Fresse... Oi! Oi! Oi!

Allerdings glaubte man, dass sich auch diese (noch) härtere Form des Punks langsam abgenutzt hätte, doch DIAMOND DOGS belehren uns diesbezüglich eines Besseren. Wie sie allerdings mit diesen vier brachialen Punk-Nummern auf Vinyl beim Hörer ankommen, bleibt abzuwarten, denn leider ist auch der Sound recht – nennen wir es mal robust und rau – gewöhnungsbedürftig ausgefallen. Zum Pogo-Tanzen reicht er aber allemal.

FAZIT: Wortwörtlich bissiger Oi!-Punk im rundum hardcorigen Retro-Look der 80er-Jahre präsentieren einem die DIAMOND DOGS auf ihrer gleichnamigen EP, die, getreu der Tradition, natürlich nur auf Vinyl, blutrotem oder pechschwarzem, daherkommt. So hart und (auch textlich) unerbittlich, dass man sie eigentlich an die Kette legen müsste.

Thoralf Koß - Chefredakteur (Info) (Review 598x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Seite A (4:19):
  • The Executioner (2:09)
  • Fortress Of Hate (2:10)
  • Seite B (4:35):
  • Raw Vision (2:21)
  • Ship Of Fools (2:14)

Besetzung:

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Interviews:
  • keine Interviews
Kommentare
Big Boss
gepostet am: 05.04.2021

Der Name kommt von Metal Gear Solid 5!
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