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Kuggur: Harmkvæði (Review)

Artist:

Kuggur

Kuggur: Harmkvæði
Album:

Harmkvæði

Medium: Download
Stil:

Soundtrack

Label: Eigenveröffentlichung
Spieldauer: 48:23
Erschienen: 15.11.2021
Website: [Link]

Noch bemerkenswerter als die Tatsache, dass KUGGUR binnen von nur acht Monaten seine ersten drei (!) Alben vorlegt, ist die stilistische Variabilität, mit der Guðmundur Óli Pálmason zu Werke geht: "Harmkvæði" (in etwa "Gedichte der Trauer" oder "Gedichte des Schmerzes") ist ein als Soundtrack konzipiertes Album, das innerhalb von 15 Stücken arg Beklemmendes verströmt.

Bestenfalls melancholische, jedoch eher Trauer und Abschied vermittelnde Melodien, unruhig getrieben intoniert, in Wiederholungen aufeinander prallend, Klavier, Streicher und harsche Trommeln, mal mehr mal weniger im Wiederstreit - genau: "Harmkvæði" bereitet seinem Titel alle Ehre, und erweist sich somit als kein Hörvergnügen im eigentlichen Sinne, es sei denn genau jene Frösteln machende Stimmung wird gewünscht.
Guðmundur selbst sagt, dass dieser Soundtrack "die emotionalen Wellenbewegungen von Trauer, Verlust und Tragischem spiegelt". Mit "Harmkvæði" lässt sich also vermutlich (fast) jede Party sprengen, und das liegt nicht zuletzt daran, dass es der Komponist zuweilen schlichtweg übertreibt und seiner Hörerschaft absolut unmissverständlich klarmachen möchte, dass die Sonne hier und heute für immer untergeht. Dabei mag die Frage - im wahrsten Sinne des Wortes - laut werden, ob das noch Musik ist und ab wann die Grenze zum Krach überschritten wird. Genau das macht es allerdings auch spannend, denn KUGGUR nimmt auf "Harmkvæði" wenig Rücksicht auf Hörgewohnheiten oder Erwartungshaltungen. Ob wohl der viel zu früh verstorbene Jóhann Jóhannsson dieses Album als punkig-noisiges Echo seiner eigenen Musik erkennen könnte?

FAZIT: Auch wenn sich "Harmkvæði" als ebenso sperriger wie abgründiger Soundtrack erweist, der das Un-Heimliche stellenweise zu plakativ intoniert, kann es keine Zweifel daran geben, dass KUGGUR mit dem dritten Album seinen Status als ziemlich unberechenbarer und spannender Newcomer festigt, dessen Konstante bislang vor allem in der Intonierung von Dunkelheit, Schwärze und Finsternis besteht.

Thor Joakimsson (Info) (Review 680x gelesen, veröffentlicht am )

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