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Mikael Åkerfeldt: Clark (Soundtrack From the Netflix Series) (Review)

Artist:

Mikael Åkerfeldt

Mikael Åkerfeldt: Clark (Soundtrack From the Netflix Series)
Album:

Clark (Soundtrack From the Netflix Series)

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Soundtrack / Progressive Rock

Label: Inside Out / Sony
Spieldauer: 76:54
Erschienen: 22.07.2022
Website: [Link]

Opeth-Fans sollten sich dieses erste Soloalbum von Bandkopf MIKAEL ÅKERFELDT nur dann ohne Vorbehalte zu Gemüte führen, wenn sie auf die jüngere Schaffensphase der schwedischen Progressive-Rocker/Metaller stehen. Wer unterdessen Storm Corrosion schätzt, das Projekt des Gitarristen und Sängers mit Steven Wilson von Porcupine Tree (ihr bisher einziges, selbst betiteltes Album erschien 2012), wird vermutlich eher warm mit "Clark", dem Soundtrack zur im Mai 2022 gestarteten gleichnamigen Netflix-Serie über den berüchtigten Kriminelle Clark Oderth Olofsson, der im Zuge eines Bankraubs im August 1973 den Begriff "Stockholm-Syndrom" prägte, die von Jonas Åkerlund (Musikvideoregisseur, außerdem "Lords Of Chaos") in der Heimat des Musikers produziert wurde.

In den 34 Tracks geht ÅKERFELDT seiner Leidenschaft für die Gründerzeit des progressiven Rock noch konsequenter nach als auf Opeths letztem Album "In Cauda Venenum". Während selbiges den Stil in einen aktuellen (düsteren) Kontext und den Stil der Band übertrug, geht´s hier schonungslos retrospektiv und kauzig zu, als ob da jemand tief in seiner umfangreichen Plattensammlung gegraben und vergessenes Gold geschürft hätte.

Pastoral Folkloristisches und Sinfonisches der Marke Sinkadus und Änglagård (´The Weak Heart´, ´Ballad Of The Libertine in G Minor´) trifft auf MIKAELs verschmitzten Humor (´Wish You Were There´, der Funk-Ausreißer ´Funky Chicken´) und eine eingängige melodische Sprache, die sich sowohl in Soundtrack-typischen Stücken wie dem Carpenter-Grusel ´Vintage Modern´ oder dem Synth-lastigen Goblin-Kniefall ´Ordinary Folks´ als auch in den jazzig swingenden Nummern ´Rockefellers´ und ´Here´s That Sunny Day´ niederschlägt.

Die Gesangsstücke sind mithin die schrägsten: Heavy Prog in ´Måndag I Stockholm´, düsterer Stadion Rock (gibt´s so was?) in ´Battle Of Love´ und kitschiger Synth Pop aus den Diskotheken der 1970er in ´Vielleicht später´.

FAZIT: MIKAEL ÅKERFELDTs "Clark" ist ein buntes Potpourri aus logisch aufgehenden Songideen im Format von durchschnittlich zwei Minuten und unterstreicht das Genie seines Schöpfers. Große Hollywood-Streifen haben oftmals weit, weit weniger spannend anzuhörende Soundtracks.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 548x gelesen, veröffentlicht am )

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  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
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  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • 1. Libertine Theme
  • 2. Tango Bizarre
  • 3. Druglord Panic
  • 4. Rockefellers
  • 5. Vintage Modern
  • 6. Wish You Were There
  • 7. The Weak Heart
  • 8. Happiness
  • 9. Ode to Confusion in A Minor
  • 10. La Shay' Jadid Taht Alshams
  • 11. The Real Me
  • 12. Here's That Sunny Day
  • 13. Perfect Horizon
  • 15. Then
  • 16. The Hunted Are in the Clear
  • 17. Northern Hemispheres
  • 18. Ordinary Folks
  • 19. Distant Spring
  • 20. Funky Chicken
  • 21. Code to the Vault
  • 22. Two Mermaids
  • 23. Rags to Riches
  • 24. Sunrise
  • 25. Red & White
  • 26. Headfirst Into The Storm
  • 27. Ballad of the Libertine in G Minor
  • 28. Lost in San Marino
  • 29. Rhodes Rat
  • 30. Måndag I Stockholm
  • 31. Mother of One
  • 32. Vielleicht Später
  • 33. Battle For Love
  • 34. Night Life

Besetzung:

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