Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Uriah Heep: Very 'Eavy, Very 'Umble - Picture Disc (Review)

Artist:

Uriah Heep

Uriah Heep: Very 'Eavy, Very 'Umble - Picture Disc
Album:

Very 'Eavy, Very 'Umble - Picture Disc

Medium: LP/Download
Stil:

Hardrock

Label: BMG
Spieldauer: 39:14
Erschienen: 28.01.2022
Website: [Link]

Zu den legendären Debüts stilprägender Rockbands gehört "Very 'Eavy, Very 'Umble" genauso wenig wie die jeweiligen Einstände von beispielsweise den Scorpions oder URIAH HEEPs "ewigen" angeblichen Konkurrenten Deep Purple, doch fürs Verständnis dessen, was sich daraus entwickelte, ist eine Auseinandersetzung mit der ursprünglich 1970 erschienenen Platte unerlässlich.

Leichtgewichtiger Progressive Rock, wie er schon früher in der Heimat der Briten gespielt wurde, und der amerikanische Blues kommen auf dieser Platte so stark zur Geltung wie später nie wieder, obwohl man den Stil, mit dem URIAH HEEP letztlich berühmt wurden, freilich schon sehr genau erkennen kann. Prototypisch dafür steht das bissige ´Dreammare´ mit einerseits aufwändigen Gesangsarrangements und andererseits simpel stampfendem Beat während ´I'll Keep on Trying´ etlichen frühen Metal-Musikern als Blaupause dafür gedient haben könnte, wie man weitläufige Melodien auf fetten Riffs treiben lässt.

´Gypsy´ markiert den Hit der Platte, das "blaue" ´Lucy Blues´ hingegen ein Lowlight, das an schlappe Led Zeppelin denken lässt, und die von Harry Belafonte bekannt gemachte ´Come Away Melinda´ wirkt als Hippie-Pop-Schote im hart zupackenden und künstlerisch weitgehend anspruchsvolleren Kontext deplatziert.

Trotz solcher kleiner Ungereimtheiten und Kuriositäten, die von stilistischer Unentschlossenheit oder Unsicherheit zeugen, bleibt "Very 'Eavy, Very 'Umble" ein sympathisches Frühwerk, dessen Versprechen URIAH HEEP schon im Folgejahr mit "Salisbury" einlösten. BMGs Picture Vinyl klingt für dieses Format ordentlich und richtet sich vorwiegend an Sammler; Hobby-Musikwissenschaftler greifen zu einer der verschiedenen CD-Neuauflagen mit reichlich Bonusmaterial.

FAZIT: Die Anfänge von URIAH HEEP und Orgel-schwangerem Heavy Prog, wie wir ihn heute kennen - "Very 'Eavy… Very 'Umble" sollte man als Gitarrenmusik-Interessierter in welchem Format auch immer kennen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 877x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Gypsy (6:40)
  • Walking in Your Shadow (4:32)
  • Come Away Melinda (3:48)
  • Lucy Blues (5:10)
  • Dreammare (4:40)
  • Real Turned On (3:39)
  • I’ll Keep on Trying (5:27)
  • Wake up (Set Your Sights) (6:24)

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Welches Tier gibt Milch?

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!