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Atsuko Chiba: Atsuko Chiba (Review)
| Artist: | Atsuko Chiba |
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| Album: | Atsuko Chiba |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Experimental-, Kraut-, Progressive- und Post-Rock, TripHop, Psychedelic |
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| Label: | Motherland | |
| Spieldauer: | 32:37 | |
| Erschienen: | 24.04.2026 | |
| Website: | [Link] |
Was/Wer nur hat diese ATSUKO CHIBA geritten?
Ein CAPTAIN BEEFHEART oder FRANK ZAPPA?
Die 2012 gegründete Band aus Montreal jedenfalls bezeichnen ihre Musik selber als eine „stimmige und hypnotischen Mischung aus Progressive Rock, Psychedelic Rock, Post-Rock und Krautrock, die furchtlos Grenzen überschreitet“. Und genau so kann man die Musik hinter der viel zu kurzen halben Album-Stunde auch stehen lassen. Denn so kurz das einen bei diesem entspannten Cover auf die völlig falsche Musik-Fährte führende „Atsuko Chiba“ auch sein mag, es passiert viel Verrücktes und Experimentelles darauf.
Glaubt man den Bandmitgliedern, dann gehen sie vor den Aufnahmen eines Albums erst einmal ohne jeglichen Plan ins Studio und bringen (ihre durchaus ziemlich irre klingenden) Ideen ein, bis nach und nach ein experimentelles Musik-Gemisch daraus entsteht, das sich aus ganz unterschiedlichen Stilistiken (Experimental-, Kraut-, Progressive- und Post-Rock, TripHop, Psychedelic) zusammensetzt und daraufhin in ein Klangbild gepresst werden muss, welches trotzdem breit ausladend und stellenweise unkontrolliert bleibt.
Wer denkt da nicht an einen ZAPPA, der mit einer ähnlichen Herangehensweise ins Studio ging und dann voller Akribie und Experimentierfreude ein Meisterwerk nach dem anderen raushaute.
Bis dahin dauert es allerdings bei ATSUKO CHIBA noch etwas. Dafür aber sind sie mit ihrem bereits vierten Album (das tatsächlich wie die anderen auch viel zu kurz ausfällt) auf dem richtigen Weg, der selbst mit solchen Songs wie „Torn“ auch vor KING CRIMSON nicht haltmacht oder beim abschließenden Longtrack „Locked And Array“ ganz offensichtlich die Atmosphäre eines gelungenen wie verstörenden RADIOHEAD-Songs zu verbreiten versucht.
Kuriose Mischung, oder?
Außerdem setzen die Australier mit „Atsuko Chiba“ genau den Weg fort, den sie offensichtlich drei Jahre zuvor bereits auf dem beeindruckenden „Water, It Feel Like It's Growing“ eingeschlagen und mit einem ähnlich seltsamen Cover versehen hatten.
FAZIT: Bei so viel Experimentiergeist wie ihn ATSUKO CHIBA an den Tag legen, wäre es eine gute Idee, auch das Album länger als gerade mal eine halbe Stunde zu gestalten. Denn die Musik ihres vierten 'kurzen' Longplayers „Atsuko Chiba“ voller irrwitziger Ausflüge in Richtung Experimental-, Kraut-, Progressive- und Post-Rock, TripHop und jede Menge Psychedelik bereitet dem aufgeschlossenen Hörer, der beispielsweise gerne seine RADIOHEAD-Alben immer wieder aus dem Schrank holt, viel Freude. Eine Band aus Montreal, die locker auch über den großen Teich hinaus mit dieser ZAPPAesken Musik-Anarchie punkten sollte!
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Retention
- Pretense
- Future Ways
- Tar Sands
- Torn
- Locked And Array
- Sonstige - Auf dem Album findet man leider keine Angaben zu den beteiligten Musikern, sodass man vielleicht auf „Water, It Feels Like It's Growing“ nachschauen sollte.
- Water, It Feels Like It's Growing (2023) - 12/15 Punkten
- Atsuko Chiba (2026) - 11/15 Punkten
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