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Shanthi: Shanthi (Review)

Artist:

Shanthi

Shanthi: Shanthi
Album:

Shanthi

Medium: CD/Download
Stil:

Raga, Ambient, Fusion

Label: Eigenproduktion
Spieldauer: 46:19
Erschienen: 24.12.2025
Website: [Link]

Das Trio SHANTHI besteht erst seit 2025 und hat Ende des Jahres sein Debüt-Album eingespielt. Respekt für eine – Fazit vorweg - überzeugende Leistung. Georg Sehrbrock und Ludger Schmidt agieren schon weit länger zusammen (BYGGESETT ORCHESTRA, THE DORF) und waren beide sehr angetan vom Treffen mit der indischstämmigen Sängerin (und Pianistin) Pashanthi Sankaran. Eine fünfstündige Jam-Session bildete die Grundlage für die Geburt SHANTHIs und führte zum Premierenauftritt bei der Nacht der Kulturen 2025 in Dortmund.

SHANTHI ist kein Nebenprojekt des wohlgelittenen BYGGESETT ORCHESTRAs, sondern eine eigenständige Formation. Gemein hat man das musikalische Verständnis und Können, den musikalischen Flow in einen beinahe rauschhaften Sog zu verwandeln. Raga, Ambient-Music, ein Hauch Dark-Jazz, bis hin zu kleinen Besuchen in der Berliner Schule („Drops“ erinnert passagenweise und von Ferne an die Zusammenarbeit Klaus Schulzes mit Lisa Gerrard), führen zu einem meditativen Werk, dass keine Scheu vor Temposteigerungen besitzt.


Besonders „Pathways“ und der Abschluss „Meteor“ grooven ausgesprochen launig. Die deftigen solistischen Einlagen klingen nach Gitarrenbreitseite, sind aber von Ludger Schmidt mittels elektrischem Cello eingespielt worden - Chapeau! Pashanthi Sankaran singt gefühlvolle, antreibende Mantras und wortlose Tonfolgen, Georg Sehrbrock sorgt für weitläufige, abwechslungsreiche Klanglandschaften sowie den rhythmischen Background, der von Bassist Ludger Schmidt einfühlsam unterfüttert wird.

Interkulturelle Musik, die von Verständnis und Zuneigung füreinander geprägt ist, bei der man sich umkreist, entfernt und wieder zueinander findet. Stimmig und ohne aalglatte Anbiederung entsteht so ein geradezu hypnotisches Konstrukt, das mit jedem Hördurchgang zu Entdeckungen einlädt und neue Facetten offenbart (ist da eine kleine THE DOORS-Reminiszenz in „Drops“ oder nicht?
Ich höre Reiter im fernen Sturm). Selbst Tanzen funktioniert dazu prächtig. Oder einfach nur konzentriertes Zuhören.


FAZIT: SHANTHI bedeutet übersetzt in etwa „Innerer Frieden, Ruhe, Stille, Gelassenheit, Harmonie.“ Das Trio gleichen Namens schafft eine Ahnung davon, ohne das schlafmütziger Wohlklang den musikalischen Raum erobert. Die vier Stücke des Albums haben die nötige Ruhe und trotzdem ordentlich Power, Hektik bleibt aber ein Fremdwort. Eines der wenigen in diesem grenzübergreifenden Konglomerat. Om Shanthi Om. Aber sowas von.

Jochen König (Info) (Review 1031x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 12 von 15 Punkten [?]
12 Punkte
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Tracklist:
  • Dawn
  • Drops
  • Pathways
  • Meteor

Besetzung:

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