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Siege Perilous: Becoming the Dragon (Review)

Artist:

Siege Perilous

Siege Perilous: Becoming the Dragon
Album:

Becoming the Dragon

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Power Metal

Label: Crunchtronic Entertainment
Spieldauer: 44:45
Erschienen: 27.03.2026
Website: [Link]

Zwischen TWILIGHT FORCE und UNLEASH THE ARCHERS wurde mit SIEGE PERILOUS im März diesen Jahres ein musikalischer Drilling geboren.
Nach zwei EPs in den Jahren 2022 und 2024 proklamieren die Power-Metal-Fantasten aus Colorado mit ihrem Debütalbum die Transformation zum Drachen, klingen bei genauerem Lauschen aber eher wie eine weniger zähnefletschende Eidechse.


Denn auch wenn das Feature mit Fabio Lione in „As the Dragon Falls“ großes Fantasy-Metal-Kino verspricht, schippern SIEGE PERILOUS eher in durchschnittlich gemütlichem Genre-Fahrwasser.
Die Gitarrenmelodien, der marginale Pomp-Anteil in allen Nummern, ja, selbst die Hooklines mitsamt den zahlreichen Gitarrensoli wirken durch die Bank eher wie vorverdaute Genre-Kost, die von anderen Bands bereits mitreißender vertont wurde (u.a. von Herrn Liones Ex-Band RHAPSODY).


Der Vergleich mit TWILIGHT FORCE bietet sich auch abseits von dem Feature mit deren Sängerin Kristin Starkey in „Echoes of Home“ an. Tatsächlich bildet die pathetische Halbballade einen der stärksten Momente des Albums, denn der Kitsch-Überhang sticht ein wenig aus dem Rest des Albums heraus, ohne dass der Song wirklich zwingende Momente bereithalten würde.


Die beiden Schlusslichter „Becoming the Dragon“ und „Eschaton“ schleppen sich leider behäbig über die Ziellinie und legen nochmal eine Schippe Pomp obendrauf, womit der Zuckerguss-Faktor doch arg auf die Spitze getrieben wird.


Dass sich wirklich zwingende Aha-Momente im Songwriting leider rar machen, ist auch nicht wirklich förderlich für den musikalischen Mehrwert von „Becoming the Dragon“, womit das Album am Ende eher im Eidechsenstadium verweilt, als ein feuerspeiendes Flugreptil zu repräsentieren.


FAZIT: SIEGE PERILOUS täuschen mit dem Albumtitel „Becoming the Dragon“ das große Musik-Fantasy-Spektakel an, verbleiben in Sachen Songwriting aber allzu oft im Kriechtier-Stadium und das nicht nur weil sich das Songmaterial an einigen Stellen ganz schön in die Länge zieht. Auch die verwendeten Songmotive und die pompös-dramatische Herangehensweise wurden von diversen Genre-Vorbildern bereits mitreißender vertont, womit die Drachenritter aus Colorado eher wie ein Abziehbild ihrer Idole wirken.

Dominik Maier (Info) (Review 35x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 6 von 15 Punkten [?]
6 Punkte
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Tracklist:
  • Overture (Instrumental)
  • Ancient Rite
  • As the Dragon Falls (feat. Fabio Lione)
  • Child of Prophecy
  • Shattered Mirage
  • Chieftain
  • Cut Down
  • Echoes of Home (feat. Kristin Starkey)
  • Becoming the Dragon
  • Eschaton

Besetzung:

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