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Empires Of Eden: Channelling The Infinite (Review)
Artist: | Empires Of Eden |
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Album: | Channelling The Infinite |
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Medium: | CD | |
Stil: | Heavy Metal |
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Label: | Music Buy Mail | |
Spieldauer: | 66:10 | |
Erschienen: | 01.06.2012 | |
Website: | [Link] |
Projekte, Projekte, Projekte – die aktuelle Diskussion, ob die traditionelle CD am Ende ist, könnte schon bald um eine weitere Nuance erweitert werden: Ist die traditionelle Band am Ende? Es scheint so, als ob die zunächst nur im Melodic Rock um sich greifende Projektisierung immer mehr auch andere schwer rockende Segmente befällt. Insbesondere im Bereich des melodischen Metals wirkt es so, als ob „All-Star-Projekte“ derzeit lukrativer erscheinen als herkömmliche Bandkonstellationen.
Auch bei EMPIRES OF EDEN haben wir es mit einem solchen Projekt zu tun. Kopf des Ganzen ist der australische Gitarrist Stu Marshall (Ex-DUNGEON), der auch auf seinem dritten Album eine ganze Armada an Sängern aufbietet, denen er jeweils einen Song auf den Kehlkopf zugeschnitten hat.
Das klingt in der Theorie zunächst einmal verlockend, und auch die allermeisten der Songs funktionieren für sich genommen sehr gut. Ob es ein Hochgeschwindigkeits-Power-Metal-Schredderer wie der Titeltrack (mit CAGE-Fronttier Sean Peck am Mikro), ein melodischer Bombasthappen wie „Cry Out“ (Rob Rock) oder ein fatal an 80er-Jahre-RIOT-Leckerbissen erinnerndes „Your Eyes“ (Mike DiMeo) ist: Die Qualität der Songs ist in den meisten Fällen durchaus hoch. Ein paar Ausnahmen wie das belanglose „Cyborg“ mal ausgenommen. Ex-METAL-CHURCH-Sänger sorgt dabei mit seiner starken Gesangsleistung in „White Wings“ für die größte positive Überraschung.
Das Problem dabei: Durch die stilistischen Unterschiede will kein rechter Fluss aufkommen. Nach einem typischen ACCEPT-Stampfer wie „Hammer Down“ mit – na? – Udo Dirkschneider passt ein eher filigraner Rocker wie „This Time“ mit Steve Grimmett nur bedingt. Und dieses Wechselbad der Gefühle zieht sich durch das gesamte Album, man sehnt sich dabei nach ein bisschen Konstanz.
FAZIT: Keine Frage, Stu Marshall ist ein ausgesprochen guter Gitarrist, ein begabter Songschreiber und anscheinend auch ein guter Organisator, ansonsten würde er wohl nicht diese Vielzahl an Sänger unter einen Produktionshut bekommen. Aber „Channelling The Infinite“ kann davon nur bedingt profitieren.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Cry Out (Rob Rock)
- Hammer Down (Udo Dirkschneider)
- This Time (Steve Grimmett)
- Channelling The Infinite (Sean Peck)
- Lions For Lambs (Alessandro Del Vecchio)
- Cyborg (Carlos Zema)
- World On Fire (Louie Gorgievksi)
- Your Eyes (Mike Dimeo)
- Born A King (Danny Cecati)
- As Flames Scorch The Ground (Vo Simpson)
- White Wings (Ronny Munroe)
- Hammer Down (Bonustrack, All star version)
- Born A King (Bonustrack, feat. Sean Peck)
- Bass - Stu Marshall
- Gesang - Udo Dirkschneider, Rob Rock, Steve Grimmett, Mike DiMeo, Sean Peck, Carlos Zema, Ronny Munroe, Alessandro Del Vecchio, Danny Cecati, Louie Gorgievski, Vo Simpson
- Gitarre - Stu Marshall
- Schlagzeug - Jason Manewell
- Songs Of War And Vengeance (2009) - 9/15 Punkten
- Reborn In Fire (2010) - 12/15 Punkten
- Channelling The Infinite (2012) - 9/15 Punkten
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