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F.R.I.D.A.: Meinungsmonument (Review)

Artist:

F.R.I.D.A.

F.R.I.D.A.: Meinungsmonument
Album:

Meinungsmonument

Medium: CD/Download
Stil:

Punk

Label: Coretex / Rough Trade
Spieldauer: 37:46
Erschienen: 05.04.2019
Website: [Link]

Der Titel "Meinungsmonument" bezieht sich auf die Berliner Mauer, an der die Mitglieder der Newcomer F.R.I.D.A. aufgewachsen sind, und spiegelt zugleich ihre Sensibilität für gesellschaftliche bzw. politische Zusammenhänge wider. Vor diesem Hintergrund erfüllt die Tatsache, dass die Band Punk spielt, niemanden mit Erstaunen, zumal dieser Stil wie nur wenige (abgesehen von Techno vielleicht, aber wir reden hier über Rock) eine lange Tradition in der Hauptstadt genießt.

Das junge Quintett gehört indessen definitiv der neuen Schule seiner Zunft an. "Meinungsmonument" wurde nicht nur produktionstechnisch fett aufgebläht, denn die Musiker machen auch muskulöse Einflüsse geltend, nämlich sozusagen im Hardcore-Feinripp-Unterhemd. Bei allem Wert, den F.R.I.D.A. auf Melodien legen, hauen sie uns eine gehörige Riff-Breitseite um die Ohren, wodurch im Verbund mit vielen ausgefeilten Leads eine Menge Energie entsteht.

Die Klampfer Michael und Alexander müssen einander schon länger kennen, denn als Hook-Spender und Dynamos der Gruppe sind die beiden praktisch schon jetzt unverzichtbar. Sänger Toni intoniert erfreulich rau und wirkt mit seinen engagierten Texten jederzeit glaubwürdig, auch weil er auf dämliche Parolen verzichtet; seine kleinen Poeme laden aufgrund ihrer Multivalenz zu aufmerksamem Zuhören bzw. Durchlesen ein. Wenngleich F.R.I.D.A. Toxpack-Frontmann Schulle als Gast zum Mitsingen eingeladen haben, erinnert ihre Musik eher an Dritte Wahl oder eine aggressive Variante von … But Alive - das Edelste vom Edelsten also, was die nationale Szene seither zu bieten hat.

FAZIT: Ein Dutzend stilistisch konformer, aber spritzig gespielter und getexteter Deutschpunk-Feger ohne teutonisches Pathos, aufgesetzten "Fun" oder kitschiges Tralala aus der Skatecore-Ecke - F.R.I.D.A. empfehlen sich schon mit ihrem ersten Album als musikalisch schlagfertige und mitdenkende Genre-Band, die ohne Zweifel ihren Weg gehen wird.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 506x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • Graue Vögel
  • Höret den Ruf
  • Niemandskind
  • Justizia
  • Apathie
  • Komm mit uns, komm
  • Antiheld
  • Königsgnade
  • Schuld
  • F.U.C.K.
  • Jetzt schlägt's 13
  • Drehmoment

Besetzung:

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