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Treurwilg: An End To Rumination (Review)

Artist:

Treurwilg

Treurwilg: An End To Rumination
Album:

An End To Rumination

Medium: CD/Download
Stil:

Doom Metal

Label: Eigenvertrieb
Spieldauer: 45:46
Erschienen: 21.02.2020
Website: [Link]

Im niederländischen Untergrund brodelt es schon seit geraumer Zeit, was extremen Metal betrifft, und bis auch TREURWILG von einem Label aufgeschnappt werden, dürfte es nur noch eine Frage der Zeit sein. Die ursprünglich als "Fun"-Projekt von u.a. Stef Heesakkers Gitarrist (Dark Sun Rising) und Gitarrist bzw. Sänger Rens van Herpt (Defied Sanity) gegründete Gruppe besteht zwar schon seit 2014, macht aber erst nach ihre Erwartungen übertreffender Bühnenperformance auf ernst und blickt schon auf eine Live-EP sowie "Departure", zurück, eine LP mit Songs, die im Sommer 2016 eingespielt und im Herbst 2019 anlässlich des Festivals Dutch Doom Days veröffentlicht wurden.

Das Quartett spielt allerdings keinen Black Metal wie viele ihrer Landsleute, die das internationale Szene-Treiben dieser Tage in beträchtlichem Maß mitgestalten, sondern versteht sich auf zähfließenden Stoff, obwohl der Frontmann krächzt und grunzt. Obwohl es an sich keine Innovationen lostritt, beweist es mit der Scheibe seine eigene Identität innerhalb des vorgegebenen Spektrums.

Die Produktion ist sagenhaft fett und verleiht dem auf Funeral Doom wie aus den 1990ern beruhenden Material einen aktuellen Touch. TREURWILG haben die Dreiviertelstunde zwar in fünf Stücke segmentiert, möchten das Ganze aber als Gesamtwerk begriffen wissen, was man insofern absegnen kann, als die Musik auf einer schlingernden Spannungskurve mit Höhen und Tiefen abläuft.

Instrumentalpassagen, in denen Keyboard und unverzerrte Gitarren dominieren, verknüpfen die Tracks gewissermaßen miteinander, spielen aber auch in ihrem jeweiligen Verlauf eine tragende Rolle. Steve Janiak, Gitarrist von Apostle of Solitude, hat der Band seine Stimme für mehrere gesprochene Passagen geliehen, die Tasten-Parts stammen von Faals Catía André Almeida.

Was die Band in Zukunft noch braucht, sind mehr Flexibilität in Sachen Tempo (das recht zackige 'I' mag ihr als Blaupause dazu dienen) und melodische Hooks, die über ein paar traurige Leads hinausreichen.

FAZIT: Epischer Lava-Sound mit einigen kleinen kompositorischen Schwächen - die Tilburger TREURWILG sind bis auf weiteres kein zwingend hörenswerter Genre-Vertreter, aber reif für eine Plattenfirma, die sie anspornt, ihr vorhandenes Potenzial im vollen Umfang auszuschöpfen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 593x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 9 von 15 Punkten [?]
9 Punkte
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Tracklist:
  • The Fragility Of Mankind
  • In Ruin And Misery
  • Myosotis
  • I
  • Shallow Pools Of Grief

Besetzung:

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