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Bye Parula: Something Out of Nothing (Review)
| Artist: | Bye Parula |
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| Album: | Something Out of Nothing |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Indie-Pop, Folk-Rock, Funk |
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| Label: | Secret City Records | |
| Spieldauer: | 37:31 | |
| Erschienen: | 05.06.2026 | |
| Website: | [Link] |
Mit „Something Out of Nothing“ legt das Montréal-Trio BYE PARULA sein zweites Album vor – und trifft vom ersten Ton an ins Schwarze. Statt Pop von der Stange gibt es hier verspielte Details, eingebettet in eine druckvolle, klare Produktion. Im weiteren Verlauf schleicht sich dann zunehmend eine melancholische Stimmung ein, die dem Album zusätzliche Tiefe verleiht.
Über sanften Keyboardflächen perlen feine Gitarrenlicks, die gemeinsam mit dem Schlagzeug ein sattes Funk-Feeling entfalten. Da darf es in „KISSBURN“ auch mal deutlich nach Modern Disco klingen – inklusive schmeichelnder Streicher. Die Gitarren erweisen sich dabei als roter Faden des ersten Albumteils: mal lässig groovend, mal mit R&B-Schmelz aufgeladen, dann wieder im treibenden Disco- oder Funk-Tempo. Die Vocals fügen sich nahtlos ein und harmonieren jederzeit mit dem Sound – ob in luftigen BEE GEES-Höhen oder mit warmem Timbre.
Mit „Home“ wird es dann spürbar ruhiger: Eine Stimme mit deutlichem 80er-Touch schwebt zunächst durch flirrende Wave-Atmosphäre, bevor die hohe Gesangslinie übernimmt und dem Stück ein melancholisches Finale verleiht. Den emotionalen Tiefpunkt – im besten Sinne – markiert „Miedo De Olvidar“: eine wunderschöne Akustiknummer, die durch die weibliche Gaststimme zusätzlich veredelt wird. Diese nachdenkliche Grundierung prägt auch die folgenden Songs und mündet in einem krönenden Abschluss, bei dem Stimmen und Gitarre mit „Needed“ noch einmal für stille Gänsehautmomente sorgen. Gut, dass man danach bei der lässigen Pop-Perle „Burning Down The House“ wieder durchatmen kann.
FAZIT: Mit „Something Out of Nothing“ gelingt BYE PARULA ein herrlich unkonventionelles Pop-Album. Das Trio meistert den Spagat zwischen treibendem Funk, Modern Disco und tief melancholischen Wave- und Akustik-Momenten perfekt. Dank einer glasklaren Produktion und harmonischem Gesang verliert sich die Band nie im Unverbindlichen. Ein facettenreiches, geschmackvolles Highlight abseits der Stangenware.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- I Don’t Know
- KISSBURN
- I’m Getting Ready
- Something Out Of Nothing
- Home
- Orange Blossom (There’s a million reasons)
- Miedo De Olvidar (featuring Elisapie)
- Quand Vient Le Soir
- Needed
- Burning Down The House
- Bass - Loïc Calatayud-Sola, Warren C. Spicer, Morgan Moore
- Gesang - Sergio D’Isanto, Sebastian Riquelme, Loïc Calatayud-Sola, Robbie Kuster, Warren C. Spicer, Morgan Moore, Elisapie, Adèle Trottier-Rivard
- Gitarre - Sergio D’Isanto, Sebastian Riquelme, Loïc Calatayud-Sola, Warren C. Spicer
- Keys - Sergio D‘Isanto, Sebastian Riquelme, Loïc Calatayud-Sola, Warren C. Spicer, François Lafontaine
- Schlagzeug - Sergio D’Isanto, Robbie Kuster
- Sonstige - Mélanie Bélair (Streicher), David Binney (Saxofon)
- Something Out of Nothing (2026) - 12/15 Punkten
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