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Darkest Hour: Suffer Divine (Review)

Artist:

Darkest Hour

Darkest Hour: Suffer Divine
Album:

Suffer Divine

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Melodic Death Metal

Label: MNRK Heavy
Spieldauer: 42:10
Erschienen: 30.10.2026
Website: [Link]

Bei aller Professionalität und Langlebigkeit – „Suffer Divine“ ist bereits das elfte Studioalbum in knapp über 30 Jahren des Bestehens – muss man DARKEST HOUR Stagnation auf hohem Niveau bescheinigen. Andererseits wiederum kann man einer Band nur schwerlich einen Vorwurf machen, wenn sie sich auf ihre augenscheinlichen Stärken besinnt.

Allen kritischen Fans, die immer noch Angst haben, dass sich die fünf Amerikaner zu sehr von ihren Wurzeln verabschieden und stattdessen den Kotau vor dem biederen Metalcore-Amerika der Jahrtausendwende machen, kann man auch diesmal guten Gewissens Entwarnung geben:

Trotz der Tatsache, dass sich hier und da – vorsichtig gesprochen – cleanere Vocals eingeschlichen haben, die, denkt man 20 Jahre zurück, noch auf das Konto von Devin Townsend gehen („Undoing Ruin“ wurde von ihm produziert), ist an Weichspül-Metal oder Pop-Appeal nicht zu denken. Viel eher lassen das Aggressionspotential der durchweg schnell gespielten Musik (im brutalen ‚Gods Of Decay‘ kommen gar Blastbeats zum Einsatz), das an Göteborg-Death erinnernde High-Energy-Riffing sowie die mehr oder weniger latente Hardcore-Rhythmik Reminiszenzen an alte Glanztaten Marke „Hidden Hands Of A Sadist Nation“ aufleben.

‚Salvation‘ gibt dabei einen guten Eindruck vom nicht-gebrüllten Gesangsstil ab, der immer noch raubeinig genug daherkommt, um im Metal-Kontext zu bestehen. Abseits dieses Details entfaltet „Suffer Divine“ interessante Dynamiken: Den letztgenannten Song mit einem Akustik-Outro, welches jener Schweden-Typik im besten Sinne nacheifert, zu beenden, ist Eines, ein Anderes hingegen einen hundsgemeinen Thrasher wie den Titeltrack darauf folgen zu lassen.

Ähnlich zweigesichtig verhält es sich mit ‚The Unforgiving Hand‘. Akustik-Grundierung und E-Solo – das Gitarren-Duo Santora-Schleibaum lässt sich hier zu ausgiebigem Musizieren hinreißen – dominieren die erste Hälfte des Songs, ehe die martialische Schlagseite ertönt. Auch ohne wie sonst die typischen Muster zu bedienen, gehen DARKEST HOUR offenbar als respektable Songwriter durch, was man über die amerikanische Konkurrenz nicht immer behaupten kann (die letzte EP der stilistisch ähnlich gelagerten UPON STONE wirkte leidlich unaufgeräumt).

Dem Wohlfühl-Faktor eines ‚Unforgiving Hand‘ ist zudem das staubtrockene und hardcoremäßige ‚Everyday Horrors‘ entgegengesetzt, bevor die Amerikaner zur Paradedisziplin zurückkehren und im Akkord vertraut klingende Melodien resp. rockige Soli bescheren, die sicherlich auch live ihre Wirkung nicht verfehlen werden (‚A Story Of Redemption‘).

FAZIT: „Suffer Divine” hat das Potenzial, vergraulte Alt-Fans mit den Amerikanern von DARKEST HOUR wieder zu versöhnen, da die Bezüge zu den frühen Sachen unüberhörbar sind. Anhänger, die der US-Band ohnehin verlässlich die Treue halten, erfreuen sich an der, wie gehabt, professionell gemachten Melange aus Melodic Death Metal, Thrash und Hardcore, die sich glücklicherweise keinem zwielichtigen Szene-Vertreter anbiedert und wie aus einem Guss wirkt.

Tim Rahrbach (Info) (Review 49x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • All Cruelty Springs From Weakness (0:37)
  • Gods Of Decay (2:44)
  • No Conquered Hearts (3:47)
  • Salvation (5:07)
  • Suffer Divine (2:33)
  • Warrior (4:31)
  • Vile Angel (4:00)
  • The Unforgiving Hand (4:26)
  • Tribalist (3:48)
  • Everyday Horrors (3:58)
  • A Story Of Redemption (6:39)

Besetzung:

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