Musikreviews.de bei Facebook Musikreviews.de bei Twitter

Partner

Statistiken

Motus Tenebrae: In Sorrows Requiem (Review)

Artist:

Motus Tenebrae

Motus Tenebrae: In Sorrows Requiem
Album:

In Sorrows Requiem

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Gothic Doom Metal

Label: My Kingdom Music
Spieldauer: 45:38
Erschienen: 08.05.2026
Website: [Link]

Zehn Jahre hat es gedauert, bis MOTUS TENEBRAE wieder Schwermut und Schwärze verbreiten. Mit „In Sorrows Requiem“ liegt nun endlich seit Mai dieses Jahres das sechste Studioalbum der Italiener vor.


Darauf suhlen sich die Musiker in einer melancholischen Schwere zwischen Gothic- und Doom-Metal, die nicht selten an Bands wie TYPO O NEGATIVE erinnert. Gleichzeitig finden sich auch Spuren von PARADISE LOST in der Musik. Vor allem wenn die Gitarren metallischer riffen und sogar ein paar verhaltene Growls ertönen (u.a. in „The Dark Machine“).


Stücke wie „Fragments“ erzählen von verschlepptem Weltverdruss, der kaum romantisch verklärt wird, wobei die Streicher und der zarte Frauengesang ein gewisse Nähe zum Gothic Genre erzeugen. Derweil kommt das tieftraurige Doom-Element kaum zu kurz (man höre nur mal die verzweifelten Schreie, die aus dem Hintergrund erschallen).


Thematisch wie atmosphärisch gleitet „In Sorrows Requiem“ mit jedem Song mehr und mehr in Fatalismus und Verdruss ab. Dass im Titeltrack die Analogie zu einem einsamen Wanderer gezogen wird, passt ebenso gut zur Stimmung des gesamten Albums, wie sich der langsam ansteigende Verdruss dadurch teilweise erklärt.
Temperamentvolle Düsternis findet sich auch in Stücken wie „Pulvere Sacro“. Das Tempo wird angezogen und die Strophen weisen manch soundästhetische Parallele zu Bands wie THE SISTERS OF MERCY auf.


Der Opener „Endless Buildings“ und das finale „End Begun“ bilden zudem eine stimmige Klammer Gothic-hafter Düsternis, die auch Dank des helleren Gesangs das angestrebte Drama vorwegnimmt, bzw. als passender Abschluss auf den Punkt bringt.


FAZIT: MOTUS TENEBRAEs „In Sorrows Requiem“ erfindet Doom Metal mit düsterem Charakter sicher nicht neu. Aber die Italiener präsentieren sich als fähige Dunkelmusikanten, die emotionalen Schwermut treffend in Musik verpacken, ohne allzu prätentiös oder überzogen zu agieren.

Dominik Maier (Info) (Review 39x gelesen, veröffentlicht am )

Unser Wertungssystem:
  • 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
  • 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
  • 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
  • 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
  • 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
  • 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
[Schliessen]
Wertung: 10 von 15 Punkten [?]
10 Punkte
Kommentar schreiben
Tracklist:
  • Endless Buildings
  • Solitude
  • The Dark Machine
  • Desolate Place
  • Fragments
  • In Sorrow's Requiem
  • Pulvere Sacro
  • Love Damned Of Dead
  • Shelter Me
  • End Begun

Besetzung:

Alle Reviews dieser Band:

Interviews:
  • keine Interviews
(-1 bedeutet, ich gebe keine Wertung ab)
Benachrichtige mich per Mail bei weiteren Kommentaren zu diesem Album.
Deine Mailadresse
(optional)

Hinweis: Diese Adresse wird nur für Benachrichtigungen bei neuen Kommentaren zu diesem Album benutzt. Sie wird nicht an Dritte weitergegeben und nicht veröffentlicht. Dieser Service ist jederzeit abbestellbar.

Captcha-Frage Wobei handelt es sich nicht um ein Getränk: Kaffee, Tee, Bier, Schnitzel

Grob persönlich beleidigende Kommentare werden gelöscht!