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Pornscars: Victimless Crimes… (Review)
| Artist: | Pornscars |
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| Album: | Victimless Crimes… |
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| Medium: | LP/Download | |
| Stil: | Hardcore- und Garage-Punk |
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| Label: | Smith & Miller Records | |
| Spieldauer: | 30:07 | |
| Erschienen: | 05.06.2026 | |
| Website: | [Link] |
Die beiden psychotischen Grinsebacken auf dem Frontcover von „Victimless Crimes…“ verheißen weniger nachbarschaftlichen Frieden, als vielmehr die hochgelobte Vorstadtidylle auf zynische Art zu entzaubern. Denn wo Blut aus einer Mülltonne fließt, ist der nächste Hobbymetzger nicht weit…
Entsprechend roh setzen auch PORNSCARS ihre Soundklinge an. Hardcore Punk aus der Wellblechgarage steht auf dem Plan, wobei die Band alles andere als Soundstümperei begeht. Dafür tönen Stücke wie „Party in Prison“ zu differenziert, zu schwungvoll und mit reichlich Druck vom Plattenteller.
„Bomb Threat“ drückt als sarkastisches Energiebündel auf die Tube, lädt mit lockeren Rhythmen aber auch zum sarkastischen Tanz, ehe „Holly Rollers“ mit einer gehörigen Portion Rock'n'Roll und Rumpel-Charme gefällt.
Mit „Kiss me Quick“ startet „Victimless Crimes“ derweil ohne Umschweife und präsentiert bereits den zynischen Humor, den PORNSCARS in Stücken wie „Hate Mail“ auf die Spitze treiben. Denn so locker groovend und mit fast beschwingter Leichtigkeit von digitalem Hass zu singen, hat schon einen deibeligen Charakter.
Der Musik tut das freilich keinen Abbruch, im Gegenteil: Der nervös-raue Charme von Stücken wie „Blurring the Lines“ oder der Punk'n'Roll-Arschtritt „Holy Rollers“ transportieren eine wilde Energie, die ein passables Bild von der potenziellen Live-Ekstase der PORNSCARS vermittelt.
Schmissiges Eltern-Bashing wie „Blame the Parrents“ oder der finale Punk'n'Roll-Arschtritt „Under your Spell“ zeugen außerdem davon, dass PORNSCARS wenig Wert auf Zeitgeist-Polit-Punk oder Hochglanz-Soundtönung legen und unterstreichen den roh-dreckigen Ansatz in Klang und Sprache derart unbekümmert, dass es eine Freude ist.
FAZIT: PORNSCARS lassen mit „Victimless Crimes“ ein zynisches Hardcore/Garage-Punk-Hybridalbum auf die Welt los und kratzen dabei die Abgründe einer vermeintlichen Gesellschaftsidylle hervor. Die Musik ist dagegen alles andere als ein Verbrechen, denn mit schmissigen Kompositionen zwischen Mitbrüll-Potenzial, marginaler Zerstörungswut und besagten zynischen Inhalten präsentieren sich die Berliner voll mit Adrenalin und liefern ein schmissiges Album voll mit liebenswertem Lärm ab.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Side A:
- Kiss me Quick
- Phantom Limbs
- Hate Mail
- Blurring the Lines
- On Maple Street
- Party in Prison
- Side B:
- Bomb Threat
- Holy Rollers
- Blame the Parents
- A Night to Dismember
- Teenage Babylon
- Under your Spell
- Bass - Eljay Ryan
- Gesang - Boz, Elena, Maxim, Eljay Ryan
- Gitarre - Niall, Elena, Maxim
- Schlagzeug - Sasha
- Victimless Crimes… (2026) - 12/15 Punkten
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