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Villagers Of Ioannina City: Venceremos (Review)

Artist:

Villagers Of Ioannina City

Villagers Of Ioannina City: Venceremos
Album:

Venceremos

Medium: CD/LP/Download
Stil:

Heavy Folk Rock

Label: Napalm Records
Spieldauer: 60:10
Erschienen: 18.09.2026
Website: [Link]

Böse Zungen könnten behaupten, dass die griechischen Folk-Rocker VILLAGERS OF IOANNINA CITY eine reine Gimmick-Band seien, deren Zauber verfliegen würde, sobald das traditionelle Element (Flöten, Dudelsack) aus der Musik verschwände. Ganz so hart muss man mit ihnen indessen nicht ins Gericht gehen. Die gute Stunde Musik auf ihrem neuen Longplayer „Venceremos“ bietet eine Menge an Abwechslung, wenngleich Höhepunkte, mit Ausnahme einiger weniger Momente in der zweiten Albumhälfte, die zumindest für Alt-Fans interessanter sein dürfte, rar gesät sind.


Neben der ungewohnt düsteren Anlage eines ‚No Fear‘, dessen markantes Eingangsriff und flottes Finale gewisse metallische Härten aufweisen, ragt vor allem das zwölfminütige ‚Here And Now‘ heraus. Der Track, der in Sachen Songwriting, wie jeder andere des Albums, trotz seiner auffälligen Länge keine progressiven Sprünge macht, ist über weite Strecken ein klassischer Hardrock-Song, wobei traditionelle Sounds den Refrains die nötige Würze verleihen und das tolle Gitarrensolo seinen Effekt nicht verfehlt, kommt es doch sonst ein ums andere Mal zu kurz. Dominante Folk-Einlagen stellen überdies das Trademark der Ohrwurm-Single ‚Ghosts In The Sky‘ dar, welche im Vorfeld der Veröffentlichung von „Venceremos“ bereits live präsentiert wurde – zusammen mit dem schmissigen, sehr Band-typischen Titeltrack.


Positiv hervorzuheben ist in Bezug auf die zweite Albumhälfte zudem, dass manche Motive dem rockigen Konzeptalbum eine weltmusikalische, mithin ambienthafte Atmosphäre verleihen, die bisweilen Erinnerungen an DEAD CAN DANCE weckt. Referenzpunkte bilden hier das vergleichsweise unzugängliche ‚Ruiner‘ sowie das Instrumental ‚Epitaph‘. Manches Mal wünscht man sich allerdings, dass die Songs, insbesondere das fast zehnminütige ‚Home‘, ein wenig straffer komponiert worden wären, vor allem da der emotionale Höhepunkt ausbleibt, obwohl es dafür genug Möglichkeiten gegeben hätte, wie der Quasi-Opener vom mittlerweile acht Jahre zurückliegenden Vorgänger-Album unter Beweis stellt. Kritisch fällt außerdem ins Gewicht, dass die weiblichen Background-Vocals, welche an sich das Material bereichern, vom druckvollen Mix nahezu verschlungen werden und letztlich etwas zu leise daherkommen. Schade!


FAZIT: VILLAGERS OF IOANNINA CITY sind auf „Venceremos” nach wie vor eine Band mit Wiedererkennungswert und eigener Identität. Auch wenn diesem Album ein wenig die großen Momente und die kompositorische Kompaktheit fehlen, so besitzt der eigenständige Heavy-Folk-Rock-Ansatz der Griechen doch insgesamt genug Substanz, um ebenso die nächsten acht Jahre – hoffentlich sind es deutlich weniger! – musikalisch gehaltvoll zu überbrücken.

Tim Rahrbach (Info) (Review 65x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 11 von 15 Punkten [?]
11 Punkte
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Tracklist:
  • Alienation (0:46)
  • Home (9:53)
  • Ghosts In The Sky (7:23)
  • Venceremos (5:25)
  • The Ruiner (6:56)
  • No Fear (6:50)
  • Here And Now (11:57)
  • Epitaph (3:37)
  • Requiem (7:23)

Besetzung:

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