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Vingulmork: Barmhjertighetens Fallitt (Review)
| Artist: | Vingulmork |
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| Album: | Barmhjertighetens Fallitt |
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| Medium: | CD/LP/Download | |
| Stil: | Norwegian Black Thrash Metal |
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| Label: | Crime Records, Likskue Productions, Schattenpfade Support Circle | |
| Spieldauer: | 47:09 | |
| Erschienen: | 11.09.2026 | |
| Website: | [Link] |
Vier Aufnahme-Sessions in zwei Jahren und eine Million Biere habe es bedurft, um "Barmhjertighetens Fallitt" in Form zu bringen, verkündet das norwegische Black-Thrash-Quartett VINGULMORK im Fratzenbuch. Stockbesoffen sind die nicht mehr ganz taufrisch aus der Wäsche guckenden Herren allerdings wohl kaum ans Werk gegangen, denn die zwölf Songs kommen fokussiert zur Sache.
Wie für zahlreiche Black-Metal-Alben dieser Tage gilt auch für "Barmhjertighetens Fallitt", wäre es vor rund drei Jahrzehnten aufgenommen worden, hätte die für das muntere Geschepper verantwortliche Band damit sicher mehr als nur einen Achtungserfolg im Freundes- und Bekanntenkreis verbuchen können. Doch anno 2026 ist VINGULMORK eine von derweil nahezu unzähligen Bands, die dem altehrwürdigen Stil frisches Leben einhauchen, was ihr – das sei festgestellt – überzeugend gelingt. Musikalische Revolutionen finden auf "Barmhjertighetens Fallitt" also nicht statt, immerhin jedoch eine Frischzellenkur, in welcher die Norweger meist hurtig durchs Unterholz preschen und nicht an ihrem Willen zweifeln lassen, der Hörerschaft ordentlich das Fell zu gerben. Das ist einerseits wenig originell, andererseits kurzweilig, denn VINGULMORK haben sich bei der Produktion hörbar um Abwechslung bemüht und klingen zweifelsohne durchschlagskräftig.
Auch folkige Anklänge im Midtempo stehen der Band gut zu Gesicht, wie "Mannen Og Kråka", eine schwermetallische Interpretation der mittelalterlichen Ballade "Kråkevisa" beherzt beweist, ohne letztlich Windir das Wasser reichen zu können.
Erwähnenswert ist die gediegene Gestaltung des Albums in schwarz/weiß/rot, die mit eigenen Akzenten aus den grauen Genre-Standards heraussticht, ohne Klischees wie den Sensemann und grantig dreinschauende Musiker zu vernachlässigen.
FAZIT: Erfreulich kraftstrotzend dreschen sich VINGULMORK auf "Barmhjertighetens Fallitt" durch ein Dutzend gut abgehangener Songs, die aufs Reinheitsgebot pfeifen, und an typisch norwegischer Dunkelheit ebenso wenig missen lassen wie an Eingängigkeit.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- Ørkesløs
- Det vi lot bestå
- Sitring
- Avmakt
- Krigserklæring
- Fallitt
- Alarm
- Svart Time
- Nådestøt
- Mannen og kråka
- Trolldom
- Brann
- Bass - Martin Storm-Olsen
- Gesang - Jostein Stensrud Køhn
- Gitarre - Martin Kandola
- Schlagzeug - Simen Kandola
- Barmhjertighetens Fallitt (2026) - 11/15 Punkten
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