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Limp Bizkit Live 2018 - Westfalenhallen / Dortmund - 20.06.2018

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Nach der erfolgreichen Tour im Sommer 2015 sind Limp Bizkit „back in Germany“. Die „Urväter“ des Nu-Metal um Frontmann Fred Durst sind für 14 Shows in 2018 im Bundesgebiet unterwegs.

Limp Bizkit

Limp Bizkit gehören zu den innovativsten Bands ihres Genres und sind mit über 40 Millionen verkauften Tonträgern eine der erfolgreichsten dazu. Das 2000‘er-Album mit dem Wahnsinnstitel „Chocolate Starfish And The Hot Dog Flavoured Water“ sowie dem Megahit „Rollin'“erreicht in den Staaten sogar Triple-Platin. Seit ihrer Gründung 1994 in Jacksonville/Florida beeinflussen Limp Bizkit im Laufe der letzten beiden Jahrzehnte eine Unzahl von Nachwuchsmusikern. Ihr innovativer, mitreißender Mix aus peitschenden Rhythmen, massiven Gitarrenwänden und funkigen HipHop-Elementen, der Nu-Metal, ist eine Neuinterpretation der Crossover-Musik aus den frühen 90ern. Damals gründet Bandleader Fred Durst mit dem Bassisten Sam Rivers und John Otto am Schlagzeug sein erstes Musikprojekt.

Zack, und kaum 24 Jahre später standen zumindest zwei von ihnen in der Dortmunder Westfalenhalle erneut zusammen auf der Bühne. Allerdings trug Fred nicht seine Standardkopfbedeckung, die rote Basecap, sondern einen Camouflage-Schlapphut. Man konnte meinen er wollte angeln gehen. Sam Rivers hatte vermutlich noch immer mit seinem Rückenleiden zu kämpfen und wurde durch Tsuzumi Okai ersetzt, was man m.E. aber leider hören konnte. Da fehlte definitiv ein Sam Rivers.

Als Support unterstützte ein DJ namens Blvck Ceiling aka Daniel Ocean (alias Daniel Cuccia) der, scheinbar etwas lichtscheut, außer seinen Augen nichts von sich preisgab. So wie er sich hinter seinem Laptop versteckte, konnte man annehmen, dass da nur eine Playlist lief und er in Wirklichkeit gerade seine Steuererklärung machte. Bei einem Publikum welches im Schnitt vermutlich älter als 35 war, konnte das nur zu Buh-Rufen nach Abschluss seines DJ-Sets führen. Für Interessenten gibt es hier ein Interview mit Dan (Interview) auf IVIYH.

Wie vermutlich an jedem anderen Konzertabend auch, bedankte sich Fred immer wieder überschwenglich beim Dortmunder Publikum. „Dortmund, you are an amazing audience! Absolutely amazing!“. Aber man nahm ihm ab, dass er das wirklich auch so meinte.

Mit ca. 9000 Besuchern war die Westfalenhalle zwar nicht ganz ausverkauft, aber sehr gut gefüllt.

Der Innenraum jedoch war zum Bersten voll. Hier galt es vorne und hinten Augen zu haben. Nach bereits vier Songs mussten die ersten Fans aus dem Moshpit gefischt und verarztet werden.

Nachdem Fred zwischenzeitlich seine Hose in den Kniekehlen hatte, geschah gegen Mitte des Sets dann die Überraschung des Abends. Der 25-jährige Besucher und Gitarrist Benedikt Laumann, der in London wohnt, aber im Sauerland geboren ist, hielt schon eine ganze Zeit ein Schild hoch auf dem Stand „Wes, let me play 'My Way'“, als er von Wes Borland auf die Bühne geholt wurde und das Stück „My Way“ gemeinsam mit der Band auf einer Gitarre von Wes Borland performen durfte. Er war extra aus London angereist und hatte auf diese Chance gehofft. Da sowohl Wes Borland als auch Fred Durst diese Idee gefiel, holten Sie ihn auf die Bühne. Für Benedikt Laumann war dies garantiert eine Wahnsinnserfahrung und evtl. ein Start in eine Musikerkarriere, da er aktuell in keiner Band spielt. Ich drücke ihm jedenfalls die Daumen.

Auffällig war, auch für meine im Genre ungeübten Ohren, dass reichlich gecovert wurde. Für meinen Geschmack deutlich zu viel. So hielt die Setlist also keine Überraschungen bereit. Auch wenn Fred mehrfach sagte, dass nun ein Song aus dem neuen Album kommen würde, kamen nicht einmal Stücke des letzten, bereits sieben Jahre alten Albums „Gold Cobra“.

Nichtsdestotrotz waren vermutlich alles Fans mit dem Konzert zufrieden, auch wenn es keine Zugaben gab.

Vielen Dank an Wizard Promotion für die Akkreditierung!

Weitere Bilder von unserem Fotografen Dietmar Seifer gibt es auf seiner Facebook-Seite.

Line-Up

  • Fred Durst (Gesang)
  • Wes Borland (Gitarre, Background-Gesang)
  • Tsuzumi Okai (Bass)
  • John Otto (Schlagzeug)
  • DJ Lethal (Turntables)

Setlist

  • Show Me What You Got
  • Hot Dog
  • Rollin'
  • Nookie
  • Full Nelson
  • My Generation
  • Eat You Alive
  • Faith (George Michael cover)
  • Behind Blue Eyes (The Who cover)
  • My Way (mit Benedikt Laumann an der Gitarre und Wes am Mikrofon)
  • Boiler
  • Covers Medley (Master Of Puppets, Holy Wars, ...)
  • Smells Like Teen Spirit / Heart-Shaped Box (Nirvana cover)
  • Killing in the Name (Rage Against the Machine cover)
  • Break Stuff
  • Take a Look Around

Links

Dietmar Seifer - Fotograf und Konzertberichterstatter (Info)

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Live-Fotos

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