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Acid Empire: Acid Empire (Review)

Artist:

Acid Empire

Acid Empire: Acid Empire
Album:

Acid Empire

Medium: CD
Stil:

Rock meets Classic

Label: Just For Kicks
Spieldauer: 57:13
Erschienen: 04.05.2012
Website: [Link]

Die Komponisten Bridge und Stanton stammen von der britischen Prog-Band SEASON'S END. Gemeinsam haben sie dieses Metal-trifft-Orchester-Projekt gestemmt, das nicht alle Fallstricke solcher Unterfangen umgeht und vermutlich als reine Band aufgezogen in einem helleren Licht erstrahlen würde.

Vordergründig bedeutet dies, dass Bombast leidlich packende Grundkompositionen aufbläht. Zudem darf man anders als bei Platzhirschen, deren Namen zu nennen sich erübrigt, von ACID EMPIRE keine Major-würdige Produktion erwarten. Die harte Komponente klingt klinisch (Drums) und dünn (Gitarren), wohingegen sich die Klassiker (echt oder aus der Konserve?) oft als Fremdkörper im Sound herausstellen. Beide Parts wollen sich schlichtweg nicht fügen. Ein Ärgernis wie METALLICAs „S & M“ ist dieses Debüt (zwei Jahre Entstehungszeit; ob die Musiker etwas nachschieben?) zwar nicht geworden, aber ausgerechnet das härteste Stück „Into The Void“ mit Gastsänger Damian Wilson schrammt hart an der Grenze des Vertretbaren vorbei, was den Sound betrifft. Für die stärksten Momente sorgen die zwei anheimelnden Stimmen von Jack Lipinski (wandelt solo auf empfehlenswerten Songwriter-Pfaden) beziehungsweise Hannah Bridge, die in der Tradition britischer Prog-Elfen steht. Das Plus von ACID EMPIRE ist also nicht der ganze Zierrat ringsum, der schlichtweg prätentiös wirkt.

Von einigen recht gefälligen Runs in der Durchführung abgesehen bieten „Prelude“ und „Only The Weak“ wenig, woran sich der Hörer festhalten kann. Die Musik besitzt folglich einen schreitenden Charakter und böte sich für narrative Texte an, die jedoch andererseits dünn gesät sind. So verbleiben ACID EMPIRE weitgehend instrumental und langweilen mit Prog-Formalismen, für die sich die Urheber des Genres dereinst von vornherein zu schade gewesen wären. Das akustische „Theme“ überzeugt in seiner Kürze am ehesten, und „Would You Do It Again“ ist einer der wenigen nach gängigen Schemata gestrickten Songs, dessen „Reprise“ mit sporadischem Text (die Sängerin trällert zumeist ausdrucksvoll dazu) mit dem ursprünglichen Stück im Ohr wirklich zu Herzen geht. Auch das folgende „1000 Days“ gefällt mit Cembalo und zurückgenommenem Pomp, wobei durch Bridges Stimme ein wenig RENAISSANCE- oder MAGNA-CARTA-Flair aufkommt.

Im hinteren Abschnitt des Albums platzieren ACID EMPIRE die besten Stücke, eben das spannend aufgebaute „The Return“ und das dem Titel gerecht werdende „Finale“. Vielleicht besteht dieser Eindruck auch nur deshalb, weil man sich an die Kinderkrankheiten – schwacher Sound, dürftige Dramatik und durchschnittliches Songwriting – gewöhnt hat.

FAZIT: Es gibt schlechtere Bombast-Geschichten als ACID EMPIRE. Das Projekt bietet eine nicht ganz runde Mischung aus britischem Progressive Rock bis Metal und für Ensembles angedachten Kompositionsprinzipien. Das Ergebnis taugt leider weder als Song-Album für Rockfans, noch dürfte es Klassiker angesichts seiner erwünschten Geschlossenheit – denn es beschränkt sich zu oft auf klischeehafte Gesten und zitierte Tonfolgen aus diesem Bereich – aus den Latschen kippen lassen.

Andreas Schiffmann (Info) (Review 2310x gelesen, veröffentlicht am )

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Wertung: 8 von 15 Punkten [?]
8 Punkte
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Tracklist:
  • Prelude
  • Only The Weak
  • Denial
  • Theme
  • Would You Do It Again
  • Would You Do It Again (Reprise)
  • 1000 Days
  • Into The Void
  • The Return (Prelude)
  • The Return
  • Finale

Besetzung:

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