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AtomA: Skylight (Review)
Artist: | AtomA |
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Album: | Skylight |
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Medium: | CD | |
Stil: | Apocalyptic Post Rock/Metal |
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Label: | Napalm Records | |
Spieldauer: | 47:45 | |
Erschienen: | 30.03.2012 | |
Website: | [Link] |
Vor rund einer dreiviertel Dekade machte eine großartige Doom/Death-Metal-Band namens SLUMBER mit dem phantastischen Album „Fallout“ auf sich aufmerksam, doch leider wurde es sehr bald still um diese schwedische Ausnahmeband. Bandkopf Ehsan Kalantarpour hat sich viele Jahre später allerdings wieder aufrappeln können und liefert nun mit seinem neuen Projekt ATOMA sozusagen eine Fortsetzung seines früheren Schaffens ab, die hinsichtlich der Genres allerdings eine explosionsartige Verstreuung erfahren hat. Eher bezieht sich der Terminus „Fortsetzung“ darauf, dass mit Bassist Siavosh Bigonah sowie den Gitarristen Markus Hill und Jari Lindholm praktisch alle ex-SLUMBER-Kollegen im ATOMA-Reaktor mitarbeiten. Lediglich am Schlagzeug hat man mit Oscar Borgenstam einen neuen Mann auf dem Hocker Platz nehmen lassen. Hier und dort gibt sich sogar Christian Älvestam (TORCHBEARER, SOLUTION .45, ex-SCAR SYMMETRY und und und...) ein Stelldichein an Sechssaiter und Gesangsapparat.
Das dem Bandnamen gleichende Eröffnungsstuck hat ein wenig etwas von „Mathematics Of Chaos“ dem finalen Stück auf KILLING JOKEs „Pandemonium“, wobei etwas mehr Trance und Bombast hinzugefügt wurde. Darauf folgen Stücke, die von Post Rock über Elektro und Gothic-Metal-Bombast bis hin zu Todesstahl, spätPHLEBOTOMIZEDesker Experimentierwut, SHAMRAIN-Leiden, Prog Metal und Psychedelic so einige Felder abdeckt, und in „Bermuda Riveira“ schleichen sich sogar Goa-Einflüsse ins komplexe Soundgeflecht ein. „Solaris“ geht noch einen Schritt weiter und tönt wie eine Mixtur aus ENIGMA, Ambient und Chill-Out.
Klar, immer wieder, gerade in den metallischen Phasen, lässt sich heraushören, dass diese Band aus den Ruinen von SLUMBER entstanden ist, aber man sollte zu keiner Minute erwarten, dass ATOMA nichts weiter als „SLUMBER reloaded“ sind, denn damit täte man Ehsan und seinen drei Mitmusikern Unrecht, da sie sich alle erdenklichen kreativen Mühen gegeben haben, hier etwas Andersartiges zu erschaffen. Wenn ATOMA es nun noch meistern, das Ganze mit weniger Längen und mit einem transparenteren Sound durchzuziehen, könnten sich die fünf auf einem der oberen Plätze etablieren.
FAZIT: Großartige Ideen und unkonventionelle Wege, diese zu verwirklichen, sind reichhaltig vorhanden, und nun bedarf es in Zukunft nur noch etwas Feinschliff, um als Band seine Relevanz nachdrücklich zu untermauern.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- AtomA
- Skylight
- Hole In The Sky
- Highway
- Bermuda Riveira
- Resonance
- Solaris
- Rainmen
- Saturn And I
- Cloud Nine
- Bass - Siavosh Bigonah
- Gesang - Ehsan Kalantarpour
- Gitarre - Jari Lindholm, Markus Hill
- Keys - Ehsan Kalantarpour
- Schlagzeug - Oscar Borgenstam
- Sonstige - Christian Älvestam (Backup Vocals, zusätzliche Gitarren)
- Skylight (2012) - 9/15 Punkten
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