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Melencolia Estatica: Hel (Review)
Artist: | Melencolia Estatica |
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Album: | Hel |
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Medium: | CD | |
Stil: | Black / Gothic |
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Label: | Temple Of Torturous | |
Spieldauer: | 41:09 | |
Erschienen: | 09.11.2012 | |
Website: | [Link] |
Auf seinem dritten Album zeigt sich das Duo MELENCOLIA ESTATICA (bisschen prätentiös, was?) aus Udine als interessante Randerscheinung des Black Metal, leicht zusammenhanglos zwar, aber durchaus spannend anzuhören.
Am ehesten lässt sich das Projekt auf die Suicidal-Schiene stellen, wo es recht gut fährt, oder mit der Totschlag-Vokabel „Atmospheric“ bekleben. Zumindest der erste Teil von „Hel“ fördert mit klarem Gesang, verhuschten Geräuschen unbekannten Ursprungs und mangelnder Struktur Avantgardistisches zutage, wenn man es gut meint, doch schon „II“ folgt klirrend kalten, skandinavischen Spuren („V“ später in richtiggehend eingängiger Form), wobei sich Gitarren und Keyboard zu einem intensiven Klangwust verbinden und der Gesang wie anderswo als zusätzliches Instrument fungiert.
In „III“ lassen es MELENCOLIA ESTATICA Ambient-artig und mit Bezug aufs weibliche Gesäusel „gotisch“ angehen, aber dass am Schluss wieder Holz gehackt wird, ist genauso wie der gesprochene letzte „Song“ Wasser auf die Mühlen derer, die den Musikern mangelnde Stimmigkeit vorwerfen möchten. Findet man sich damit ab, dass „Hel“ ein großes Ganzes sein soll und kein Song-Album, funktioniert die Scheibe, denn auch das Horrorszenario „IV“ packt den Hörer im Genick und ist sogar das schlüssigste Konstrukt des bösen Sechsers.
Mit mutmaßlicher Konkurrenz, unter der man nicht nur die Sternchen von SHINING als Vergleich heranziehen muss, kann sich das italienische Paar nicht messen; es ist und bleibt obskur, strickt Spezialisten-Stoff zwischen DRUDKH und besseren XASTHUR, falls es diese gibt.
FAZIT: „Hel“ ist stimmungsvoll aufgezogene Finstermusik mit starkem Black-Metal-Bezug und ohne herkömmliches Verständnis von Songwriting. Nimmersatte Hassbatzen und Trauerklöße gleichermaßen werden mit MELENCOLIA ESTATICA auf ihre Kosten kommen, der Rest hat bis hierher eh bereits weitergeklickt.
- 1-3 Punkte: Grottenschlecht - Finger weg
- 4-6 Punkte: Streckenweise anhörbar, Kaufempfehlung nur für eingefleischte Fans
- 7-9 Punkte: Einige Lichtblicke, eher überdurchschnittlich, das gewisse Etwas fehlt
- 10-12 Punkte: Wirklich gutes Album, es gibt keine großen Kritikpunkte
- 13-14 Punkte: Einmalig gutes Album mit Zeug zum Klassiker, ragt deutlich aus der Masse
- 15 Punkte: Absolutes Meisterwerk - so was gibt´s höchstens einmal im Jahr
- I
- II
- III
- IV
- V
- VI
- Bass - Climaxia
- Gesang - Afthenktos
- Gitarre - Climaxia
- Hel (2012) - 8/15 Punkten
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